Mo., 13.02.12
Der große Diät-Test

Diät-Lexikon Das ABC des Hungerns und Futterns

Von news.de-Redakteurin Katharina Schlager

Artikel vom 09.01.2010

Die Welt der Diäten ist ein undurchsichtiger Dschungel. Um etwas Licht ins Dunkel der Abnehmsprache zu bringen, erklärt news.de alle wichtigen Begriffe von Appetitzügler bis Zucker. Selbst BMI, FDH, GI oder Jojo sollten nach der Lektüre keine Fragezeichen mehr hinterlassen.

Adipositas: Von Adipositas, auch genannt Fettsucht oder Fettleibigkeit, spricht man bei einem starken Übergewicht. Aber nicht nur die Masse macht's. Auch die Verteilung des Körperfetts spielt eine Rolle. Die Adipositas werden in drei Schweregrade eingeteilt, die sich auf den BMI beziehen: Grad I 30 bis 34,9; Grad II 35 bis 39,9 und Grad III bei einem BMI von 40. 

Abnehmen: Das ist das höchste Ziel der meisten Diäten. Kilos verlieren, schlanker werden und die Fettpolster schrumpfen lassen heißt die Abnehmdivise.

Appetitzügler: Schlankheits-Arzneien versprechen, dass erst gar kein Appetit entstehe, den man heroisch während einer Diät niederkämpfen oder ignorieren müsste. Die Wirkung beruht auf einer Hemmung des Hungerzentrums im Gehirn. Viele Produkte haben aber schwere Nebenwirkungen oder werden als unseriöse Produkte mit gefährlichen Wirkstoffen im Internet vertrieben. Aber es gibt auch ganz natürliche Appetitzügler, wie etwa Bitterstoffe in einem Chicoree-Endivien-Salat. Völlig ohne Nebenwirkungen.

Bauchumfang: Nicht nur die reine Zahl auf der Waage sagt etwas darüber aus, ob jemand übergewichtig ist. Denn Muskelmasse ist schwerer als Fett, so dass durchtrainierte Menschen gewichtiger sind. Somit wird auch der Bauchumfang zur Bestimmung des Normalgewichts hinzugezogen. So gilt ein Umfang von über 80 Zentimetern bei Frauen und 94 Zentimetern bei Männern als erhöhter Risikofaktor für verschiedene Krankheiten.

Ballaststoffe: Die weitgehend unverdaulichen Nährstoffe stecken vor allem in Getreide, Obst und Gemüse. Wie viel Ballaststoffe am Tag im Speiseplan vorkommen sollten, ist umstritten. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt aber mindestens 30 Gramm.

Bewegung: Wer nur rumsitzt und still vor sich hin hungert, der wird auf Dauer kaum sein gesundes Idealgewicht erreichen. Darin sind sich die meisten Diäten einig. Denn nur wer sich bewegt, ob man nun aktiv durch den Alltag marschiert oder intensiv Sport macht, kann auch die aufgenommenen Kalorien verbrennen und Nährstoffe verarbeiten.

BMI: Der Body-Mass-Index, kurz BMI, wird errechnet, indem die Körpermasse in Kilogramm durch die Körpergröße in Metern zum Quadrat geteilt wird. Das Normalgewicht wird je nach Alter und Geschlecht zwischen 18 und 25 angesetzt. Dies kann aber nur ein grober Richtwert sein, da weder die Statur noch das Verhältnis zwischen Fett- und Muskelgewebe in die Zahl einfließen.

Bikinifigur: Natürlich passt der Binkini auch dann, wenn der Bauch dick ist. Aber wirklich zeigen mögen den Hüftschwabbel so unbekleidet die meisten Frauen dann doch nicht. Die Bikinifigur meint somit die idealisierte sanduhrförmige Silouette, die Frau auch gerne zur Schau trägt, ohne sich verschämt im Strandhandtuch eingewickelt zu verstecken.

Cholesterin: Lange wurde das Cholesterin verteufelt und das geliebte Frühstücksei deswegen vom Sonntagmorgen verbannt. Inzwischen ist nicht mehr alles schlecht, was den Namen Cholesterin trägt. Dennoch müssen Anhänger von Diäten mit einem hohen Anteil an tierischen Produkten aufpassen, dass der Spiegel im Blut nicht zu sehr nach oben geht, da sonst gefährliche Ablagerungen in den Gefäßen drohen.

Diät-Lebensmittel: Unnütz und völlig überteuert, finden Experten. Nach Jahrzehnten mit Regalen voller Diät-Produkte ist nun bald Schluss. Die teuren Lebensmittel, die sich eher an Diabetiker richten als an Abnehmwillige, haben nämlich oft dieselbe Kalorienmenge und lassen mit zu viel Fruchtzucker und Fetten manchmal sogar die Hüften noch mehr wachsen.

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URL : http://www.news.de/gesundheit/855039480/das-abc-des-hungerns-und-futterns/1/
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Leserkommentare (1)
  • Kommentar: 1
  • 09.01.2010 15:42
von
Silke

Ich habe die Erfahrung gemacht, dass H-Milch "pappsatt" macht. Alsso kann diese auch als Appetitzügler verwendet werden. (Fettstufe 1,5%) Am besten vor der Abendessenszeit. Zur Nacht schlagen ja bekanntlich die Kalorien zu Buche.

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