Von news.de-Redakteur Andreas Schloder
Mehr als acht Millionen Deutsche leiden an Migräne, zwei Drittel davon sind Frauen. Die Volkskrankheit lässt sich nicht heilen, ist aber gut zu behandeln – wenn die Therapie stimmt. News.de zeigt die verschiedenen Methoden.
Trotz vielfältiger Therapieformen sind die Betroffenen oft falsch versorgt, wie Professor Andreas Straube, Leiter der Forschungsgruppe Kopfschmerz von der Universität München der Apotheken-Umschau erklärt. «Zwar lassen sich 80 Prozent der Migränepatienten gut behandeln. Doch bei den übrigen treten die Anfälle trotz Akutbehandlung mit der Zeit immer häufiger auf», so Straube. «In diesem Fall führt an einer Prophylaxe kein Weg vorbei.»
Im Folgenden werden die Therapiemethoden genauer unter die Lupe genommen.
Akuttherapie
Bei leichten Migräneattacken empfehlen die Experten der Migräne- und Kopfschmerzgesellschaft (DMKG), so früh wie möglich hoch dosierte Schmerzmittel wie Acetylsalicylsäure, Paracetamol oder Ibuprofen einzunehmen.
Nachteil: Begleiterscheinungen der Migräne wie Übelkeit und Schwindel werden dadurch nicht gemildert. Außerdem: Die Selbstmedikation mit rezeptfreien Schmerzmitteln kann neue Attacken auslösen.
Empfehlung: Apotheker raten, die Tabletten nicht öfter als an zehn Tagen im Monat oder drei Tage hintereinander zu schlucken – sonst droht der Schmerzmittel-Kopfschmerz.
Therapie mit Triptane
Anders als Medikamente wie Aspirin und Co. wirken Präparate aus der Gruppe der Triptane auch bei schweren Migräneanfällen. Sie verengen die Blutgefäße im Kopf, was dazu führt, dass der Schmerz nachlässt.
Vorteil: Triptane lindern auch Übelkeit und Schwindel-Attacken.
Nachteil: Sie beeinflussen auch andere Blutgefäße im Körper, sodass Patienten mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen einer großen Gefahr ausgesetzt werden und die Medikamente daher nicht nehmen dürfen. Außerdem: Nicht jeder Arzt verschreibt die Medikamente wegen der hohen Kosten.
Chirurgischer Eingriff
Es gibt ein neues Verfahren, bei dem operativ ein Gesichtsmuskel an der Nasenwurzel durchtrennt wird: die sogenannte Corrugator-Chirurgie.
Nachteil: Die DMKG rät dringend von dem Eingriff ab. Es gebe zwar eine Studie, die den Erfolg dokumentiert, der aber keine wissenschaftliche Basis zugrunde liegt. Außerdem besteht die Behandlung aus einer verstümmelnden, nicht reversiblen Entfernung eines Gesichtsmuskels. Das könne neben chronischen Schmerzen auch zu Veränderungen der Mimik führen.
Botox
Die einen wollen besser aussehen, die anderen wollen sich mit Botox die Schmerzen wegspritzen. Das lähmende Bakteriengift soll, wenn es in die Kopf-, Gesichts- und Nackenmuskulatur injiziert ist, vor allem bei Patienten mit chronischer Migräne wirken.
Nachteil: Trotz Wirkung sehr teuer.
Entspannungsverfahren
Um die Muskeln zu bearbeiten, muss man sie nicht gleich lähmen. Jeder Migränepatient sollte eine Entspannungstechnik erlernen, etwa Yoga oder autogenes Training. Schmerzen führen auf Dauer unbewusst zu Muskelverspannungen, die den Kopfschmerz verschlimmern.
Bei der Progressiven Muskel-Entspannung nach Jacobson werden einzelne Muskelgruppen in einer bestimmten Reihenfolge zuerst angespannt und dann wieder entspannt. Liegend oder in einer entspannten Sitzposition ballt man zum Beispiel erst die Fäuste, presst den Kiefer fest zusammen oder runzelt die Stirn. In der Entspannungsphase horcht man in sich hinein und spürt, ob diese Muskeln vorher unbemerkt angespannt waren. Studien zufolge kann das Verfahren die Zahl der Attacken um bis zu 45 Prozent verringern.
Informationen zur Technik gibt es bei Krankenkassen, über die Kassenärztliche Vereinigung oder in Volkshochschulen.
Konkordanztherapie
Es handelt sich dabei um ein für Migränepatienten entwickeltes Verhaltenstraining, das Betroffenen hilft, ihre Körpersignale in schwierigen Situationen besser wahrzunehmen. Sie lernen, ihre Gefühle offen auszudrücken, statt diese in sich hineinzufressen.
Vorteil: Die Therapiekosten tragen in der Regel die gesetzlichen Krankenkassen.
Ein zusätzliche, vielversprechende Form ist das Biofeedback.
Alternative Linderung
Magnesium: Schnell, einfach und preiswert zu bekommen. Wer täglich 600 Milligramm dieses Minerals einnimmt, verringert laut wissenschaftlichen Studien die Attackenhäufigkeit der Migräne um 25 Prozent.
Lesen Sie hier weitere Tipps, wie Sie kleinere Probleme auch ohne Arzt bewältigen.
ham/reu/news.de
Teil 2 ..da das hochdosierte Vit.B-Präparat also 100mg B1, 100mg B6 und 1000µ B12 derart gut bei den Rückenschmerzen half, die Milch für das Baby floss darüber hinaus besonders üppig, schloss ich messerscharf, dass dieses Präparat auch bei Migräne helfen könnte. Bei meinen Migräneanfällen geht immer eine Aura oder Zackensehen voraus, der Schmerz beginnt erst eine Stunde später und die Übelkeit noch später, so dass ich dann keine Schmerztabletten mehr behielt. Die besagten Vitamin B-Tabl. unmittelbar nach Beginn der Aura eingenommen, Magnesium dazu, halten mich nunmehr 28 Jahre schmerzfrei.
jetzt antwortenKommentar meldenmeinen ersten Migräneanfall hatte ich mit 11 Jahren. Da er auch mit Übelkeit und Erbrechen verbunden war, wurde er auf eine Magenverstimmung geschoben. In der Schule wurde ich dann in den weiteren Jahren als Simulant abgetan, bis ich mal dem Lehrer vor die Füsse erbrach. Mit 36 sollte ich nach einer Aussenbandzerrung des Sprungelenks klinisch aufgenommen werden, wollte aber nicht wegen meines zweiwöchigen Babys und musste Hochlagern des Beines versprechen. Das brachte mir nach drei Tagen enorme Rückenschmerzen ein, die wiederum wegen des Babys "nur" mit hochdosierten B-Vitaminen kuriert wurden
jetzt antwortenKommentar meldenEntspannung mit der Akupunkturmatte -Nadelreizmatte-(Informationen auf http://www.zhencidian.at) ist eine preiswerte, anhaltende Therapie ohne Nebenwirkung von Medikamenten, hilft bereits nach kurzer Zeit.
jetzt antwortenKommentar meldenIch könnte einen Rat geben. felix.kroll@yahoo.com.br
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