Sa., 26.05.12

Welt-Pistazien-Tag 26.02.2010 Die lächelnde Nuss

Pistazien (Foto)
Am 26. Februar ist Welt-Pistazien-Tag: Es steckt viel Gesundheit in den kleinen grünen Nüssen. Bild: news.de

Der Welt-Pistazien-Tag ist ein guter Anlass, mehr über die Pistazie zu erfahren: ihre Geschichte, wie sie weltweit konsumiert wird und über die gesundheitlichen Vorteile der kleinen grünen Nuss.

Pistazien genießt man heutzutage weltweit auf unterschiedliche Art und Weise: In Deutschland isst man sie gern als Alternative zu Chips und Salzstangen beim Fernsehen, bei Fußball und Bier oder bei der Arbeit im Büro. In China wird die Pistazie als «fröhliche Nuss» bezeichnet, weil es so aussieht, als ob sie lächelt.

In Indien sind Pistazien ein wesentlicher Bestandteil der täglichen Ernährung. Die Inder glauben nämlich daran, dass die Nüsse wegen ihrer Würze den Körper warm halten. In Frankreich sind Pistazien Teil des Aperitifs. Vor dem Essen werden ein leichtes Getränk und ein Snack wie etwa Pistazien serviert. So wird der Appetit angeregt.

Obwohl viele Menschen Pistazien vor allem wegen ihres köstlichen Geschmacks und dem Knackerlebnis essen, ist die Pistazie auch voller guter Nährstoffe. Sie ist sogar die nährstoffreichste aller Nüsse: mehr als 30 verschiedene Vitamine, Mineralien und PhytosterolePhytosterole (Phytosterine) sind natürliche Bestandteile von pflanzlichen Fetten und Ölen. Sie ähneln in ihrer chemischen Struktur dem Cholesterin und bilden die Vorstufen von Vitaminen und Hormonen (Steroide). Phytosterole sind Bestandteile von Zellmenbranen und können regulierend auf zahlreiche Prozesse einwirken. Sie haben unter anderem die Eigenschaft Entzündungsreaktionen zu unterbinden. sind in ihr enthalten.

Pistazien stärken das Immunsystem und beugen Erkältungen vor. Ihr hoher Gehalt an Kalium reguliert den Säure-Basen-Haushalt des Körpers und hilft beim Entschlacken. Pistazien sind reich an Folsäure, was besonders wichtig ist in Schwangerschaft und Stillzeit. Für schöne Haut sorgt das Kombipaket Lecithin und Vitamin E.

Möglicherweise schützen Pistazien sogar vor Lungenkrebs und anderen Krebsarten. Denn die Nüsse enthalten viel Gamma-Tocopherol, eine Form von Vitamin E, erläutert die Deutsche Lungenstiftung in Hannover. Das Vitamin gilt als Radikalenfänger beziehungsweise Antioxidans, das vor Zellalterung schützt. Diese Schutzfunktion könne das Risiko für die Entwicklung eines Krebsleidens senken.

Die Stiftung beruft sich auf eine US-amerikanische Untersuchung. Die Studienteilnehmer aßen sechs Wochen lang 68 Gramm Pistazien pro Tag - zusätzlich zu ihrer gewohnten Ernährung. Dadurch stieg ihre Zufuhr an Gamma-Tocopherol deutlich an. Eine Überdosierung von Vitamin E sei nicht zu befürchten, da es im Gegensatz zu anderen fettlöslichen Vitaminen nicht im Fettgewebe des Körpers angereichert wird. Vielmehr scheiden Leber und Niere es rasch aus, so die Stiftung.

Pistazien haben allerdings einen hohen Fettgehalt. Wer sie in größeren Mengen isst, nimmt also leicht zu. Empfohlen werden 30 Gramm (ohne Schale) pro Tag, am besten ungeröstet und ungesalzen. Das entspricht etwa 30 bis 40 Pistazienkernen und 160 Kalorien.

car/ivb/news.de/dpa
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