29.04.2010, 11.31 Uhr

Sport nach der Geburt: Vom Kreißsaal ins Fitnessstudio

Wenn Arzt und Hebamme grünes Licht geben, können Frauen etwa vier bis sechs Wochen nach der Geburt anfangen, wieder Sport zu treiben. Dabei dürfen Bauch- und Rückenmuskulatur sanft belastet werden. Aber: Immer schön langsam.

Nach der Geburt langsam mit dem Sport starten. Bild: iStock photo

Wer nach der Entbindung wieder etwas für seinen Körper tun möchte, sollte nicht gleich von Null auf Hundert gehen, rät der Professor Ingo Froböse vom Zentrum für Gesundheit der Deutschen Sporthochschule Köln. «Zehn Minuten leichte Dehnübungen für Bauch und Rücken alle zwei Tage reichen schon, so dass sie dabei ein leichtes Brennen in der Muskulatur verspüren.» Dann sei die Intensität genau richtig.

Vor allem Yoga und Pilates eignen sich, weil dadurch gezielt der so «strapazierte» Beckenboden wieder in Form gebracht wird. Nach zwei bis drei Monaten ist dann auch richtiges Training im Fitnessstudio in Ordnung. «Versuchen Sie, den Stoffwechsel in Fahrt zu bringen, indem Sie Bewegung in Ihren Alltag integrieren», rät Froböse. «Gehen Sie kurze Wege lieber zu Fuß, statt das Auto zu nehmen, oder gehen Sie die Treppen anstatt mit dem Aufzug zu fahren.»

Schon 20 bis 30 Minuten Bewegung am Tag genügten, um fit zu werden. Und das gehe auch mit dem Baby prima. «Als Ausdauertraining nehmen Sie sich Kind und Kinderwagen und unternehmen Sie einen 30-minütigen zügigen Spaziergang an der frischen Luft», empfiehlt der Wissenschaftler. Später kann das Training weiter ausgebaut werden. Sportarten wie Walking, Schwimmen oder Radfahren eignen sich sehr gut.

Vorsicht ist allerdings nach einem Kaiserschnitt geboten. Hier sollte zunächst die Wunde verheilt sein. Normalerweise dauert das vier bis sechs Wochen. Währenddessen ist Sport tabu. Wenn Arzt und Hebamme einverstanden sind, dürfen leichte Dehnübungen erfolgen, die auch bei der Wundheilung helfen.

 

naf/news.de/dpa

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