Sa., 26.05.12

Brigitte-Diät 25.01.2010 Zwei Kilo und ein Ballonbauch

Bauchschmerzen (Foto)
Aua. Diäten sind für Fruktoseintolerante eine schmerzhafte Erfahrung. Das viele Obst und Gemüse macht dem Bauch zu schaffen. Bild: Pixelio

Von news.de-Redakteurin Katharina Schlager

So sinnvoll und lecker die Brigitte-Diät auch ist, wer mit Fruktose kämpft, der wird sie nicht gut vertragen. Der Anteil von Obst und Gemüse ist einfach viel zu groß. Mit schmerzendem Bauch heißt es nun ernüchtert: Etwas leichter, aber gescheitert.

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Drei Wochen. Zwei Kilo. Das ist das bisherige Ergebnis meiner Brigitte-Diät. Gar nicht schlecht, wenn man bedenkt, dass ich in der Zeit nie wirklich gehungert habe. Aber: Die Hose spannt noch mehr als zuvor. Denn ich habe einen Dauerblähbauch. Meine Fruktosemalabsorption steht mir einfach zu sehr im Weg, um mich an eine Diät zu halten.

So sehr ich bei den Rezepten der Brigitte-Diät auch Zutaten gegen besser verträgliche ausgetauscht habe. So sehr ich nur Gerichte rausgesucht habe, die harmlos klangen. Am Ende musste ich die Schlankheitskur doch mit täglichen Bauchschmerzen und besagtem Ballonbauch bezahlen. Tröstlich ist nur, dass ich, sobald ich auf meine normale Ernährung umschwenke, hoffentlich etwas zusammensacke. Vorgenommen hatte ich mir vier Wochen der Diät. Und 3,5 Kilo. Beides habe ich nicht geschafft. Aber man möge mir verzeihen, dass ich zu meinem alten ruhigen Bauchgefühl zurück möchte.

Am Ende machte es die Masse. Zwar habe ich nichts gegessen, was ich sonst nicht ganz gut vertrage. Aber wenn der Tag schon mit 150 Gramm Himbeeren oder Banane anfängt – und das ist mehr als man denkt – zum Mittag Spinat und gegen Abend noch mehr Gemüse auf dem Teller landet – und bei all der pflanzlichen Nahrung kein Brot, keine Nudelmassen oder ein paar Kartoffeln den Nahrungsbrei verlangsamen, dann ist es kein Wunder, wenn der Darm streikt. Seine Signale, dass ich das mit ihm nicht machen könne, waren sehr deutlich.

Wenn man geringe Energiedichte will wie bei der Brigitte-Diät, dann greift man halt zu Obst und Gemüse. Ist ja klar. Und die enthalten nunmal alle Fruchtzucker. Mal mehr, mal weniger. Aber es häuft sich.

An sich macht die Brigitte-Diät viel Sinn. Die Gerichte sind wirklich lecker und vor allem vielseitig. Uns hat das täglich Frischgekochte Spaß gemacht und sehr gut geschmeckt. Das ist schon etwas anderes als sich einfach ein paar Brote zu schmieren. Nur leider sind die Gerichte ausgerichtet auf Hausfrauen. Solche mit viel Zeit. Das ist aber bei allen wirklich ernstzunehmenden Diäten so. Brigitte macht da keine Ausnahme. Wer abnehmen will - und das möglichst ausgewogen und langfristig -, der muss selber kochen. Es führt einfach kein Weg daran vorbei. Und selbst kochen bedeutet, selbst bei vergleichsweise unaufwändigen Gerichten: viel Zeit in der Küche bei den Töpfen – und wer keine Spülmaschine hat, am Waschbecken.

Das hatte bei mir den Effekt, dass ich neben dem Job, dem Pendeln, dem Schlafen und der täglichen Dusche nur noch Zeit in der Küche verbracht habe. Dann noch ein klitzekleines Stündchen entspannen – und der Tag war komplett vorbei. Ab ins Bett.

Nun gehört aber zu jeder wirklich guten Diät auch ein regelmäßiges Sportprogramm dazu. Während ich vor den Diätwochen mindestens ein- bis zweimal in der Woche zum Krafttraining gegangen bin, hab ich dieses Sportzeitfenster vor lauter Töpfeklapperei immer öfter verpasst. Ich werde immer fauler. Auch das Fatburner-Workout der Brigitte habe ich kein zweites Mal in Angriff genommen. Meine Ausrede: Einfach keine Zeit.

Das kann doch aber nicht der Sinn von einer Diät sein. Sicher – Kochen und Abwaschen ist auch irgendwie körperliche Betätigung – aber das kann bei Weitem nicht reichen. Das Fazit: Wer richtig abnehmen will, der braucht viel Zeit. Das gilt für alle Diäten, die nicht auf grausames Hungern setzen, das meist in Heißhunger-Fressattacken endet, oder Nahrungsergänzungsmittel empfehlen.

Für meine letzte Woche der news.de-Diätaktion steige ich auf Rezepte aus Büchern für fruktosearmes Kochen um. Da stehen auch die Kalorienangaben drunter. Mal sehen, wie lange ich brauche, um die letzten eineinhalb Kilo auch noch loszuwerden.

sis/reu/news.de
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