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Von news.de-Redakteur Christian Mathea
Artikel vom 04.02.2010
Zunehmen ist für einen ektomorphen Typen eine nahezu unmögliche Herausforderung. Nur mit strengster Disziplin ist ein Erfolg möglich. Hat der Selbsttest überhaupt etwas gebracht?
Puhhh, geschafft. Ein Monat hammerhartes Muskelaufbautraining ist zu Ende. Fast jeden zweiten Tag habe ich meine Crunches geschunden, mein Chest gepresst und die Curls belastet mit dem Ziel, mehr Kilogramm auf die Waage zu bringen.
Ich wollte einem Normalgewicht näherkommen, das bei meiner Größe angemessen ist, damit mir die Verkäuferinnen nicht immer die Hemdengröße S oder L empfehlen, obwohl ich nach XL verlangt habe. Ja, meine lieben Damen und Herren, auch dünn bzw. ektomorph sein, ist sehr, sehr deprimierend.
Aber nun zum Fazit der Aktion. Ins Rennen gegangen bin ich vor vier Wochen mit 63,9 Kilogramm, mittlerweile habe ich .... Moment, jetzt ist es noch zu früh für die Verkündung. Zuerst eine andere interessante Kennzahl: der Körperwasseranteil. Dieser ist fast gleich geblieben, bei knapp 70 Prozent. Und das liegt quasi an der oberen Grenze des IdealwertesEmpfehlung der Weltgesundheitsorganisation (WHO): Frauen etwa 50 bis 55 Prozent, Männer etwa 60 bis 65 Prozent, Kinder zwischen 65 und 75 Prozent. .
Zur Erklärung: Ein hoher Körperwasseranteil ist wichtig, damit sich die Körperzellen besser regenerieren können und damit langsamer altern. Außerdem fließt das Blut besser, was Gefäße und Herz entlastet.
Nun das Resümee zum Training. Anfangs hatte ich oft gleich nach dem Start einer Traningseinheit schon gar keine Lust mehr, die Übungen bis zum Schluss durchzuziehen. Aber der Leipziger Skyline-Fitnessclub, in dem ich trainiert habe, hat eine ziemlich angenehme Atmosphäre, so dass es leicht war, die reichlich 60 Minuten ganz gut durchzustehen.
Der richtige Muskelbeat
Ein Tipp. Wer nicht ganz der soziale Typ ist und stundenlang über Muskeln und Fitness quatschen will, der stellt sich für sein Training einfach einen persönlichen Soundtrack zusammen. Ich habe dabei so schöne alte New Metal-Klassiker von Limp Bizkit und System of a Down wiederentdeckt. Der absolute Fitnessmusik-Geheimtipp ist aber das Hörspiel Der Weltensegler. Mit diesem Soundtrack habe ich es geschafft, jedes Mal zusätzliche Gewichte auf die Maschinen zu packen und ein, zwei schmerzhafte Züge zusätzlich durchzuziehen.
So viel zur richtigen Musik. Nun zurück zur Ausgangsfrage, wie sich meine Körperwerte verändert haben. Wie gesagt, anfangs wog ich ja nur 63,3 Kilogramm. Und jetzt, nach diesem Intensivtraining ...
Obwohl, es gibt da noch einen interessanten Wert: der Körperfettanteil. Der lag vor einem Monat noch bei 7,5 Prozent. Und man mag es kaum glauben, dass der noch weiter sinken kann. In vier Wochen habe ich ihn auf fünf ProzentNormal sind bei Männern zwischen 30 und 40 Jahren zwischen 14 bis 20 Prozent. gedrückt. Das ist ein Topwert, den höchstens Bodybuilder kurz vor einem Wettkampf vorweisen können.
Das Problem: viel Essen
Mit so einem niedrigen Körperfettanteil kann es ja mit meiner Gewichtszunahme nicht allzu viel geworden sein. Erschwerend kommt hinzu, dass ich gar nicht so viel mehr gegessen habe, obwohl es von einigen Fitnesstrainern empfohlen wurde.
Früh am Morgen habe ich einfach noch nicht so viel Appetit. Und mittags sind Zeit und Magenvolumen eben begrenzt. Wenigstens Zwischenmalzeiten pflege ich zwischen den drei großen Essenszeiten einzunehmen - aber etwas GesundesMit Gummibärchen und Schokolade sollte man es wegen des hohen Zuckergehaltes nicht übertreiben. , also Müsliriegel, Nüsse, Milchshakes, Yoghurt mit kalorienreichem Obst oder eventuell ein Stück Kuchen.
Abends habe ich mir Zeit genommen und öfters über den Hunger hinaus gegessen. Dass gelang dank der Unterstützung vieler Leute, die mich bei Besuchen fürstlich bewirtet haben. Ein Dank an dieser Stelle.
Es hat sich übrigens schnell gezeigt, dass ein gedehnter Magen schnell nach mehr Essen verlangt. Besonders nach Abenden, an denen ich mir richtig Zeit für so leckere Sachen wie Lasagne mit anschließendem Pudding oder Straußensteak und danach Himbeereis genommen habe, konnte ich am nächsten Tag einges mehr verputzen als wenn es abends nur schnell ein Butterbrot gab.
Wie viel Kilo? Sag es endlich!
Na gut. Hier die Auflösung kurz und knapp. Mein Gewicht hat sich seit dem 4. Januar von 63,3 auf 64,3 Kilogramm erhöht. Ist nicht viel? Für mich schon, denn die Gewichtszunahme muss erst in den beiden letzten Wochen geschehen sein. Am Anfang des Trainings sank mein Gewicht nämlich erst einmal weiter nach unten, da ich meine Ernährung noch nicht umgestellt hatte.
Neben der Gewichtszunahme gibt es einen weiteren positiven Effekt des vierwöchigen Muskelaufbaus: Ich fühle mich einfach besser, und ich sitze durch eine bessere Rückenmuskulatur halbwegs gerade.
Nun habe ich mich zum Weitermachen entschlossen, zumindest bis Sommer. Aber ohne festes Ziel verlieren viele Menschen wie auch ich schnell die Motivation. Deshalb: Ich möchte Ende dieses Jahres meine Freunde zum Erreichen meines 70. einladen will. Kilogramm, versteht sich.
car/news.de
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