Von news.de-Redakteurin Claudia Arthen
Wer in den Wintermonaten ein bisschen aus der Form geraten ist, sollte dem Frühling voller Tatendrang, körperlicher Fitness und mit weniger Pfunden begegnen. Wie? Mit Sport natürlich. Und mit welchen? Vielleicht mit dem Lieblingssport des Lieblingsstars.
Fast alle Promis sind rank und schlank. Doch das kommt nicht von ungefähr. Viele Stars schnüren regelmäßig die Laufschuhe und laufen sich fit für den roten Teppich. Frauenschwarm Jude Law streift zum Beispiel schon morgens vor dem Dreh seine Laufjacke über, Renée Zellweger geht mit Hund joggen, und sogar Rock-Opa Mick Jagger hält sich mit Laufen fit.
Es gibt gute Gründe, es wie die Stars zu machen: Denn Joggen kostet nichts und man kann, je nach Laune, morgens oder abends trainieren. Es verbessert nicht nur die Kondition und stärkt das Herz, sondern hilft auch, Stress abzubauen und den Kopf frei zu bekommen. Außerdem macht der Ausdauersport schlank und wirkt wie ein Jungbrunnen, wie britische Wissenschaftler des Stanford University Medical Center festgestellt haben. Die Forscher haben über einen Zeitraum von 20 Jahren Hunderte von Läufern begleitet. Das Ergebnis ihrer Studien: Wer Sport treibt, mindert sein Risiko, an Krebs zu sterben; bei älteren Joggern ist dieses Risiko nur halb so groß wie bei Nichtläufern.
Beweglicher werden mit Yoga
Wer jedoch nicht schon morgens hechelnd und total verschwitzt durch die Gegend hetzen will, sollte es mit Yoga versuchen. Denn bei Yoga geht es weniger um Ausdauer und Kondition, sondern vielmehr um Konzentration, Balance, Kraft und Körperspannung.
Eine Gemeinsamkeit mit dem Joggen gibt es aber doch: Denn auch Yoga ist ein Anti-Aging-Mittel, wie Michael Röslen vom Berufsverband Unabhängiger Gesundheitswissenschaftlicher Yogalehrender kürzlich im Interview mit news.de feststellte. Yoga sei ein zur Ruhe kommen der inneren Bewegungen. Man werde gelassener, beweglicher, lebe bewusster, sagt der Göttinger Yogalehrer. Studien belegen diese Aussage und beweisen, dass der Kultsport auch als Therapie taugt - gegen Schmerzen, Stress und chronische Krankheiten.
Wer aber abnehmen will, sollte sich nicht allein auf Yoga verlassen. Verglichen mit Fitnesstraining, Aerobic oder Ausdauersportarten bringt Yoga kaum nennenswerte Effekte für den Fettabbau. Es denn, man praktiziert die dynamische und bewegungsorientierte Form Power-Yoga. Das Training ist sehr kraftintensiv, auch wenn es auf den ersten Blick nicht so aussieht. Sportwissenschaftler haben nachgewiesen, dass die Herz-Kreislauf-Belastung der beim Laufen und Joggen entspricht.
Den Hintern in Form bringen
Power-Yoga praktizieren Prominente wie etwa die beiden Popstars Madonna und Janet Jackson. Auch Schauspielerin Kate Hudson bringt damit ihren Hintern in Form, wie sie einmal in einem Interview sagte. Kollegin Julia Roberts gehört auch zu den Promi-Yogis. Sie wandert zudem gern stundenlang. Das sei gut für Herz und Kreislauf und baue einen schönen Hunger auf. Jennifer Garner schwört indes auf Yogaletes, eine Mischung aus Yoga und Pilates, also Kraftausdauer und Muskelaufbau. «Dabei schmilzt das Fett wie Butter in der Sonne», beschreibt es die US-Schauspielerin.
Besser fühlt man sich auch dank Pilates. Vorausgesetzt, man hat zehn Stunden hinter sich gebracht, wie der Düsseldorfer Joseph Huberts Pilates bereits vor 80 Jahren versprach. Über seine neue Trainingsform «für Körper und Geist» sagte er außerdem: «Nach 20 Stunden siehst du besser aus. Nach 30 Stunden hast du einen neuen Körper.»
Heute bezeichnet sein Name eine boomende Bewegungstherapie. Neben Vielsportlerin Madonna und Sharon Stone schwören auch Catherine Zeta-Jones, Jodie Foster und Gwyneth Paltrow auf die sanfte Trainingsmethode. Der Mix aus Yoga, Akrobatik und Ballett hilft insbesondere Menschen mit Rückenbeschwerden und aktiviert die tiefer gelegenen Muskelschichten.
Besonderes Interesse gilt dem «Powerhouse», der Region, die Bauch, Rücken und Gesäßmuskeln umfasst. Während Pilates in Hollywood-Kreisen immer mehr Anhänger findet, setzt Carmen Electra auf ein sinnlicheres Workout. In seiner Striptease Aerobic kombiniert der ehemalige Baywatch-Star Erotik mit Fitness. Dem Training verdankt das Model nach eigener Aussage ihre wohlgeformten Rundungen.
Immer schön in den Sandsack hauen
Auch sehr angesagt in der Welt der Stars: der Trendsport Fitness-Boxen. Hier geht es nicht darum, den Gegner zu bezwingen, sondern vielmehr darum, von dem sehr effektiven Trainingsprogramm der Boxer zu profitieren. Ausdauer, Kraft, Schnelligkeit, Koordination und Beweglichkeit werden trainiert. Es werden viele Kalorien verbrannt, die Kondition wird gesteigert und der Körper in Form gebracht. Mit Sandsack, Ballhandschuhen, Bandagen und Springseil ist man bestens ausgerüstet.
Jennifer Lopez boxt sich durch ihre Freizeit - natürlich mit Gesichtsschutz. «Das ist der beste Sport für Schultern und Oberarme», meint die Schauspielerin. Auch Cameron Diaz und Franka Potente halten sich mit Handschuhen, Sandsack und Punchingball fit - allerdings bevorzugen sie die asiatische Variante des Kickboxens.
Fitness-Boxen ist ein effektives Ganzkörpertraining. Das belegen zahlreiche sportwissenschaftliche Studien. Ob Kraft, Ausdauer, Schnelligkeit oder Beweglichkeit - Boxen trainiert all diese Fähigkeiten. Auch Bruce Willis ist unter die Boxer gegangen. Beim intensiven Training mit den Fäusten speckt er nach eigenen Angaben am besten ab, wenn er mal zu viel auf den Rippen hat. «Eigentlich bin ich faul», meint der Action-Star. «Aber ich will natürlich den jungen Mädels gefallen.»
Wer es ein wenig bequemer mag, macht es wie Scarlett Johansson. Die Hollywood-Schönheit geht ins Fitnesstudio und schnappt sich ein Laufband oder Ergometer sowie etwas zu lesen. Ist doch praktisch, gleichzeitig zu schwitzen und in der Zeitung zu blättern. Noch bequemer ist Kate Winslet. Schließlich hat sie als Mutter von zwei Kindern wenig Zeit für Sport und Fitness: Wenn sie Sohn und Tochter auf dem Arm trägt, ist das auch eine Art von Hanteltraining. Dadurch sei ihr Bizeps mittlerweile stärker als je zuvor.
/ivb/news.de