Wenn Keime mitschwimmen
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Das trübt schon vor dem Urlaub die Reisestimmung: An vielen Badestränden der deutschen Nord- und Ostseeküste schwimmen gefährliche Bakterien. Besonders häufig sind sie an Einmündungen und Bootshäfen.
Eine neue Studie des ADAC stellt deutschen Badestränden kein gutes Zeugnis aus. Das Wasser an einzelnen Spiel- und Badebereichen von 22 Stränden ist mit Keimen belastet. An 17 der getesteten Badestellen fanden die Experten sogar Fäkalbakterien.
Damit der Badespaß keine gesundheitlichen Folgen mit sich zieht, sind folgende Tipps zu beachten:
Verschmutzungen kann man oft sehen und riechen. Urlauber sollten sich den Strand vor dem Baden ansehen und den Platz wechseln, falls er fragwürdig erscheint.
Nie in Wasser baden, dessen Ursprung zweifelhaft ist. Auch nicht in Bächen oder Mündungen in Strandnähe, da solche Zuflüsse häufig eine erhöhte Anzahl an Keimen transportieren, etwa von Weidetieren. Auch Rohre, Entlastungskanäle und Entwässerungsgräben sollte man meiden.
Riskant sind zudem natürliche Becken, die lange Zeit vom offenen Meer abgetrennt sind. Hier gibt es keinen Wasseraustausch, und Keime finden im aufgeheizten Wasser ideale Bedingungen, um sich zu verbreiten.
Stellen wie Pflockreihen oder Stege, an denen sich tierisches und pflanzliches Material sammelt und länger liegenbleibt, meiden. Auch Bereiche mit Algenhaufen oder großen Algenanschwemmungen in flachem Wasser sind riskant.
Baden Sie nicht in der Nähe von Bootshäfen oder Anlegestellen, da es hier zu Verunreinigungen durch Vogelkot und das verbotene Entleeren von Bootstoiletten kommen kann. Vogelkot findet sich auch in der Nähe größerer Ansammlungen von Wasservögeln.
Beachten Sie an Hundestränden die zusätzliche hygienische Belastung durch Fäkalien am und im Wasser. Lassen Sie hier vor allem kleinere Kinder nicht baden.
Apropos Nachwuchs: Kleine Kinder dürfen erst im Alter von drei Monaten im Freien ins Wasser. Darauf weist der Landesverband der Kinder- und Jugendärzte in Köln hin. «Die Kleinen sind in den ersten Lebensmonaten noch sehr stark infektgefährdet», sagt Verband-Pressesprecher Hermann-Josef Kahl. «Es ist für die Kleinen noch eine Zeit der Umstellung und Reifeprozesse.» Eltern sollten ihre Kleinkinder am Meer oder im Schwimmbad zudem nie unbeaufsichtigt lassen und ihnen Schwimmflügel anziehen, so der Ärzteverband.
sca/ham/news.de/ap/dpa
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