Von news.de-Redakteurin Katharina Schlager
Nasebohren, Schwangerschaft oder eine Klimaanlage - es gibt viele Ursachen, die Nasen bluten lassen. Die meisten davon sind ganz harmlos und treffen jeden einmal. Wie der unangenehme Blutstrom schnell wieder zu stoppen ist, verrät news.de.
Wenn Blut aus der Nase läuft, dann kann dies ganz harmlose Ursachen haben. Aber nicht immer ist es nur etwas ärgerlich, weil vielleicht Blut aufs T-Shirt tropft und Flecken hinterlässt. Manchmal kann es sich auch um ein Symptom gefährlicher Ursachen handeln – und im schlimmsten Fall lebensbedrohlich werden. Aber das ist selten.
Der Blutschwall kann durch verschiedene Dinge ausgelöst werden: Durch Gefäßverletzungen – etwa durch Nasebohren, oder einen Schlag ins Gesicht –, durch hormonelle Veränderungen – etwa in der Schwangerschaft –, oder Austrocknen der Schleimheute – etwa durch eine Klimaanlage, Schnupfen oder eine allergische Reaktion. In diesen Fällen gibt es ein paar einfache Sofortmaßnahmen und Tricks, mit denen man sich selbst helfen kann. Läuft das Blut allerdings nach etwa 15 bis 20 Minuten noch ungebremst weiter, dann sollte ein Notarzt verständigt werden, sonst kann der Blutverlust zu groß werden.
Die meisten Menschen schmeißen instinktiv den Kopf in den Nacken und versuchen das Blut mit einem Taschentuch zu stoppen. Völlig falsch. Denn in dieser Position läuft das Blut in den Rachenraum. Das birgt mehrere Nachteile und Gefahren. Gerät das Blut in die Luftröhre, kann der Betroffene schlimmstenfalls ersticken. Diese Gefahr besteht vor allem bei Bewusstlosen. Wird das Blut verschluckt, ist dies an sich nicht schlimm. Es kann aber dazu führen, dass einem übel wird und man sich übergeben muss. Vor allem kann man dann aber nicht sehen, wie hoch der Blutverlust ist.
Taschentuch, Tampon & Co.
Statt den Kopf in den Nacken zu werfen, sollte man sich hinsetzen und das Blut nach vorne aus der Nase fließen lassen. Oft reicht es schon, die Nasenflügel mit den Fingerspitzen zusammenzudrücken, um den Blutfluss zu stillen. Um nicht das Badezimmer anschließend in ein blutiges Schlachtfeld zu verwandeln, hilft eine Tamponande. Ob nun ein Taschentuch ins Nasenloch gestopft wird, etwas Watte, Mull oder ein einfacher Tampon – völlig egal.
Unterstützend kann man das Stopfmaterial in abschwellendem Nasenspray, weißem Essig, Zitronen- und Brennesselsaft aus der Apotheke tränken. Das hilft, das Blut zu stoppen. Ebenfalls ein gutes Hausmittel: Irgendetwas Kaltes – einen nassen Waschlappen, ein gekühltes Marmeladenglas oder eine Flasche aus dem Kühlschrank – für ein paar Minuten in den Nacken legen und auch die Nasenwurzel kühlen. Denn: Durch die Kälte verengen sich die kleinen Blutgefäße.
Alte Hausmitteltricks, die ebenfalls helfen sollen: Eine Zwiebelhälfte unter die Nase halten. Durch die ätherischen Öle sollen sich die Blutgefäße zusammenziehen. Oder Essig- oder Zitronenwasser in die Nase ziehen. Ein skurriler, aber wirksamer Tipp: Zwischen Oberkiefer und Oberlippe einen Streifen Löschpapier legen. Das lasse die Blutgefäße sich zusammenziehen, erklären mehrere Internetseiten die Maßnahme.
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