Sa., 26.05.12

Pickel 17.05.2010 Ausdrücken verboten

Akne richtig behandeln (Foto)
Gegen unreine Haut hilft oft schon eine reinigende Waschlotion. Bei einer hartnäckigen Akne muss aber der Hautarzt ran. Bild: dpa

Die Pubertät ist eine harte Zeit. Insbesondere, wenn man nicht mit einer reinen Haut gesegnet ist und ständig gegen Pickel oder Akne kämpft. Doch Betroffene müssen sich den Pusteln nicht geschlagen geben.

Viele Mädchen und Jungen leiden sehr unter dieser Krankheit. Doch die Behandlungsmöglichkeiten sind heute so gut wie nie zuvor. Und Betroffene können selbst etwas gegen die Akne tun. Vor allem gilt: Finger weg von den Pickeln.

Etwa 80 Prozent der 12- bis 14-Jährigen leiden unter Akne - das gilt für Jungen und Mädchen gleichermaßen. «Es betrifft im Prinzip fast alle», sagt Hans-Georg Dauer vom Berufsverband der Deutschen Dermatologen in Berlin. Akne trete aber in unterschiedlichen Ausprägungen auf. Die Veranlagung trage jeder in sich, in der Pubertät komme es aber durch die Produktion von Geschlechtshormonen zu einem vermehrten Auftreten.

Damit fällt die Hautkrankheit in eine Zeit, in der Jungen wie Mädchen äußerst sensibel für ihr Äußeres sind. Schließlich wird zu dieser Zeit geflirtet, was das Zeug hält. «Da kommt es viel auf das Gesicht an», sagt Diplom-Psychologin Angela Wagner aus Wiesenbach in Baden. Viele Betroffene glaubten, die Akne entstelle sie.

Akne ist nicht gleich Akne, erklärt Attila Antal von der Klinik für Dermatologie und Allergologie an der Universität München. Man unterscheide verschiedene Formen und Stadien, die auch verschiedene Therapieansätze erfordern. Eine leichte Akne, die von Mitessern und unreiner Haut geprägt ist, könne oft durch reinigende, pH-neutrale Waschlotionen kontrolliert oder verringert werden. Ein übliches Hautpflegeprodukt aus der Drogerie reiche aus.

Ist die Akne aber schlimmer, bleibe oft nur der Gang zum Hautarzt. Bei einer leichteren Ausprägung helfen einfache medizinische Substanzen und Vitaminprodukte. Wichtig sei außerdem, ölfreies Make-up aufzutragen, das die Poren nicht verklebt. «Ist der Akne auch damit nicht beizukommen, kann man über den Einsatz von Hautantibiotika in Form von Gels, Cremes oder Lösungen nachdenken.» Die sollten aber nur verwendet werden, wenn sich die Akne in Form von Rötungen und Pusteln bemerkbar macht. Ist das Mittel zu stark, gingen vielleicht die Pickel weg, dafür trockne aber die Haut rundherum aus und werde schuppig.

Besser ist es, wenn die Akne sich erst gar nicht so schlimm entwickelt. «Aus einer leichten kann auch eine schwere Akne werden, wenn der Betroffene die Dinge einfach laufen lässt», warnt Antal. Grundsätzlich sollten Jugendliche mit Akne die Hände aus dem Gesicht lassen. Das heißt: Pickel dürfen nicht selbst ausgedrückt werden, denn an den Händen befinden sich Keime, die zu einer Verschlimmerung führen können - möglicherweise sogar zu Narbenbildung.

Studien haben gezeigt, dass auch der übermäßige Genuss von Molkereiprodukten eine Akne verschlimmern kann, erklärt Antal. Sonnenlicht helfe den Patienten entgegen vieler Gerüchte auch nicht. Das Solarium sei ebenfalls tabu. Akne habe auch nichts mit mangelnder Hygiene zu tun. Sie trete im Gegenteil eher bei Mädchen und Jungen auf, die sich zu oft waschen.  

naf/sca/reu/news.de/dpa
Leserkommentare (1) Jetzt Kommentar zum Artikel schreiben
  • Christian Kraus
  • Kommentar 1
  • 17.05.2010 10:35
 

In der Pubertät hatte ich ebenfalls eine mittelschwere Akne-insbesondere im Gesicht u.auf den Schultern/Rücken.Da ich noch dazu einen starken Haarwuchs/Bartwuchs habe-konnte ich -ohne die "Pickel" auszudrücken-mich nicht rasieren.Die Pickel wurden sonst beim Rasieren aufgeschnitten.Ich habe deshalb mir die größten Pickel selbst ausgedrückt-und empfehle das auch heute noch.Voraussetzung:Hände und Finger besonders gut waschen (besonders die Fingernägel gut säubern-wichtig-mit einem getränkten Wattebausch arbeiten,getränkt mit was? Ich habe PITRALON-Rasierwasser genommen-brennt zwar höllisch...

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