Coole Drinks Clever gegen hitzigen Durst

Sommercocktail (Foto)
In der Hitze sollte man Cocktails nicht an der Bar bestellen, sondern lieber daheim selber Säfte mixen. Ohne Alkohol und zuckrige Sirups. Bild: dpa

Katharina SchlagerVon news.de-Redakteurin
Eiskalte Limo? Kunterbunter Cocktail? Bei Hitze hört sich das verlockend an. Gegen den Durst ist es aber nicht das Richtige. Stattdessen gilt im Sommer: Nicht zu süß, nicht zu kalt. Daheim lassen sich ganz leicht gesunde Cocktailalternativen mixen. So geht's.

Flüssigkeit ist nicht gleich Flüssigkeit. Besonders bei der Sommerhitze sollte man genau darauf achten, was man trinkt. Genussmittel etwa, wie Kaffee, schwarzer Tee und alkoholische Getränke sollten nur in Maßen getrunken werden. So ist der kleine Braune anregend und Alkohol erweitert die Gefäße. Das führt zu Flüssigkeitsverlust.

«Nicht zu süß, nicht zu kalt», das sei das Motto für die idealen Sommerdrinks, sagt Antje Gahl von der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE). Mineralwässer bieten sich schon deshalb an, weil sie den Mineralstoffhaushalt wieder ausgleichen, der durch den Schweißverlust in die Bredouille gerät. Außerdem empfiehlt Gahl gesalzene Brühen für zwischendurch. Auch Kräuter- und Früchtetees stehen ungesüßt ganz oben auf der Liste, der gesunden Sommergetränke.

Coole Drinks
Ein Prosit auf die Hitze
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Limos und Cocktails einfach selbst gemacht

Softdrinks, wie Cola und Fruchtlimonaden, kann man durchaus auch trinken, findet Gahl. Aber: «Bitte nicht gegen den Durst literweise.» Die wenigsten wissen, das der hohe Zuckergehalt solcher Getränke dehydrierend wirkt. Auch herkömmliche Eistees sind oft mit zu viel Zucker versetzt, um als Durstlöscher herhalten zu können. «Da muss man sehr genau auf die Zutatenliste gucken», so Gahl.

Wer auf Nummer sicher gehen will, hilft sich selbst. Gekühlte Früchte- oder Kräutertee mit etwas Saft, Zitrone oder einer ganz etwas Süße sind leicht in der eigenen Küche herzustellen und eigenen sich in der Hitze gut.

Zwar empfiehlt die DGE zum Durstlöschen möglichst kalorienfrei vorzugehen. Doch wem reine Tees und schnödes Wasser zu langweilig sind, der muss nicht auf Geschmack verzichten. «Fruchtsaftschorlen sind jetzt besonders geeignet», so Gahl. Die beste Variante: Eine Apfelsaftschorle, die einen Teil Apfelsaft und zwei Teile Wasser enthält. Alle anderen Fruchtsäfte eignen sich ebenfalls, um mit Wasser verdünnt den Durst lecker zu löschen. Selbst gemachte Limonaden sind eine gute Alternative. Etwa Holunderblütensirup stark mit Mineralwasser verdünnt. Oder mit Johannisbeersirup.

Die bunten Sommercocktails, die in Bars und Kneipen Urlaubsfeeling mit Papierschirmchen versprechen, sind dagegen völlig ungeeignet. Selbst alkoholfreie Mischungen werden oft mit zuckrigen Sirups oder schwerer Sahne versetzt, sodass der Körper zu kämpfen hat. Stattdessen lohnt es sich daheim selbst kreativ zu werden, Lieblingssäfte und Tees zu mixen und den bunten Cocktail mit etwas Mineralwasser zu strecken. Auch Fruchtstückchen, Pfefferminzblätter, oder Zitronenscheiben eigenen sich wunderbar, um den Sommercocktail für das Urlaubsfeeling auf dem Balkon etwas aufzupeppen oder einer Grillparty das gewisse Etwas zu verleihen. Da ist der Fantasie keine Grenze gesetzt.

Grundregeln für's Trinken

Bei Hitze sollte möglichst viel getrunken werden. Je nach der Höhe der Temperaturen empfiehlt Gahl etwa das Doppelte der sonst üblichen Empfehlung zu sich zu nehmen. Das bedeutet mindestens drei bis vier Liter am Tag.

Es darf aber auch mehr sein. Bis zu zehn Liter könne der Körper – wenn nicht gerade ein Nierenschaden vorliegt – gut verarbeiten. Ein grober Richtwert bei anstrengender körperlicher Leistung und hohem Schweißverlust sei ein halber Liter Flüssigkeit pro Stunde.

Am besten: Regelmäßig über den Tag verteilt trinken. Denn auch der Flüssigkeitsverlust über Haut und Lunge findet ständig statt. Vor allem wer länger unterwegs ist, etwa im Auto, sollte darauf achten immer eine Flasche mit Wasser oder ähnlichem griffbereit zu haben, sagt Gahl. Auch wenn man mal keinen Durst hat. Denn Durst sei eigentlich schon ein Warnsignal, dass es bereits ein Defizit gibt.

ham/news.de

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