Zurück im Büro Nach dem Urlaub reif für die Insel

Nach dem Urlaub reif für die Insel  (Foto)
Nach den Ferien erwartet viele Beschäftigte ein voller Schreibtisch. Wer diesen im Akkord abarbeitet, fühlt sich gleich wieder urlaubsreif. Bild: dpa

Wer in den Urlaub fährt, will meist Kraft für den Alltag tanken. Dieser Erholungseffekt verpufft nach der Rückkehr jedoch relativ rasch, sagt Gerd Kötschauer, Chefarzt der Auguste-Viktoria-Klinik im ostwestfälischen Bad Lippspringe.

Warum sind wir nach dem Urlaub gleich wieder urlaubsreif?

Dr. Gerd Kötschau: Vor dem Urlaub sind unsere Batterien häufig fast leer. In der freien Zeit werden sie dann aber nicht unbedingt wieder aufgefüllt. Die Stresshormone, die in unserem Blut schwimmen, klingen erst in der zweiten oder dritten Woche ab. Das führt dazu, dass wir in der ersten Urlaubswoche häufig schlecht schlafen. Kommt man dann aus dem Urlaub wieder, findet man meist viele E-Mails vor oder viel Post auf dem Schreibtisch. Das wollen wir dann so schnell wie möglich weghaben. Der Stress fährt also sofort wieder in den Körper, wir sind angespannt. Unsere fast leeren Batterien entleeren sich dann komplett. Das führt dazu, dass wir uns innerhalb von drei Tagen schon wieder krank fühlen. Wir sind also gleich wieder urlaubsreif.

Wie bedenklich ist das?

Kötschau: Die Folgen sollten ernst genommen werden. Die häufigsten Beschwerden, die dann auftreten, sind ein schnellerer Herzschlag, Kopf- und Rückenschmerzen. Das Ganze kann aber auch so schlimm werden, dass man in einen Burnout rutscht.

Was kann man dagegen tun?

Kötschau: Am besten erstmal eine Tasse Tee trinken. Tief durchatmen und versuchen, innerlich eine gewisse Distanz zur Arbeit zu gewinnen. Man sollte versuchen, Schritt für Schritt, ohne sich aus der Ruhe bringen zu lassen, alles abzuarbeiten. Hilfreich wäre es, Entspannungstechniken zu erlernen. Das kann man auch am Arbeitsplatz tun, indem man die Aufmerksamkeit nach innen lenkt, auf seinen Puls achtet und darauf, wie hektisch die Atmung abläuft. Das kann man auch mit offenen Augen tun. Die Kollegen müssen davon nichts mitbekommen.

sca/news.de/dpa

Leserkommentare (1) Jetzt Artikel kommentieren
  • Susanne Kreuz
  • Kommentar 1
  • 23.12.2010 22:29

Häufig macht man sich zu viele Gedanken über ein bestimmtes Thema. Diese Gedanken sind schuld daran, dass man sich nicht entspannen kann. Während der Zeit, in der man sich vom täglichen Stress erholen sollte, grübelt man sogar abends über ein oder mehrere Themen. Dadurch schafft man nicht sich von dem stressigen Alltag zu erholen. Schaut doch mal auf meinen Stressratgeber http://www.stressratgeber.eu/stressresistenz.html

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