Sa., 26.05.12

Stile 17.01.2010 Welches Yoga passt zu mir?

Yoga (Foto)
Endlich mit Yoga anfangen. Aber weclehr Stil passt zu mir? Die Begrifflichkeiten des Yoga gleichen einem Dschungel und erscheinen vielen auf den ersten Blick verwirrend. Bild: dpa

Von news.de-Redakteurin Claudia Arthen

Die Vielfalt der Yoga-Stile ist verwirrend. Manche sind anspruchsvoll, manche sanft, viele bieten einen weltanschaulichen Überbau, einige verzichten bewusst darauf. News.de erklärt die Unterschiede.

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Hatha Yoga:
Im Westen ist dies die bekannteste Yoga-Richtung. Statische, langsame Übungen (Asanas), Meditation und Mantra- Singen stehen hier im Mittelpunkt. Das Hatha Yoga steht für die Dehnung der Muskeln, Sehnen und Bänder sowie für Kräftigung der inneren Organe.

Für wen geeignet?
Für jeden, der sich besseren Kontakt zum Körper wünscht durch Konzentration, Ausgeglichenheit, Entspannung.

Anusara-Yoga:
Eine populäre, kraftvolle Hatha-Variante, die 1997 von dem US-Amerikaner John Friend entwickelt wurde. Sie stützt sich auf eine lebensbejahende Philosophie, die das Gute in allen Menschen und Dingen sieht. Bei der Ausführung der Asanas steht nicht die Perfektion im Mittelpunkt, sondern die Freude an der Ausübung.

Für wen geeignet?
Für alle Anfänger.

Ashtanga/Power-Yoga:
Ein sehr dynamischer und wohl der anstrengenste Yoga-Stil. Für die dynamischen, schnellen Übungen benötigt man viel Kraft, Konzentration und Ausdauer.

Für wen geeignet?
Für sportliche Menschen, die sich auspowern, den Körper reinigen, fit halten und abnehmen möchten. Nicht für Anfänger und Unbewegliche.

Bikram Yoga:
Bei hohen Raumtemperaturen von 38 bis 40 Grad werden 26 Positionen in gleicher Reihenfolge trainiert. Durch die Hitze sollen Muskeln geschmeidig und Gelenke gelockert werden.

Für wen geeignet?
Für sportliche Menschen, die in Form sind. Nicht für diejenigen mit Herz-Kreislaufproblemen und/oder niedrigem Blutdruck.

Iyengar Yoga:
Sehr kraftvoller Yoga Stil, weil die Körperübungen (Asanas) sehr präzise und ausdauernd ausgeführt werden. Hilfsmittel wie Decken, Gurten, Holzblöcke werden als Unterstützung gebraucht. Meditation oder spirituelle Gesänge findet man eher selten.

Für wen geeignet?
Für sportliche Menschen mit guter Koordination.

Kundalini Yoga:
Yogi Bhajan machte Kundalini Ende der 1960er Jahre in den USA bekannt. Eine den Körper stark fordernde Variante, welche die im Becken ruhende «Schlangenkraft», die universelle Lebensenergie, wecken soll. Die Teilnehmer müssen oft mehrere Minuten in den Übungen verweilen und dabei kraftvoll atmen. Hinzu kommen Meditation und das Rezitieren von Mantras.

Für wen geeignet?
Für jedermann, der bereit ist, sich auf eine spirituelle Gemeinschaft einzulassen.

Sivananda Yoga:
Eine Form des Yoga nach dem Arzt Swami Sivananda, die heute auf fünf Prinzipien aufbaut: richtige Körperübungen, richtige Atmung und Entspannung, vegetarische Ernährung, positives Denken sowie Meditation. Die Lehre des Vedanta, eines der sechs philosophischen Systeme des Hinduismus, wird in die Praxis miteinbezogen.

Für wen geeignet?
Für spirituelle Menschen mit Neigung zur yogischen Lebensweise.

Yogilates:
Bei dieser Mischung aus Yoga und Pilates wird an Geräten und am Boden trainiert. Die Muskeln werden gekräftigt und die Haltung verbessert. Dabei werden stets mehrere Muskelgruppen gleichzeitig trainiert und gedehnt. Die Übungen sind geeignet, den gesamten Körper zu kräftigen und so Verletzungen vorzubeugen.

Für wen geeignet?
Für Menschen aller Fitnessstufen.

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