Parkinson geht einher mit einer Reihe unklarer Beschwerden: Doch langsamere Bewegungen oder Veränderung von Gang und Körperhaltung deuten als erste Indizien darauf hin.
Langsamere Körperbewegungen oder Veränderungen von Gang und Körperhaltung können auf eine beginnende Parkinson-Krankheit hindeuten. «Weitere typische Beschwerden im frühen Krankheitsstadium sind schmerzhafte, zumeist einseitig auftretende Muskelverspannungen im Nacken-Schulter-Bereich, die sich insbesondere nach dem Aufwachen häufen», sagt Heinz Reichmann, Vorsitzender der Deutschen Gesellschaft für Neurologie (DGN). «Oft werden diese Beschwerden zunächst als Muskel- oder Gelenkerkrankungen fehlgedeutet.»
Die Parkinson-Krankheit zeigt anfangs oft keine eindeutigen Symptome, sondern eher unklare Beschwerden. Als einer der frühesten Hinweise gelten Riechstörungen. Aber auch feine Bewegungsstörungen der Hände können auf die Schüttellähmung hindeuten. «Das Schriftbild kann unregelmäßiger, zittriger und kleiner werden», so Reichmann. «Darüber hinaus kann sich die Stimme verändern - sie wird monotoner und leiser oder hört sich heiser an.»
Weitere Warnzeichen sind Kraftlosigkeit und Leistungsabfall. «Summieren sich diese eher unspezifischen Anzeichen, sollte die Ursache unbedingt von einem Neurologen abgeklärt werden», rät Reichmann. «Gerade bei Bewegungsstörungen ist eine frühzeitige Diagnose und angemessene Behandlung für den Verlauf der Erkrankung von großer Bedeutung.»
Parkinson ist zwar nicht heilbar. Die richtige Therapie und eine aktive Lebensweise können die Lebensqualität der Betroffenen aber deutlich steigern. In Deutschland leiden bis zu 200.000 Menschen an der Schüttellähmung. Das durchschnittliche Alter bei der Diagnose beträgt 55 Jahre.
sca/sgo/news.de/ap