Diät Abspecken mit zehn Klassikern

Diäten (Foto)
Um Pfunde zum Purzeln zu bringen, gibt es viele verschiedene Strategien. Aber nicht jede ist für jeden geeignet. Bild: ddp

Katharina SchlagerVon news.de-Redakteurin
Von Atkins bis Weight Watchers: Einige Wege seine Pfunde zu verlieren, halten sich schon seit Jahrzehnten. News.de stellt die zehn etabliertesten Abspeckprogramme vor - inklusive Vor- und Nachteilen.

1. Apfelessig-Diät
Sauer macht lustig, heißt es immer. Aber auch schlank? Doch bei der Apfelessig-Diät geht es nicht darum, mehrere Liter der sauren Flüssigkeit in sich hinein zu schütten. Stattdessen liegt dem Schlankmacherprogramm eine ausgewogene, kalorienreduzierte Mischkost zugrunde. Aber der Apfelessig steckt in vielen Speisen. Obergrenze sind 1200 Kalorien, die in fettarmen Produkten, Obst, Gemüse und Vollkornprodukten auf den Tisch kommen. Dazu gibt es ein Fitnessprogramm. Die Idee: Der Apfelessig fördert die Verdauung und unterstützt damit die purzelnden Pfunde. Wer allerdings einen empfindlichen Magen hat, kann schnell bei zu viel saurer Flüssigkeit an Übelkeit leiden.

2. Atkins-Diät
Um Fett zu verbrennen, braucht man das Strohfeuer der Kohlenhydrate. Lodert dies nicht, dann setzt selbst der speckigste Schinken nicht an. So die Erkenntnis von Dr. Robert Atkins. Eine großartige Botschaft für alle Fleisch- und Fettliebhaber. Denn verzichten sie auf Kohlenhydrate wie sie in Brot, Kartoffeln, Nudeln oder zuckrigen Süßigkeiten stecken, dann ist eine unbegrenzte Menge an Eiweiß und Fett in Form von Fleisch, Fisch, Eiern, Sahne, Käse oder Wurst erlaubt. Mit Völlerei zur schlanken Silhouette sozusagen. Kalorienzählen fällt völlig weg. Tatsächlich haben Übergewichtige laut Studien durch die Atkins-Methode einiges an Gewicht verlieren können. Die Nachteile sind aber nicht zu übersehen. Zum einen werden Krankheiten, wie etwa Gicht, durch diese einseitige Ernährung verstärkt, und auf dem Speiseplan landen viel zu wenig Vitamine und Mineralstoffe. Die Diät ist nur schwer durchzuhalten, weil sie wenig Abwechslung beinhaltet. Außerdem: Viele Aktins-Probanden sind Jojo-Opfer. Kaum endet die Diät, landet noch mehr Gewicht auf den gerade noch geschrumpften Hüften.

Diäten im Überblick
Die Wege des Abspeckens

3. Brigitte-Diät
Die Diätbücher der Frauenzeitschrift Brigitte haben sich seit 1969 etabliert und angepasst. Nach Baukastenprinzip setzt die Methode auf ausgewogene leckere Rezepte, die sowohl Familien, Kochmuffel als auch passionierten Köchen etwas bieten sollen. Das ist zwar etwas aufwendig, wenn man sich sonst nur mit belegten Brötchen vom Bäcker um die Ecke ernährt, aber dafür tun die frischen Zutaten und das Fitnessprogramm dem Körper gut. Das Konzept baut sich auf dem Prinzip der Energiedichte auf. Hat ein Lebensmittel viel Masse, aber wenig Kalorien, dann ist die Energiedichte gering. Das macht satt und schlägt auf dem Hüftkonto nicht so sehr ins Gewicht. Die Diät eignet sich vor allem für Langzeitprojekte. Denn die Pfunde schmelzen nur langsam. Aber dafür stetig. Auch wer seine Ernährung grundsätzlich und langfristig umstellen will, um spätere Radikaldiäten zu vermeiden, ist bei der Brigitte-Diät gut aufgehoben.

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Den Hunger austricksen

4. FDH
Wer abnehmen will, der muss einfach weniger essen oder sich mehr bewegen. Bewegungsmuffel, die auch keine Lust haben ihre Essgewohnheiten umzustellen, setzen einfach auf das Prinzip FDH – Friss die Hälfte. So bleibt der Inhalt des Kühlschranks und der Einkaufsliste gleich, der Teller wird aber immer nur zur Hälfte gefüllt. Denkbar einfach. Dennoch ist die Methode extrem jojo-anfällig und führt durch knurrenden Magen zu Futterneid und Heißhungerattacken. Auch kann es – je nachdem wie ausgewogen der Speiseplan zuvor war – zu Mangelerscheinungen bei Vitaminen und Mineralstoffen kommen. Der Effekt von anderen Diäten, sich bewusster und ausgewogener zu ernähren, fällt bei FDH natürlich völlig weg.

5. Glyx-Diät
Glyx, das klingt nach Glück, hat aber vielmehr mit dem glykämischen Index (GI) zu tun. Und der zeigt an, wie sich Lebensmittel auf den Blutzuckerspiegel auswirken. Bei der Glyx-Diät geht es somit nicht ums Kalorienzählen. Sondern um eine besonders günstige Beeinflussung des Blutzuckerspiegels und damit der Verbrennung von Energie und dem Hamstern von Fettreserven. Der Speiseplan setzt sich aus Gemüse, Obst und Vollkornprodukten, pflanzlichen Ölen, Nüssen und Hülsenfrüchten sowie Fisch, Geflügel, Eiern und Milchprodukten zusammen . Auf die Negativliste rutschen Weißbrot, geschälter Reis, Nudeln, Kartoffeln und Süßigkeiten. Zwar hat sich die Theorie hinter dem GI-Prinzip inzwischen durch einige Studien zerschlagen und die Fatburner-Versprechen haben sich als nicht haltbar herausgestellt. Aber: Die Diät ist immerhin relativ ausgewogen und somit sinnvoll. Zumal neben dem sättigenden Speiseplan auch Bewegung groß geschrieben wird.

6. Kohlsuppendiät
Die Kohlsuppendiät zählt zu den Klassikern der Schlankmacherstrategien. Der große Vorteil: Suppe enthält unglaublich viel Wasser und wenig Kalorien und darf deshalb literweise in den Körper geschüttet werden. Der Gewichtsverlust ist garantiert und vor allem schnell. Der Nachteil: Vor lauter Suppenkocherei stinkt die Bude. Die meist einsetzenden Blähungen helfen auch nicht gerade. Und: Wie immer, wenn etwas zu einseitig ist, hängt einem auf lange Sicht das Zeug zum Hals heraus. Auch kann die Kohlsuppendiät zwar einige Fettpolster innerhalb kürzester Zeit schmelzen, aber langfristig passiert keine sinnvolle Umstellung der Ernährung, die einen erneuten Fettreserveaufbau schon im Keim ersticken könnte.

7. Mayo-Diät
Seinen Namen hat diese Diätform von der berühmten Mayo-Klinik im US-Staat Minnesota. Die Mayo-Diät setzt vor allem auf den Nährstoff Eiweiß, der 50 Prozent der Ernährung ausmachen soll. Deshalb setzt sich der Speiseplan auch aus drei bis vier Eiern täglich sowie Fleisch, Fisch und Gemüse zusammen. Wer Probleme mit seinem Cholesterinspiegel hat, Gefahr läuft an Arteriosklerose zu erkranken oder mit der Gicht kämpft, sollte die Mayo-Diät mit sehr viel Vorsicht genießen.

8. Nulldiät
Kritiker sehen nur Nachteile in der Nulldiät, die meint, was ihr Name vermuten lässt. Nämlich ein großes Nichts, wo sonst der lecker gefüllte Teller steht. Sicherlich ist es organisatorisch wesentlich einfacher, nichts zu essen, als sich über völlig neue Rezepte und Speisepläne Gedanken zu machen. Aber: Es kann zu Mangelerscheinungen kommen. Auch baut der Körper erst Muskel und dann erst Fett ab, wenn ihm jegliche Zufuhr von frischer Energie verwehrt wird. Auch ist der Jojo-Effekt typisch für die Nulldiät. Denn eine langfristige Ernährungsumstellung folgt in den seltensten Fällen.

9. Trennkost
Das Konzept der Trennkost wurde bereits Anfang des 20. Jahrhunderts von Dr. Howard Hay entwickelt. Die Theorie: Der Körper kann Eiweiß und Kohlenhydrate nicht gleichzeitig verdauen. Wer sie dennoch kombiniert, der übersäuert seinen Körper. Die strengen Regeln, nach denen das Trennkost-Programm die Nahrung über den Tag verteilt und «unnatürliche» Lebensmittel wie Zucker, Weißmehl und Brot verbannt, sind nur mit viel Disziplin einzuhalten. Obst, Gemüse und Vollkornprodukte gehören dagegen auf den Speiseplan. Eigentlich gut. Denn das predigen die meisten Ernährungswissenschaftler sowieso. Dennoch berücksichtigt das Programm keinerlei neue wissenschaftliche Erkenntnisse. Dabei weiß man heute: Eiweiß und Kohlenhydrate behindern sich bei der Verdauung keineswegs.

10. Weight Watchers
Kaum ein Diätkonzept erfreut sich solcher Beliebtheit. Die Idee, sich nicht alleine mit der Hungerei herumzuquälen, sondern in der Gruppe gegenseitig zu motivieren, kommt gut an und wurde 1963 in New York entwickelt. Die Diät enthält vor allem fettarme, eiweißreiche Lebensmittel wie Fisch, Geflügel, Milch und Milchprodukte sowie ballaststoffreiche Speisen wie Vollkornprodukte, Kartoffeln, Obst, Gemüse und Rohkost. Gezählt wird nicht nach Kalorien, sondern nach Punkten, die jedem Nahrungsmittel zugeordnet werden. Somit kann man eigentlich essen, wonach die Lust steht – so lange die Punktezahl, die man für sein eigenes Abspeckziel gesetzt hat, nicht überschritten wird. Durch damit einhergehende regelmäßige Gruppensitzungen bleiben Abspeckwillige oft länger motiviert, als wenn sie sich alleine mit Rezepten oder ihrem leeren Magen quälen. Allerdings: Wer seine Punkte für ungesunde Dinge einsammelt, kann sich schnell Mangelerscheinungen einhandeln.

car/nbr/news.de

Leserkommentare (2) Jetzt Artikel kommentieren
  • Detlef Dechant
  • Kommentar 2
  • 08.02.2010 10:11

Sie haben ein wichtiges und interessantes Ernährungsprogramm vergessen: metabolic-balance. Hier ist das Abnehmen ein zwar willkommener aber doch Nebeneffekt. In erster Linie geht es darum, den eigenen Stoffwechsel zu regenerieren und die Ernährung und deren Gewohnheiten auf diesen abzustimmen. Das Wunschgewicht kommt dann ganz von alleine. Ich habe dieses Programm durchlaufen, habe vorher festgelegt, bei welchem Gewicht ich landen möchte und tatsächlich dieses bis auf 400 Gramm erreicht. Ich habe während der ganzen Zeit nie Hunger gehabt, habe meine Ernährungsgewohnheiten angepasst und kann mein Gewicht heute problemlos halten.

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  • Christian Kraus
  • Kommentar 1
  • 01.02.2010 17:05

8 kg in 2 Monaten minus-und das ín den letzten zwei Monaten. Mein Rezept: Mahlzeiten über den Tag in mehrere kleine Portionen verteilt- und alles vernünftig gekocht (wenig Fett, ganz wenig Alkohol,viel Bewegung und statt einem Mittagsmahl nur einen Apfel). Mein Spezialrezept:keine Milchprodukte od.nur sehr wenig, keinen Käse und keine fetten Wurstarten!Außerdem viel trinken. Ich glaube-so kann man sich viel Geld für teuere Diäten sparen.....

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