Apitherapie Die sechs bienenstarken Heiler

Wer die emsige Produktion der Bienen auf Honig reduziert, verpasst eine riesige Heilpalette. Sechs verschiedene Produkte stammen aus den Bienenstöcken und bereichern die Apitherapie. News.de verrät, welche es sind und wie sie zum Einsatz kommen.

Bienenprodukte (Foto)
Honig. Wachs, Pollen, Propolis, Bienengift und Gelee Royal sind die hochwertigen Produkte aus dem Bienenstock. Bild: ddp

Honig:
Der leckere, süße Dicksaft enthält neben verschiedenen Zuckerarten wertvolle Enzyme. Er wirkt antiseptisch und hat je nach nektarspendenden Pflanzen spezielle Wirkungen zu bieten. Der Honig ergänzt das Frühstück als gesunder Brotaufstrich, verstärkt die Wirkung von Erkältungstee und kann in warmer Milch als sanftes Schlafmittel angewandt werden. Aber Vorsicht: Der Honig sollte erst eingerüht werden, wenn das Getränk trinkwarm ist. Bei Temperaturen über 40 Grad werden wertwolle Wirkstoffe zerstört.

Der Honig hat in den vergangenen Jahren eine Renaissance in der Wundheilung erlebt. Außerdem steckt er in vielen Salben und Kosmetika und wirkt bei einer Honigmassage entschlackend und anregend. Indikationen, die für die Anwendung von Honig sprechen, sind Appetitlosigkeit, Leistungsschwäche, Herz- und Kreislaufschwäche, Erkrankungen der Atemwege sowie Hyperaktivität und Magen-Darm-Erkrankungen. Auch wenn unter den Honigsorten im Supermarkt sich durchaus Qualität befindet, die für den Löffel im Tee ausreicht, muss es für therapeutische Zwecke besonders gewonnener Honig aus der Region sein.

Alternative Heilmethoden: Ganzheitlich oder unheimlich?

Pollen:
Wer gegen Blütenpollen allergisch ist, sollte sich sehr vorsichtig an Pollen herantasten. Aufgelöst in Naturjoghurt kann das Kraftpaket sehr gut wie eine Kur angewandt werden. Wem die Dosierung allerdings zu hoch ist, sollte es lieber mit Blütenhonig probieren. Ein Problem der Pollen ist, dass eine hohe Qualität nicht das ganze Jahr über so einfach zu garantieren ist. Pollen können als Nahrungsergänzungsmittel gehandhabt werden, um das Immunsystem zu stärken. In Pollen stecken alle Vitamine, Spurenelemente und essentiellen Aminosäuren. Erfolgreich eingesetzt werden Pollen auch bei Lebererkrankungen, Sehschwäche, Potenzschwäche beim Mann, bei Stress und Leistungsschwäche. Auch schnell wachsende Kinder können von Pollen profitieren.

Gelee Royal:
So wird der Futtersaft genannt, der für die Bienenkönigin bestimmt ist. Gelee Royal ist damit ein wertvolles Nahrungsergänzungsmittel, das nicht nur das Immunsystem stärkt, sondern auch bei Virusinfektionen den Körper unterstützen kann. Der Königinnensaft kommt auch bei der Tumortherapie begleitend zum Einsatz und hat positive Auswirkungen auf den Hormonhaushalt.

Bienenwachs:
Nicht nur Kerzenfans können von dem Bienenwachs profitieren. Der Baustoff der Insekten findet in der Apitherapie als Auflagen und Wickel in Verbindung mit Wärme durch seine ätherischen und balsamischen Stoffe Verwendung zur lokalen Behandlung bei schmerzhaften, chronischen Erkrankungen des Bewegungsapparats, etwa Rückenschmerzen, Arthrose oder Rheuma. Auch in Salben und Zäpfchen wird Bienenwachs eingesetzt.

Bienengift:
Bevor eine Bienengift-Therapie in Betracht gezogen werden kann, muss genau überprüft werden, ob eine Allergie vorliegt. Ist der Patient unempfindlich, dann kann das Gift effektiv gegen Rheuma und degenerative Erkrankungen des Bewegungsapparats eingesetzt werden. In Japan gab es schon durchschlagende Erfolge mit Multiple-Sklerose-Patienten. Bei der Gewinnung wird darauf geachtet, dass die Biene den Stich überlebt.

Propolis:
Pflanzen schützen sich mit Propolis gegen Viren und Pilze. Die Bienen sammeln den Stoff ein und schützen damit ihren Bienenstock. Das natürliche Antibiotikum ist deshalb so einzigartig, weil jedes Bienenvolk es in unterschiedlicher Zusammensetzung sammelt und produziert. Somit hat es eine breite Wirkung ohne Resistenzbildung. Propolis stärkt das Immunsystem und wird in Form von Tinkturen, Kapseln, Lutschtabletten, Salben, Zäpfchen und Inhalationen angewandt. Zu den Einsatzgebieten gehören Entzündungen, Atemwegsinfektionen, Asthma, Neurodermitis sowie Depressionen.

sca/reu/news.de

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Leserkommentare (1) Jetzt Artikel kommentieren
  • Birgit M
  • Kommentar 1
  • 10.05.2010 17:19

Sehr interessanter Artikel. Ich verwende seit Jahren Blütenpollen, Honig und Bienenwachs im Haushalt. Mir tut es sehr gut. Zum Thema habe ich auch noch das hier gefunden: http://www.bio-bluetenpollen.de/bienenprodukte-nahrungserganzungsmittel Grüße Birgit

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