Rote Karte für den Lover?
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Von news.de-Redakteur Andreas Schloder
Artikel vom 23.06.2010
«Männer und Frauen passen einfach nicht zusammen», ist der Psychoanalytiker Hans Joachim Maaz aus Halle/Saale überzeugt. In Zeiten der Fußball-WM mag diese Ansicht wie die Faust aufs Auge treffen.
Des einen Freud, des anderen Leid. Der Partner sitzt ständig vor dem Fernseher oder zieht mit seinen Freunden durch Kneipen und Public Viewing-Zonen - die Gattin spielt plötzlich keine Rolle mehr. Von den Emotionen nach einem verlorenen Spiel der Lieblingsmannschaft ganz zu schweigen. Nachspielzeit, Niederlage, nörgelnde Partnerin. Beziehungsstress ist vorprogrammiert.
WM als Ventil
Sogar in der Promiwelt gibt es derzeit schöne Beispiele, wie Fußball die Frau auf die Ersatzbank versetzt. Die Freundin von Robbie Williams sei mittlerweile aus der gemeinsamen Wohnung ausgezogen, da der Superstar mit seinen Freunden mit großer Begeisterung und vor allem lautstark die WM-Spiele verfolgt.
«Die Weltmeisterschaft wird als Ventil genutzt, um seinem Ärger freien Lauf zu lassen», sagt Marie Sommer. Sie vertritt als Frau in Sachen Fußball eine sehr männerfreundliche Position. Die Autorin des Buches Dirty Girl, in dem sie ihre bisherigen Beziehungen schonungslos darlegt und mit Mann Nummer 26 endlich ihr großes Glück gefunden hat, liebt den Fußball – und die WM. «Ich kann gar nichts gegen das runde Leder haben, weil ich während des Sommermärchens 2006 meinen Mann kennen gelernt habe», lacht Sommer.
Doch die 30-Jährige hat auch Verständnis für die leidende Frauenwelt: Wenn Männer zu einem animalischen Verhalten mit Gröhlen, Fluchen und einem Trinkgelage neigen, wird die Schmerzgrenze auf eine harte Probe gestellt. «Das ist doch nicht mein Mann», versteht Sommer die Einwände.
«Fußball ist kein Gegner für die Liebe»
Anstatt jetzt auf die Barrikaden zu gehen, empfiehlt sie mit einem Augenzwinkern der Frauenwelt, mit Intelligenz und List sich die einfachen Gedankenstrukturen des starken Geschlechts zu Nutze zu machen. «Diese vier Wochen bieten wunderbare Möglichkeiten, sich die Zeit so angenehm wie möglich zu machen», so Sommer. Beispiel Flirten. Nichts geht in Zeiten von Public Viewing leichter, als im Überschwang des Torjubels den attraktiven Nachbarn mal ein wenig länger und intensiver zu umarmen. Und außerdem: Wenn das Interesse für Fußball gen Null geht, warum nicht den Fernsehabend nutzen und sich die kernigen Kicker mal genauer ansehen?
Denn den Partner ändern zu wollen, wäre laut Sommer Zeitverschwendung: «Wenn Frauen das Verhalten ihrer Liebsten ändern wollen, empfehle ich immer, stattdessen den Partner zu suchen, der die gewünschten Kriterien erfüllt», schmunzelt Sommer. Und sie fügt hinzu: Fußball sei kein ernsthafter Gegner für die Liebe.
Apropos Amor: Liebe Männer, Frauen wollen Anerkennung bekommen und hofiert werden. Zwar mag dies auf den ersten Blick während der WM schwer fallen, doch es geht: Es müssen nicht immer die drei bekannten Worte sein. Auch ein «du bist wunderbar», reiche laut Sommer schon aus, um das Herz einer Frau zu erobern - wenn es mit der nötigen Überzeugung geschieht. «Auch wenn Frauen es ungern zugeben, innen brodelt es bei jeder Schmeichelei.
Hier gibt es noch weitere Tipps für Frauen:
Sich Gutes tun: Frauen neigen dazu, sich emotional von ihrem Partner völlig abhängig zu machen. Sorgen Sie stattdessen selbst für Ihr Glück! Dann kommt der Rest nämlich von ganz allein. Denn Männer lieben ausgeglichene Frauen. Wenn sich bei Ihrem Partner also alles nur noch um Ronaldo, Schweinsteiger und Messi dreht, gönnen Sie sich etwas Gutes: Massage, Freiluftkino, Museum oder Konzert. Danach können Sie dann ganz entspannt seinen WM-Geschichten zuhören.
Endlosdiskussionen: Frauen tendieren zu endlosen Diskussionen. Männer verabscheuen das! Andauernde Fragen nach dem vielen ausgegebenen Geld für Panini-Alben, dem sich vier Wochen nicht wechselnden TV-Programm oder warum er mal wieder heiser und betrunken vom Public-Viewing kommt, bringen nichts. Sie werden selbst sehen, wie viel einfacher die Dinge plötzlich sind, wenn Sie sie mental auch einfach mal ad acta legen.
Herumzicken: Dürfte in den Augen der Männer wohl die Todsünde Nummer eins sein. Männer können Zicken nicht ausstehen. Die Mär von «Männer finden Zicken super» ist ausgelutscht. Fürs Bett ist eine Zicke sicher mal ganz nett, aber fürs Heiraten, Babys machen und die ganz große Liebe? No way! Lassen Sie während der WM die Zickerei. Ab dem 12. Juli haben Sie mehr davon.
Ruhe: Männer brauchten schon in der Steinzeit ihre Höhle, um einfach mal stundenlang ins Feuer zu starren, die Klappe zu halten und nichts zu tun. Auch jetzt, während der WM, wenn er stundenlang auf 22 kickende Männer starrt, unansprechbar und taub für alles andere ist, sollten Sie ihm dies gewähren. Man muss nicht alles verstehen und es vor allem nicht persönlich nehmen, wenn er einfach mal seine Ruhe haben will.
Eifersucht: Handy-Kontakte ausschnüffeln, seine E-Mails checken, in seinen Sachen kramen – ja, wir Frauen machen das. Besonders wenn er in den nächsten Wochen die ganze Zeit allein mit seinen Kumpels in Fußball-Kneipen rumhängen will. Aber es ist böse und kann so viel kaputt machen.
Lesehinweis: Marie Sommer: Dirty Girl, Schwarzkopf & Schwarzkopf, Juni 2010, 250 Seiten, 9,90 Euro.
sgo/ivb/news.de
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HARTE ZEITEN FÜR DEN LOVER !!!!(moralisch höchst "negativ") wie weit ist deutschland schon gesunken mit seiner umgangssprache ???????? Hier kommt hauptsächlich der Bezug FRAU ZUM MANNE zum Ausdruck. Dann kann eine weibliche Person auch sofort sagen; "DARF ICH EUCH MEINEN NEUEN FICKER VORSTELLEN ?!"
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