Bürofitness Gesund durchs Arbeitsjahr

Bürostress (Foto)
Nur nicht verzweifeln: Mit ein paar Tricks kann der Büroalltag der Gesundheit nichts anhaben. Bild: istockphoto

Katharina SchlagerVon news.de-Redakteurin
Noch immer ist das Büro für viele die Hauptquelle für schlechte Laune, schmerzende Rücken, brummende Schädel und falsche Ernährung. Dabei muss das nicht sein. Wer die News.de-Tipps beherzigt, geht schon bald mit Elan ins Büro.

Rücken
Neben dem Kopf leidet vor allem der Rücken unter der Büroarbeit am Schreibtisch. Grund ist nicht unbedingt die falsche Haltung, sondern die Tatsache, dass man einfach sehr lange sitzt. Das belastet. Fast 80 Prozent der Deutschen leidet unter Rückenschmerzen, heißt es vom Deutschen Orthopäden Verband (DOV). 

Wer nicht erst warten will, bis es in der Wirbelsäule schmerzhaft zwickt, kann sich zumindest seinen Arbeitsplatz optimieren. Dazu gehört, immer den Stuhl individuell einzustellen und nicht auf der vordersten Kante zu balancieren. Übrigens ist ein bequemer Bürostuhl nicht unbedingt die beste Lösung. Wenn man nämlich etwas unbequemer sitzt, ist man angehalten, ab und zu aufzustehen und sich zu bewegen. Und das ist die eigentliche Lösung für einen gesunden Rücken.

Büro
Gekonnt durch den Arbeitsalltag

Der regelmäßige Gang zur Toilette und in die Teeküche sowie der Bummel in der Mittagspause sind genauso hilfreich, wie mindestens alle zehn bis 20 Minuten die Sitzhaltung etwas zu verändern.

Stress
Laut einer Studie glauben zwölf Prozent aller Deutschen, dass die Arbeit und der Stress, dem sie im Büro oder an der Supermarktkasse ausgesetzt sind, sie krank machen. Dabei bereitet sowohl Über- als auch Unterforderung sowie die Angst um den Arbeitsplatz Stress.

Ob nun durch die Angst, beim Nichtstun erwischt zu werden, die normale Belastung, in der man sich dennoch verrückt macht, oder durch einen tatsächlich wachsenden Berg an Arbeit, die der Chef auf dem Schreibtisch ablädt: Inwieweit Stress krank macht, hängt immer davon ab, wie jeder einzelne mit diesem Stress umgeht.

Meine Meinung
Der Stress hat sich verändert
Video: news.de

Viele greifen zu Antidepressiva und Aufputschmitteln. Doch die Pillen für die schnelle Lösung verschlimmern die Lage auf Dauer nur, weil sie in ein Hamsterrad führen, das schnell im Burnout-Syndrom enden kann.

Die schlichteste, aber für viele auch schwerste Methode, gesund zu bleiben: Den Stress einfach selbstbewusst ignorieren. Wer den Stress nicht wahrnimmt, der hat ihn auch nicht. Gestresste Menschen sollten sich zudem darin üben, nicht nur Kritik zu hören, sondern auch bei Lob die Ohren ernsthaft zu spitzen. Wer sich bewusst ist, was er alles leistet und was er kann, der kann seine Makel besser akzeptieren und lässt sich durch ein bisschen Hektik im Büro auch nicht aus der Ruhe bringen.

Wer zusätzlich noch ein paar Minipausen in Form von kleinen Entspannungsübungen einbaut und ab und zu den Blick aus dem Fenster schweifen lässt, der sollte mit dem Druck besser zurecht kommen.

Essen
Klar ist es einfacher, in der Mittagspause mal schnell zum Bäcker um die Ecke zu flitzen, um sich ein verlockendes Stück Kuchen zu kaufen. Sich gesund zu ernähren ist dagegen für Berufstätige immer etwas schwierig. Denn die Wenigsten finden die Zeit, um jeden Tag mit frischen Zutaten zu kochen.

Doch das ist noch lange keine Ausrede, um zu Fast Food, Süßigkeiten oder anderen ungesunden Kalorienbomben zu greifen. Das Zauberwort ist Organisation. Denn wer gut geplant einkauft, der kann vorkochen und in weiser Voraussicht schon mal für mehrere Tage schnippeln. Praktisch portioniert in Tupperdosen halten sich etwa Salate auch mehrere Tage im Kühlschrank frisch. Dann reicht morgens ein einziger schneller Griff, und schon ist das gesunde Mittagessen gerettet. Wer sich und seiner Gesundheit zusätzlich noch einen Gefallen tun möchte, übt beim Kaffee etwas Zurückhaltung und steigt auf Tee und Mineralwasser um. Das belastet weniger.

Augen
Wer seinen Arbeitstag vor dem Bildschirm verbringt, der kennt das Gefühl genau: Die Augen brennen, Kopf und Nacken schmerzen und an kreative Konzentration ist sowieso seit Stunden nicht mehr zu denken. Damit sich die Augen nicht jedes Jahr um einige Dioptrin-Punkte verschlechtern und die Brillengläser immer dicker werden, helfen schon ein paar kleine Übungen. Und die lassen sich auch im Büro täglich dazwischen schieben.

So etwa die Methode der Augenschule. Bei dem Sehtraining wird etwa durch Augenrollen die Muskeln rund um den Augapfel trainiert. Auch sollte der Blick von der Nasenspitze bis hin zum Horizont verschieden entfernte Stationen anpeilen. Eine klopfende Fingerspitzenmassage rund um die Augen ist ebenfalls hilfreich.

Krankschreibung
Aus Angst, ihren Job zu verlieren, schleppen sich viele auch mit schniefender Nase und dröhnendem Kopf ins Büro. Im Juli dieses Jahres gab das Bundesgesundheitsministerium ein historisches Tief beim Krankenstand bekannt. Denn, so vermuteten Arbeitsmarktexperten, wegen der Wirtschaftskrise wolle niemand durch einen Krankheitsfall seinen Arbeitsplatz gefährden.

Insgesamt seien die Krankenstände seit den 1980er Jahren kontinuierlich und spürbar zurückgegangen. Dabei tut man weder sich noch seinen Kollegen mit dem heroischen Einsatz einen Gefallen. Nicht nur, dass man mit krankem Kopf potenziell mehr Fehler macht, die die Anderen dann ausbügeln müssen. Auch wird man zur wandelnden Keimschleuder und sorgt dafür, dass bald gespenstische Ruhe auf den Fluren herrscht, weil die ganze Belegschaft sich im heimischen Bett auskuriert.

Hinzu kommt natürlich, dass man von einem verschleppten Schnupfen durchaus auch mal länger etwas haben kann und dann die Fehlzeiten richtig zu Buche schlagen. Also: Kein falscher Ehrgeiz. Wer krank ist, ist krank und sollte sich zuhause ein paar Tage pflegen. Dann kann man auch anschließend wieder mit voller Energie powern, und den Kollegen bleibt die Schniefnase vielleicht erspart.

iwi/news.de

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