Sa., 26.05.12

Lieferengpässe 07.02.2010 Impfstoffe für Kinder werden knapp

Impfstoffe für Kinder werden knapp (Foto)
Bis ins zweite Quartal könnte sich der Impfstoffmangel auswirken. Bild: ddp

Alle Produktionskapazitäten wurden für den Schweinegrippen-Impfstoff gebraucht - andere Wirkstoffe mussten deshalb offenbar warten. Jetzt gehen in Deutschland die Impfstoffe für Kinder aus.

In Deutschland sind mehrere Impfstoffe für Kinder nicht mehr lieferbar. «Es gibt Lieferengpässe», sagte der Präsident des Paul-Ehrlich-Instituts, Klaus Cichutek, in Langen bei Frankfurt am Sonntag. Er bestätigte damit einen Bericht der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.

Voraussichtlich bis Mitte Februar nicht mehr lieferbar seien unter anderem ein Sechsfach-Impfstoff für Säuglinge sowie ein Vierfach-Impfstoff gegen die Viruserkrankungen Masern, Mumps, Röteln und Windpocken. Es gebe jedoch Alternativen, so dass kein Kind in Deutschland ungeimpft bleiben müsse, sagte Cichutek. Die Gründe für den Engpass bei der Lieferung seien dem Institut nicht bekannt.

Laut FAS liegt der Grund darin, dass die Hersteller des Impfstoffes gegen die Schweinegrippe derzeit völlig ausgelastet seien. Daher seien seit Mitte Januar sieben Impfstoffe für Kinder nicht mehr lieferbar. Eine Sprecherin des britischen Herstellers Glaxosmith Kline bedauerte laut FAS die Situation. Man versuche, die Situation zu entschärfen. Es könne jedoch noch zu Lieferengpässen voraussichtlich bis in das zweite Quartal dieses Jahres kommen.

Der Verband der Kinder- und Jugendärzte in Deutschland äußerte sich in der Frankfurter Rundschau verärgert über das Fehlen von Impfstoffen für Babys. «Bei Kindern, die schon eine Grundimmunisierung haben, ist das nicht schlimm. Da, wo das fehlt, schon», sagte Verbands-Präsident Wolfram Hartmann der Zeitung. «Für junge Säuglinge ist das fatal.» Hartmann forderte die Bundesregierung auf, den Mangel zu beheben. «Es müsste mehrere Anbieter geben, und der Staat müsste sie verpflichten, auf Vorrat zu produzieren.»

che/news.de/dpa
Leserkommentare (1) Jetzt Kommentar zum Artikel schreiben
  • Hermann Huber
  • Kommentar 1
  • 31.03.2010 12:50
 

Der Ausschuss für Soziales, Gesundheit und Familie der Parlamentarischen Versammlung des Europarates zur polnischen Ablehnung des Kaufes von Impfstoffen von Novartis und GlaxoSmithKline: "Polen und Gesundheitsministerin Ewa Kopacz hatten richtig entschieden keine Impfstoffe gegen die Influenza A/H1N1 zu kaufen und dem Druck der pharmazeutischen Industrie zu widerstehen. Dies war ein mutiger und vorbildlicher polnischer Akt".Die Pharma- Konzerne hatten Polen damals zwei fertige Verträge zukommen lassen, in welchen man die Lieferung von antiviralen Medikamenten zu einem Preis von 184 Millionen Euro anbot. http://polskaweb.eu/korruption-in-der-eu-46786763.html 31.3.2010

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