Montagsdiät Nur 24 Stunden Disziplin

Montagsdiät (Foto)
Wer jeden Montag konsequent auf die Kalorienbremse drückt, der muss auch keine langen Hungerkuren einlegen, damit das Sommerkleid passt. Bild: DAK

Katharina SchlagerVon news.de-Redakteurin
Langwierige Diäten sind meist schwer durchzuhalten und bringen einen Jojo-Effekt mit sich. Doch soweit muss es nicht kommen. Wer montags einen Schlanktag einlegt, braucht erst gar nicht gegen überschüssige Pfunde anzukämpfen.

Eigentlich hat man seinen Essrhythmus unter der Woche ganz gut im Griff. Morgens Müsli, Mittags einen Salat und abends zwei Scheiben Brot. Zwischendurch darf's dann ruhig mal eine Praline sein. Oder aber der gesunde Apfel. Eigentlich dürften die Hüften über so ein Kalorienbewusstsein erfreut sein und rank und schlank in jede Hose passen.

Doch die Realität sieht für viele ganz anders aus. Denn nach dem Alltag von Montag bis Freitag lauert das gefährliche Wochenende. Hier mal Gäste, für die man etwas ausgiebiger kocht, dort eine Feier, bei der sich die Tische biegen, ein großer leckerer Eisbecher beim entspannten Stadtbummel und den faulen Tag auf dem Sofa mit Fernsehen und Chipstüte hat man sich sowieso verdient.

Dass zudem beim Energie tanken daheim der Weg zum gefüllten Kühlschrank oder Süßigkeitenregal wesentlich kürzer ist als im Büro zum nächsten Bäcker, tut sein Übriges. Man hat halt viel Zeit zum Naschen. Außerdem stimmt der Verdauungsrhythmus überhaupt nicht mit der Essenstaktung überein, weil schon das Frühstück erst nach dem gemütlichen Ausschlafen im Magen landet. Bei so viel Durcheinander kommt der Stoffwechsel einfach nicht mit.

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Und schwups teilt die Waage montags morgens das kleine Mehr mit, dass bei fehlender Gegenmaßnahme sich über die Woche zu schwabbeligem Hüftgold anhäuft. Wiederholt sich das Ritual, werden aus dem einen Pfund des Wochenendes schnell zehn Kilo, die sich nur mit viel Quälerei wieder herunterhungern lassen.

Niemand hat plötzlich 20 Kilo Übergewicht

Dagegen hat Susanne Ploog ein praktisches und alltagstaugliches Patentrezept gefunden: Die Montagsdiät. «Denn keine wacht morgens auf und hat – nanu – über Nacht zehn, zwanzig Kilo zugenommen», argumentiert Ploog. Die Illusion, die Wochenenden könnte man dauerhaft brav in den Griff bekommen, sei aber einfach nicht realistisch. Und jedes Jahr die angefressenen Pfunde in wenigen Wochen wieder abzutrainieren oder durch Kalorienentzug zu schmelzen, ist weder gesund noch macht es Spaß.

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Stattdessen reicht es, jeden Montag einen Schlanktag einzulegen. Nur 24 Stunden Disziplin. Aber das bitte konsequent. Damit setzen sich die Pfunde gar nicht erst bis zur Mitte der Woche fest und die schwachen Momente des Wochenendes können ohne schlechtes Gewissen einfach genossen werden. Das Gewicht lässt sich dauerhaft stabil halten.

Damit nicht einfach nur das Nahrungschaufeln an Montagen gedrosselt wird, der Magen knurrt und bei der ersten angebotenen Praline der Kollegin der Wille schwächelt, hat Ploog gleich zehn Schlankkonzepte ausprobiert und auf ihre Alltagstauglichkeit getestet.

Nur kein Heißhunger

Mal beginnt Ploog ihren Tag mit Reis, auf den nur etwas Zimt gestreut wird, dann wieder gibt es nur Flüssignahrung oder ein knappes Kilo Kartoffeln begleiten den Tag, mit frischen Kräutern und etwas Quark aufgepeppt. Der Tagesplan ist aber meist straff und mit kleinen Häppchen und Teesorten gefüllt, die sich ganz positiv auf die Fettverbrennung auswirken und den Magen füllen.

Ziel: Nur kein Heißhunger und keine Ausrutscher. Je leichter einem das fällt, desto besser. Natürlich ist der Aufwand beim Rohkosttag durch die viele Schnippelei aufwendiger als am Suppentag, an dem die vorgekochte Suppe nur des Aufwärmens bedarf und in Massen geschlürft werden darf. Auch ist der Tag der Schlankdrinks wesentlich härter durchzuhalten, weil der Magen nach fester Nahrung giert, während es mit Kartoffeln oder Reis teilweise so üppig ist, dass es fast schon schwerfällt, alle Portionen aufzufuttern.

Die Erfolge können sich aber alle sehen lassen. Zwischen 600 Gramm und 1,5 Kilogramm zeigt die Waage am nächsten Morgen weniger an. Und schon ist das Zuviel vom Wochenende weg und man kann wieder in den Alltag ohne großen Verzicht übergehen.

Und natürlich: Sollte es an einem Montag mal mit der Motivation so gar nicht klappen oder ein wichtiger Anlass einen kalorienreichen Strich durch die so ambitionierte Rechnung machen, dann lässt sich die Montagsdiät natürlich auch mal auf einen Dienstag schieben. Nur weglassen sollte man sie nicht.

Lesetipp: Susanne Ploog: Die Montagsdiät – Raus aus der Wochenendfalle, Naumann & Göbel Verlag, 144 Seiten, 9,95 Euro.

sca/reu/news.de

Leserkommentare (2) Jetzt Artikel kommentieren
  • bmari ayue
  • Kommentar 2
  • 15.11.2011 09:42

n raus aus der Essroutine – das erleichtert in vielerlei Hinsicht. Das Durchhalten fällt leicht, discount basketball shoesweil es sich ja jeweils nur u

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  • Silvia Penna
  • Kommentar 1
  • 22.03.2010 19:36

Ich mache diese Diät jetzt seit einem Monat und bin sehr zufrieden. Die montägliche Essbremse hilft nicht nur gegen Kilos, sondern macht auch tatsächlich fit. 24 Stunden raus aus der Essroutine – das erleichtert in vielerlei Hinsicht. Das Durchhalten fällt leicht, weil es sich ja jeweils nur um einen Tag handelt. Was mir auch gefällt: Die Praxis-Tests der Autorin weisen auf mögliche Fallen hin, sind sehr unterhaltsam geschrieben und motivieren.

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