Von news.de-Redakteur Andreas Schloder
Der heutige Tag macht wieder einmal deutlich, welche Defizite es im Gesundheitssystem gibt. Während jahrelang nur die Qualität von Pflegeheimen diskutiert und verändert wurde, fand die häusliche Pflege nur wenig Beachtung. Doch die Probleme holen uns jetzt ein.
Warum braucht es immer erst einen nationalen oder internationalen Tag, um auf Missstände in unserer Gesellschaft hinzuweisen? Und das Gesundheitssystem gerade im Hinblick auf die Versorgung und Pflege von chronisch Kranken oder alten Menschen ist eine Dauerbaustelle. Keine neue Nachricht. Doch die heute veröffentlichten Zahlen sprechen Bände und zeigen, dass man mit den Aufräumarbeiten deutlich zurückliegt.
Während die Regierungsparteien in den vergangenen Jahren damit beschäftigt waren, die Pflege in Heimen oder in der Ambulanz einem gewissen Qualitätsmanagement zu unterziehen, sind der häusliche Aspekt der Pflege und die Bedürfnisse und Wünsche der Pflegenden bislang nur spärlich in den Fokus gerückt worden. Die Gesellschaft scheint die Last des Alterns und der Krankheiten zu verdrängen und verschiebt das Problem auf stationäre Einrichtungen. Vermeintlich jeder hat in seinem Verwandten- oder Bekanntenkreis schon einmal die Erfahrung gemacht, wenn man die Probleme bei der Pflege eines Angehörigen, beispielsweise einem Demenzkranken, anspricht und als Resonanz zurück bekommt: Warum machst du das eigentlich noch selber? Wäre ein Heim nicht besser – auch zur eigenen Entlastung?
Einerseits nur verständlich, diesem Rat nachzugeben und die Pflegenden dazu zu ermutigen, um deren unfassbarer Selbstaufopferung ein Ende zu setzen. Andererseits gibt es doch nichts Schöneres, den Angehörigen das Gefühl und die Geborgenheit zu lassen, die nur die eigenen vier Wände geben können.
Wenn es schon den Tag der Pflege gibt, dann sollte er mit dem Dank an alle Pflegenden verbunden sein, der sich in Worte gar nicht fassen lässt.
sgo/ivb/news.de
Meine Person will niemanden zur Last fallen . Wenn es nicht mehr geht,dann eben Pflegeheim oder die bezahlte Pflege in Anspruch nehmen zu Hause .Ich bezahle lieber ,als daß ich mir die Last auferlege andere das Leben schwer zu machen .Na , Pflegegeld bezahle ich doch dann nicht umsonst .Unsre Hausgemeinschaft ist eine sehr gute ,wir helfen uns auch in kleinen Dingen jetzt schon ,die im täglichen Leben anfallen .Hier habe ich es erst kennen gelernt,daß man sich auch bereit ist sich untereinander zu helfen . 30 Jahre habe ich wo anderst gewohnt ,da kannte man so was nicht .
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