Botox Faltenfrei, aber begriffstutzig

Botox-Spritzen glätten zwar die Stirnfalten, vermindern aber auch ein wenig die Denkkraft. Nach Vermutungen von US-Forschern benötigt das Gehirn ein Feedback der Gesichtsmuskeln, um Emotionen steuern zu können.

Botox (Foto)
Einer Studie zufolge schränkt Botox die Denkfähigkeit ein. Bild: ddp

Um Beschreibungen von Zorn, Ärger und Trauer besser zu verstehen, ziehen wir die Stirn in Falten. Wer seine Stirn nicht ordentlich bewegen kann, verstehe auch Emotionen weniger leicht, die mit Stirnrunzeln einhergehen.

Das Team um David Havas von der Universität Wisconsin-Madison hat 20 Frauen vor und nach einer Botox-Behandlung einem Sprachtest unterzogen. Nach der Therapie benötigten die Frauen eine Sekunde länger, um etwa folgenden Satz zu verstehen: «Sie verabschieden sich von einem guten Freund, den sie nie wieder sehen werden.»

Eine Sekunde Verzögerung klinge zwar nicht besonders lang, sagte Havas laut Magazin «Bild der Wissenschaft». Sie genüge aber, um gewisse emotionale Schwingungen in einem Gespräch nicht mitzubekommen. Nach Vermutungen der Forscher benötigt das Gehirn ein Feedback der Gesichtsmuskeln, um Emotionen steuern zu können.

sca/reu/news.de/dpa

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