So., 12.02.12

Brustkrebs Mammographie bald Geschichte?

Artikel vom 25.02.2010

Bonner Forscher stellen die Mammographie als unverzichtbares Mittel der Brustkrebs-Früherkennung infrage. Sie fordern einen stärkeren Einsatz der Magnetresonanz-Tomographie (MRT), die laut Studie deutlich mehr Tumore korrekt erkannt hat.

An der Studie nahmen 687 Frauen mit erhöhtem Brustkrebsrisiko teil. Über fünf Jahre wurden sie jährlich mittels MRT, Mammographie und Ultraschall untersucht. Bei 27 von ihnen fanden die Mediziner in diesem Zeitraum Brustkrebs oder Brustkrebs-Vorstufen. Die MRT-Untersuchung erkannte 25 Erkrankungen - ein Anteil von 93 Prozent. Der Ultraschall kam nur auf 37 Prozent und die Mammografie auf 33 Prozent.

Die Wissenschaftler schließen daraus, dass zukünftig auch Frauen mit nur mäßig erhöhtem Risiko eine MRT zur Früherkennung angeboten werden sollte. Zudem genüge bei Frauen mit extrem hohem Risiko dieses Verfahren. Die Studie zeige, dass bei einer MRT-Früherkennung die Entdeckungsrate von Brustkrebs oder Brustkrebs-Vorstufen durch eine Mammographie oder Sonographie nicht zu verbessern sei.

Damit stellen die Forscher die geltenden Leitlinien zur Früherkennung infrage. Diese empfehlen, dass die rund 450 Euro teure MRT ausschließlich zusätzlich zu Mammographie und Sonographie eingesetzt wird. Insbesondere die Mammographie (rund 110 Euro) galt als unverzichtbar.

Die Experten verweisen in ihrer Studie auch auf das Risiko der Strahlenbelastung bei der Mammographie insbesondere für jüngere Frauen, deren Brustdrüsengewebe sehr viel strahlenempfindlicher sei. Gerade bei jungen Frauen mit sehr hohem genetischen Risiko sei daher das Verhältnis von Nutzen und Risiko einer Mammographie immer schon fraglich gewesen, sagt Studienleiterin Prof. Christine Kuhl von der Radiologischen Universitätsklinik Bonn. Die aktuellen Ergebnisse zeigten: Werde eine MRT gemacht, so sei der Nutzen der Mammographie bei diesen Frauen gleich null. «Damit kann und sollte die Mammographie bei diesen Frauen unterbleiben», so Kuhl.

sca/iwi/reu/news.de/dpa
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Brustkrebs: Mammographie bald Geschichte? » Gesundheit » Nachrichten

URL : http://www.news.de/gesundheit/855046068/mammographie-bald-geschichte/1/
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Leserkommentare (1)
  • Kommentar: 1
  • 11.07.2011 19:52
von
Carmen Rob

Den Knoten auf der linken Brust konnte man aber direkt unter der Haut erfühlen 0,7 cm groß. Die Ärzte im Brustzentrum Schlump,Hamburg schickten mich nach Hause und empfahlen mir in einem Jahr wieder zu kommen.Das habe ich gemacht. Wieder Mammo und Sonographie ohne Befund.Dann habe ich darauf bestanden den Knoten entfernen zu lassen. Dr. Andresen sagte zu mir wenn ich einen großen Schnitt auf dem Dekollete haben möchte , dann holen sie den Knoten. Ich sagte"mir egal,nur raus"Wie sich zeigte war der Knoten0,7cm+ein weiterer darunter 0,8cm Krebs.Im angeblich besten Brustzentrum Norddeutschlands?

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