Wir brauchen mehr Sonnentote
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Von news.de-Redakteurin Katharina Schlager
Artikel vom 07.05.2010
Die Zahl der Hautkrebstoten steigt in Deutschland rasant an. Schuld an der beunruhigenden Situation: Die in der deutschen Kultur verankerte Sonnenanbeterei. Das ästhetische Bräuneideal steht dem Erfolg einer Früherkennung im Weg.
Es sitzt in den Köpfen der Deutschen immer noch fest: Sonnenbräune ist gesund und wer blass ist, sieht schon von weitem krank aus. Der erholsame Urlaub soll also bitte schön auch unbedingt an der Gesichtsfarbe erkennbar sein.
Ein Trip in den Süden und das Badetuch am heiß besonnten Sandstrand gehören inzwischen genauso zur deutschen Kultur wie Gartenzwerge, Goethe, Fußball und die Bockwurst mit Kartoffelsalat. Und wer sich die regelmäßige sonnentankende Auszeit nicht leisten kann – oder aber das ganze Jahr diese gegenüber seinem Umfeld vorgaukeln möchte -, der springt zu günstigen Konditionen ins Solarium. Schließlich ist das farbliche Gesundheitsideal schon lange auch ins ästhetische Muss der Mode aufgestiegen und hält sich dort hartnäckig.
Was wir seit beinahe 40 Jahren so unbeschwert fest in unseren Jahreskalender einplanen oder im künstlichen Schein des Sonnenstudios so begeistert betreiben, hat aber einen hohen Preis. Mit jahrzehntelanger Verzögerung reagiert die Haut auf die maßlose Sonnenanbeterei und wuchert bösartig vor sich hin. Dass Hautkrebsvorsorge sich noch nicht als erstrebenswerter Trend durchgesetzt hat, tut ihr übriges, um die Zahl der Todesfälle nach oben zu treiben.
Hätten wir diese Konsequenzen schon vor Jahrzehnten gekannt, dann hätten wir vielleicht die vornehme Blässe zum erstrebenswerten Gesichtston erklärt. Doch jetzt ist das Idealbild des ach so gesund braungebrannten hübschen Teints nicht mehr so leicht aus unserer Wertevorstellung zu verbannen. Es müssen wohl noch viel mehr Menschen als die bereits jährlich 3000 Opfer sterben, bevor die Hautbräune wieder mit Maß und Vorsicht nur in den Sommermonaten die Gesichter einfärbt und nahtlose Oberkörperbräune einzig schwitzenden Bauarbeitern vorbehalten ist.
kas/reu/news.de
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Zwischen z'wenig und z'viel liegt's Narrenziel! Weder vornehme Blässe noch ein verbrutzelter Teint sind erstrebenswert - weder optisch noch gesundheitlich betrachtet. In diesem äußerst einseitigen Artikel werden nur die neg. Seiten der Sonne beschrieben und die gesundheitl. pos. Aspekte (Vitamin D + Glückshormone) werden gänzlich totgeschwiegen. Sonnenabstinenz kann aber sehrwohl zu Mangelerscheinungen des Körpers führen - wie Vitamin-D-Defizite in Form von Muskelschwäche und erhöhter Infektionsanfälligkeit. Ein vernüftiger Umgang mit der Sonne ist angesagt anstatt Polemik und Panikmache!!!
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