So specken Sie richtig ab
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Von news.de-Redakteurin Claudia Arthen
Artikel vom 06.01.2010
Abnehmen gehört zu den häufigsten guten Vorsätzen für das neue Jahr. Doch wie purzeln die Pfunde, ohne dass man zu sehr hungern muss? Wie findet man die richtige Diät? Antworten gibt news.de in einer großen Diät-Serie.
Atkins-Diät, Brigitte-Diät, Friss die Hälfte, Schlank im Schlaf: Der Diät-Dschungel wird immer unübersichtlicher - und manchen Abnehmwilligen quält die Frage, welche Diät nun die richtige für ihn ist. Die Wahl fällt dann meist auf Programme, die schnelle Erfolge versprechen wie «Fünf Kilo in zehn Tagen» oder «Schlank übers Wochenende».
Doch Traum und Wirklichkeit klaffen weit auseinander: Laut einer Umfrage nehmen 55 Prozent aller Abnehmwilligen nach einer Diät bald wieder zu, 20 Prozent wiegen so viel wie zuvor, sieben Prozent sogar mehr.
Dabei ist die Idee, ein paar Pfunde zu verlieren, häufig durchaus angebracht. Laut Weltgesundheitsorganisation WHO sind weltweit mehr als eine Milliarde Erwachsene übergewichtig - selbst in Schwellen- und Entwicklungsländern. In Europa sind das 20 bis 30 Prozent der Bevölkerung, in Deutschland laut Statistischem Bundesamt 57,9 Prozent der Männer und 41,5 Prozent der Frauen. Die WHO spricht von einer «globalen Epidemie», welche die Gefahr erhöht, an Diabetes Typ II, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Krebs oder Arthrose zu erkranken. In Deutschland gibt es laut WHO sechs bis acht Millionen Diabeteskranke, darunter auch immer mehr Kinder.
Die Folgen des WHO-Aufschreis sind panisch: Diät-Wahn, Angst vor Krankheiten und eine extreme Fettfeindlichkeit - vor allem in den USA, wo Adipositas inzwischen als ebenso gefährlich wie Nikotinsucht eingestuft wird. Sogar das Krümelmonster der Sesamstraße wurde auf Keks-Diät gesetzt, um mit gutem Beispiel voran zu gehen.
Doch es gibt auch kritische Stimmen: Der Genetiker Jeffrey Friedman von der Rockefeller University in New York hält das Thema Fettepidemie für hoch politisiert und voll gestopft mit Falsch- und Desinformationen. Gesichert sei lediglich, dass im letzten Jahrzehnt fast nur Dicke noch dicker geworden seien, so der Wissenschaftler.
Auffällig ist, dass mehr Männer als Frauen in Deutschland Übergewicht haben. Es sind jedoch statistisch gesehen die eher leicht übergewichtigen Frauen, die sich in den Diät-Dschungel stürzen - und meist doch nicht dauerhaft abnehmen.
Langsam abnehmen - mit Genuss und Bewegung
Doch wie findet man eine geeignete und gute Diät? Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) beurteilt Diäten als seriös, wenn sie eine langsame, langfristige Gewichtsabnahme anstreben, wenn individuelle Vorlieben beim Essen, Trinken und Bewegen berücksichtigt werden und wenn ein gesundheitsbewusstes Verhalten gefördert wird. Gemeint ist damit ein genussvolles, gesundes Essverhalten und angemessene Bewegung.
Von Diätangeboten und -produkten, die versprechen, schnell, problemlos und ohne eigene Aktivität abzunehmen, sollte man laut DGE dagegen die Finger lassen. Auch von solchen Programmen, bei denen man alles essen kann, was man will, und die Wirkmechanismen nur unzureichend erklären und Zusatzkäufe notwendig machen, wie Badezusätze oder elektrische Geräte.
Die ideale Diät, sagen Ernährungswissenschaftler, gibt es nicht. Eine ernüchternde Erkenntnis. Denn psychologisch betrachtet assoziieren wir mit dem Begriff Diät automatisch einen Verzicht und die Aufgabe unserer ureigensten Essgewohnheiten. Das schaffen die wenigsten auf Dauer.
Zudem sind die meisten Diäten für ein bis drei Wochen konzipiert. Wie es danach weitergehen soll, dazu äußern sich die wenigsten. Und genau deshalb sind die meisten auch zum Scheitern verurteilt. Kein Mensch schafft es, sich ständig zu disziplinieren und nach den vorgeschlagenen Kostplänen zu ernähren. Wird nach der Diät genauso gefuttert wie vorher, ist das verlorene Gewicht schnell wieder drauf - und meistens noch ein bisschen mehr.
Deshalb ist es nicht möglich, den Pfunden mit Radikalkuren beizukommen, sondern nur mit einer ganzheitlichen Ernährungsumstellung, die auch mehr Bewegung erfordert. Diäten können ein Einstieg für den Umstieg sein, Informationen und Anregungen liefern. Sie nützen nur dann etwas, wenn die Umstellung auch danach weitergeht. Mehr Bewegung im Alltag, wie Treppensteigen beispielsweise, sind schon ein guter Anfang.
Den Diät-Wirrwarr will news.de ein wenig lichten: Redakteure des Nachrichtenportals stellen in den nächsten Wochen Abnehmprogramme vor, die sie an sich selbst testen. Ein Kollege geht den umgekehrten Weg: Er will zunehmen. Uns interessiert vor allem, ob die Diäten alltagstauglich und abwechslungsreich sind, ob sie Spaß machen, ob es sich um ein Programm handelt, das man gut und lange durchhalten kann, das keine Verbote kennt, persönliche Vorlieben und Abneigungen berücksichtigt und unkompliziert in der Durchführung ist. Hintergrundberichte liefern Informationen etwa über die Geschichte der Diät, die Geburt des Schlankheitswahns und die Frage, welche Diätform besser ist: Low-Carb oder Low-Fat?
iwi/news.de
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Na, da bin ich aber mal gespannt auf Ihre Ergebnisse! Eine gute Idee ist das allemal, so über Selbstversuche zu berichten. Jeder Mensch ist zwar anders, aber im Prinzip...
jetzt antwortenKommentar meldenWir leben in einer dualen Welt, heiß - kalt, hell-dunkel, materiell-immateriell. "Es ist der Geist, der sich seinen Körper baut", so Friedrich Schiller. Jede Veränderung beginnt im Kopf!! Der Geist ist dem Körper übergeordnet. Warum stecken sich Lepraärzte, die 15 Jahre lang unter denen leben sich nicht an? "Es ist der Geist..." Warum nehmen bestimmte Menschen nicht zu, egal wie viel sie essen?
jetzt antwortenKommentar meldenWir müssen abspecken, damit uns nicht die Hose platzt und spenden dann, wenn überhaupt 5€ an die Welthungerhilfe und regen uns noch über die bekloppten Politiker auf, die Wasser predigen und Wein trinken.
jetzt antwortenKommentar meldenEine Diät mache ich nicht . Ich esse normal ,aber viel Obst und Gemüse esse ich .Dies mache ich nicht ,weil ich abnehmen will ,sondern ich esse es gerne .Auch Quark und Yougert esse ich .Im Alter nimmt man eben zu ,na wie ne ausgetrocknete Tomate will ich nicht aussehen .Fleisch ab und zu .
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