Die Recherche eines Lebensmittelfachmanns hat zutage gefördert: Sechs Menschen starben durch erhöhte Bakterienkonzentration in einer Lidl-Käsesorte, zwölf weitere erkrankten. Der Discounter warnt vor dem Verzehr der Produkte.
Nach mehreren Todesfällen wegen verseuchtem österreichischem Käse hat Lidl erneut vor einem bestimmten Harzer Käse gewarnt. Betroffen sind vor allem Verbraucher in Baden-Württemberg, Schleswig-Holstein, Hessen und Mecklenburg-Vorpommern.
Kunden und Konsumenten sollten den Rückruf der Lidl-Sorten «Reinhardshof, Harzer Käse» und «Reinhardshof, Bauernkäse mit Edelschimmel» des österreichischen Herstellers Prolactal GmbH «unbedingt beachten», teilte das Unternehmen in Neckarsulm im Kreis Heilbronn mit. In einzelnen Proben ist Lidl zufolge bei Analysen ein erhöhter Wert von sogenannten Listerien festgestellt worden. An diesen Bakterien waren im vergangenen Jahr zwei Deutsche und vier Österreicher gestorben, weitere zwölf Menschen erkrankten, bestätigte das Robert Koch-Institut (RKI) in Berlin.
Ein Zusammenhang zwischen den Todesfällen und dem Käse konnte erst jetzt hergestellt werden: «Ein Mitarbeiter der Österreichischen Agentur für Gesundheits- und Ernährungssicherheit (AGES) hat akribisch die Einkaufszettel der Erkrankten untersucht», sagte ein Sprecher des Gesundheitsministeriums in Wien.
Weil die Zahl der Listerien-Erkrankungen im vergangenen Jahr auffällig gestiegen sei, habe sich der Experte auf die Suche nach der Quelle gemacht. Er stellte fest, dass vielen Infektionen derselbe Bakterientypus zugrunde lag. Die Nachforschungen gestalteten sich jedoch schwierig, vor allem wegen der langen Inkubationszeit. Im Januar konnte schließlich ein Sauermilchkäse des betroffenen oststeirischen Unternehmens «Prolactal» als Ursache für die Listeriose-Fälle ausgemacht werden.
Insgesamt haben jedes Jahr in Deutschland mehrere hundert Menschen eine Listeriose. Ihre Symptome ähneln zunächst denen einer Grippe. Vor allem bei immungeschwächten Menschen können die Bakterien eine Hirnhautentzündung verursachen und auch zum Tod führen.
Bei den zurückgerufenen Lidl-Produkten handelt es sich den Angaben zufolge um die Produkte «Reinhardshof, Harzer Käse, 200g» und «Reinhardshof, Bauernkäse mit Edelschimmel, 200g» des Herstellers Prolactal GmbH im österreichischen Hartberg. Verbraucher können den Käse in einer Lidl-Filiale zurückgeben und bekommen den Preis erstattet.
.. leider ist es so das immer noch sehr viel Menschen auf die billig angebotenen Lebensmittel zurück greifen MÜSSEN. Nicht jeder befindet sich in einer Situation wo er Qualität vor Quantität setzen kann. Trotzdem darf es nicht sein das Discounter ihrer Sorgfallspflich nicht nachkommen und der Art lebensmittel in den Handel bringen. Arme Menschen sterben oft früher als reich, sie können sich die guten Lebensmittel nicht leisten - manchmal auch nicht leisten wollen -
jetzt antwortenKommentar melden-2- Fortsetzung: Ich war anschließend noch wochenlang krank und mußte weiterhin starke Medikamente einnehmen.Etwa ein Jahr mußte ich anschließend wegen der unerträglichen Nervenschmerzen und Kopfschmerzen behandelt werden, um den Alltag und die Arbeit zu meistern. Die Kopfschmerzen u.a., welche ich zuvor nie kannte, sind mir übrigens erhalten geblieben. Dies war mein lezter Genuß von Mozarella mit bleibendem Andenken. Leider habe ich das damals nicht zur Kenntnis gegeben, da dies mein Gesundheitszustand gar nicht zuließ.Aber da dies wohl kein Einzelfall war, würde ich das heute anzeigen.MfG
jetzt antwortenKommentar meldenEs geht bei mir nicht um den Harzer Käse. Aber im Oktober 2006 hatte ich 2 Beutel Mozarella gekauft. Den einen hatte ich leider gegegessen, den anderen Beutel brachte ich zu Lidl in 75015 Bretten zurück, da mir nach dem Verzehr übel war. Wenige Tage später hatte ich Anzeichen einer Grippe mit stärksten Nervenschmerzen. Ich war etwa 1 Woche krank geschrieben. Anschließend kippte ich nach starkem Erbrechen und unkontrollierbarem Schwindel um und konnte nicht mehr laufen. Ich wurde notfallmäßig stationär aufgenommen und lag 10 Tage im selben Zustand im Krankenhaus mit unzähligen Infusionen u.-2-fg
jetzt antwortenKommentar melden