Putzmittel Der reinste Chemie-Cocktail

Auch Hausmittel reinigen gut (Foto)
Lieber Zitronen als Chemiekeulen. Dann beinhaltet der Putzschrank auch keine giftigen Gefahren. Bild: dpa

Von news.de-Redakteurin Nadine Faßhauer
Wenn schon putzen, dann richtig, denkt sich mancher und greift zu scharfen Mitteln. Es soll ja kein Keim übrig bleiben. Doch statt Hygienesicherheit droht dann oft Gefahr. Sanfte Hausmittel sind dagegen meist genauso gut, billiger und vor allem nicht giftig.

Beim Putzen kommen oft Chemiekeulen im Kampf gegen Bakterien und Keime zum Einsatz. Doch das kann gefährlich werden: Wenn verschiedene Putzmittel gleichzeitig verwendet oder sogar gemischt werden, können etwa giftige Dämpfe entstehen. «Je nach Inhaltsstoffen sind Verätzungen an Händen, Augen oder Atemwegen möglich», warnt der Chemiker Andreas Strob.

Besonders kritisch ist die Kombination von chlorhaltigen Rohrreinigern oder Desinfektionsmitteln mit säurehaltigen Flüssigkeiten wie etwa Salz-, Essig- oder Zitronensäure. Wer den Rohrreiniger in den Abfluss schüttet und das Waschbecken anschließend mit einem säurehaltigen Mittel putzt, setzt giftiges Chlorgas frei, das die Atemwege angreift.

Viele WC-Reiniger, Kalk- und Schimmelentferner haben zudem aggressive Inhaltsstoffe, die sich nicht mit anderen Substanzen vertragen. «Verschiedene Mittel zu mischen, sollte auf jeden Fall tabu sein», betont Strob. Zudem sei es ratsam, die Etiketten immer gründlich zu lesen und Warnungen ernst zu nehmen», rät Strob. Auch sollten Eltern bedenken, dass ein Schrank voller gefährlicher Chemikalien für den Nachwuchs eine große Gefahrenquelle darstellt.

Frühjahrsputz
Es muss nicht immer Chemie sein

Gerne greift die Hausfrau zu antibakteriellen Reinigungsmitteln. Doch dieser Sauberkeitseifer ist völlig unnötig. Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) rät sogar von antibakteriellen Mitteln im Haushalt grundsätzlich ab. Begründung: Fast alle Haushaltsbakterien seien harmlos. Ihr Einwirken auf den menschlichen Organismus könne sogar seine Abwehrkräfte stärken.

Ökologische Putzmittel stellen eine sinnvolle sanftere Alternative dar. Sie reinigen schonend, sind aber dennoch effektiv. So sind etwa Backpulver, Zitronen- oder Essigsäure wahre Wunderwaffen gegen Flecken. Der Gang in den Garten zaubert eifrige Helfer hervor. Brennnesseln eignen sich etwa für verdreckte Fenster. Einfach mit heißem Wasser übergießen, kurz einwirken lassen und mit dem Büschel die Fenster schrubben. Wer seine Schuhe wieder zum Glänzen bringen möchte, zweckentfremdet einfach eine Bananenschale. Den Schuh mit der Schale abreiben und nachpolieren. Und schon glänzt die Fußbekleidung wieder. Die Energie dazu, liefert die vorher gemampfte Banane.

Wer dennoch nicht auf die Putzmittel verzichten möchte, sollte zumindest welche verwenden, die mit dem Blauen Engel gekennzeichnet sind. Diese Reinigungsmittel wirken verhältnismäßig umweltschonend und sind biologisch gut abbaubar. 

kat/news.de/dpa

Leserkommentare (1) Jetzt Artikel kommentieren
  • Claude
  • Kommentar 1
  • 26.10.2012 11:42

Ich hab ne Frage, meine Schwägerin ist Putzfrau und kommt fast jeden Tag mit Putz und Reinigungsmitteln in berührung ! Jetzt ist die gute sehr schwer erkrankt, hatt hölliche Kopfschmerzen und sie bekommt jetzt auch immer öfters epileptische Anfälle ! sie ist schon bei mehreren Spezialisten gewesen, aber es hat sich nichts verändert, eher noch verschlechtert ! mein Vedacht ist dass es von diesen Putzmittel kommen könnte, und ich weiss nicht op sie deswegen schon eine Untersuchung gemacht haben ! Vieleicht weiss ja einer Rat ??? Bedanke mich im voraus!

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