Von news.de-Redakteurin Katharina Schlager
Ein Tattoo ist längst keine Entscheidung mehr fürs Leben. Ausgefeilte Lasertechnik lässt Totenköpfe, Anker und Arschgeweihe spurlos und risikofrei wieder verschwinden. Nur auf dem Konto hinterlässt das tiefe Spuren.
Wer sich bis in die frühen 1990er Jahre ein Tattoo hat stechen lassen, der tat das in dem Bewusstsein: Das ist Körperschmuck fürs Leben. Wer die Nase voll hatte von der Nixe oder dem Totenkopf am Unterarm, der musste mit einer schmerzhaften Prozedur und hässlichen Narben rechnen. Denn lange funktionierte eine Entfernung nur, indem entsprechende Hautflächen herausgeschnitten oder grob abgefräst wurden.
Diese Zeiten sind spätestens seit dem Jahrtausendwechsel vorbei. Denn die Lasertechnik ist soweit vorangeschritten, dass die schmückende Tinte ganz schonend, ohne Risiken und ohne Narben auch großflächig wieder entfernt werden kann.
Das gilt für fast alle Farben. Schwarz, Blau, Rot und Gelb machen dabei überhaupt keine Schwierigkeiten. Ungünstig sei aber Grün, schränkt die Hamburger Dermatologin Dr. Kirsten Wiese ein. Denn das verwandelt sich in ein wenig zierendes Türkis, anstatt zu verschwinden. «Davon würde ich die Finger lassen», so Wiese. «Das hat meist fatale Ergebnisse. Lieber solle man mit der grünen Tinte noch ein Weilchen warten. Denn: «Die Lasertechnik entwickelt sich immer weiter.»
Das Procedere funktioniert so: Die Pigmente des Tattoos, die wie eine verkapselte Scholle unter der Haut liegen, werden zersprengt. Die kleinen Fragmente rufen dann das Immunsystem auf den Plan und die körpereigenen Fresszellen schaffen die Teilchen weg. Zudem platzt die Haut oberflächlich leicht auf und einige Pigmente werden über einen hauchdünnen Schorf abtransportiert.
Mit jeder Sitzung verblasst das gestochene Bild. «Es kommt immer auf die Dichte der gesetzten Pigmente an, wie gut sich ein Tattoo entfernen lässt», so Wiese. Dünne Linien, verschwommene Ränder – alles kein Problem. Das verschwindet ohne großen Aufwand. Doch bei sattschwarzen dichten Flächen kann es schon mal etwas dauern und zwicken. Grund: Durch die Zersprengung entsteht Wärme – und die führt zu einem stechenden Gefühl. Je mehr zersprengt wird, desto unangenehmer die Behandlung.
Hohe Kosten - keine Krankenkasse
Aber auch um so teurer. Denn je größer die Masse an Pigmenten ist, desto länger sitzt Wiese mit dem nur drei Millimeter breiten Laserspot über der Haut der Patienten. Je nach Aufwand kann eine Sitzung zwischen 100 und 400 Euro kosten. Einige Tattoos sind in drei Sitzungen auf Nimmerwiedersehen verblasst. Andere, die ihres Körperschmucks überdrüssig geworden sind, müssen bis zu 20-mal in die Praxis kommen. Obwohl: «So einen Fall hatte ich bisher bei mir noch nicht», so Wiese. Die Kosten einer Entfernung können dann schnell auf einen vierstelligen Betrag klettern. Die Krankenkasse beteiligt sich an einem solchen Spaß nicht.
Ärgerlich sei dabei, dass man zu Anfang nie genau sagen könne, wie lange eine Entfernung dauert und damit wie teuer sie unterm Strich wird. «Das sind nur Erfahrungswerte und Schätzungen», so Wiese. Ist jemand besonders empfindlich, kann sich eine Behandlung durchaus zusätzlich in die Länge ziehen und die Kosten weiter nach oben treiben.
Wer seine Bilder wieder löschen möchte, muss anschließend seine Haut für eine Weile schonen. Denn nicht nur die Tintenpigmente werden zerschossen. Auch die hauteigenen Farbstoffe werden kurzfristig zerstört. «Die Haut ist dann gegenüber der Sonne vorübergehend ungeschützt», warnt Wiese. Ein ausgiebiger Nachmittag am Badesee oder im Freibad sowie Solariumsbesuche sollten zumindest für ein paar Wochen hintenanstehen. Wer dies nicht beachtet, der riskiere, dass die Haut auch dauerhaft eine leichte Farbveränderung behält. Das gilt vor allem für Menschen, die schon eine intensive Bräune mitbringen.
Immer jüngeres Klientel
Auch Saunas und Vollbäder stehen für eine Weile auf der Tabuliste, weil sie die bereits strapazierte Haut zusätzlich belasten würden. Wer sich ein sogenanntes Arschgeweih entfernen lässt, sollte zudem darauf achten, dass der Hosenbund nicht ständig über die betroffene Hautpartie scheuert.
Für Wiese ist die Laserbehandlung die eleganteste Art, sich von in Ungnade gefallenen Tattoos zu trennen. «Das ist eine Superinnovation», schwärmt sie. Aber die Methode hat auch ihre Grenzen. Hat ein Tätowierer etwa unregelmäßig gestochen und einige Pigmente sind im Fettgewebe gelandet, kann auch der Laser nichts ausrichten. Daran erkenne man im Nachhinein, ob jemand etwas von seinem Fach versteht. «Es passiert dann, dass das Tattoo zwar weg ist, aber kleine schwarze Punkte übrig bleiben», erklärt Wiese. Diese lassen sich dann nur noch durch Ausstanzen entfernen, wobei kleine Narben entstehen können.
Inzwischen hat Wiese oft auch junges Klientel. Vor einigen Jahren waren es nur ältere Menschen, die zu ihr kamen, um Tattoos loszuwerden, die sie über mehrere Jahrzehnte begleitet haben, aber nicht mehr zu ihnen passten oder weil die Rose bei der gealterten schlaffen Haut inzwischen herab hing.
Insgesamt hat der Kundenverkehr sowohl beim Stechen als auch beim Lasern in den vergangenen Jahren massiv zugenommen, so Wieses Eindruck. «Die haben sich das oft nicht richtig überlegt und haben nur einen Modetrend mitgemacht», schätzt Wiese. Ist ein Trend wieder «out», dann wird der Schmuck einfach wieder entfernt. Wie etwa das berüchtigte Arschgeweih, das vor ein paar Jahren seine Blütezeit feierte und unzählige untere Rücken zierte. Heute erntet das Kunstwerk nur noch abfällige Blicke.
ham/ivb/news.de
So etwas ist immer nachweisbar ,daß man dies hatte .Besonderst schwarz ,aber die Farben von der SS die sind oelhaltig und schwer zu entfernen . Es bleiben immer schwarze Stippen zurück . Unter den Arm haben die SS- Leute es gespritzt bei den Männer links bei den Frauen rechts das SS Zeichen.Manche hatten eine große Hauptversorgungsader des Menschens und da kann man es nich weg läsern lassen . Geht man da ran ,dann stirbt der Mensch.Eine Läserung und eine Veränderungsform ,die man an der Haut macht ist nachweisbar .
jetzt antwortenKommentar melden