An Silvester ist eher der Alkohol ein Problem als die Kalorienbomben. Zumal viele zum Jahreswechsel tanzen gehen und dort ordentlich Energie verbrennen. Statt der Angst auf die Waage zu steigen, droht dann ein verkaterter Start ins neue Jahr.
Durch den Alkohol dehydriert der Körper, es geht also viel Wasser verloren. «Das sorgt dann vor allem für die Kopfschmerzen am nächsten Morgen», erklärt Lück. Die einfachste Methode auch nach der Feier kopfschmerzfrei zu sein, ist natürlich die Finger vom Alkohol zu lassen. Wem das aber zu langweilig ist, der kann mit ein paar einfachen Regeln zumindest den schlimmsten Nachwirkungen vorbeugen.
Lücks Tipp: Während des feuchtfröhlichen Vergnügens sollte zwischen den alkoholischen Getränken immer auch genügend Wasser getrunken werden. «Auf zwei Gläser Bier, sollte immer ein Glas Wasser folgen», rät Lück. Ob das Wasser sprudelt oder in der stillen Variante im Getränkeplan landet, sei nicht so entscheiden.
Die Mär der «guten Basis»
Bei harten Getränken, wie Schnäpsen wird die Leber besonders belastet. Hat sie außerdem mit einer schweren Mahlzeit zu kämpfen, dann können die Gefäße in Mitleidenschaft gezogen werden und der Körper braucht sehr lange, um den Alkohol wieder abzubauen.
Das Klischee, sich eine «gute Basis» mit reichlich Essen zu schaffen, ist somit Humbug. Sicherlich brauche der Körper länger, um den Alkohol aufzunehmen, wenn der Magen mit einer fettigen Portion beschäftigt ist, so dass das Betrunkenheitsgefühl nicht ganz so schnell einsetzt. «Aber man muss sich im Klaren sein, dass der Alkohol dennoch irgendwann in voller Menge in den Körper hineinkommt», warnt Lück.
Besser sei es dagegen zum Gläschen immer wieder über den ganzen Abend verteilt kleinere Häppchen, wie etwa Tapas, zu schlemmen. Bei der Silvesterparty eignet sich ein abwechslungsreichen kaltes Büfett, an dem die Gäste immer wieder vorbeischlendern können. Selbst wer nicht auf seine schlanke Linie achten muss, sollte sich vom Fett fernhalten. Denn: «Wer zu wenig Kohlenhydrate isst, der kann die Abfallprodukte des Alkohols schlechter abbauen», so Lück. Dann kommt es zu einer Übersäuerung des Körpers. Die Folge: Erbrechen.
Wenn schon, dann bitte pur und hochwertig
Auch in der Wahl des Alkohols liegt der folgende Tag schon vorprogrammiert. Wer gerne zu Likören greift, sollte sich auf ein paar unangenehme Stunden gefasst machen. Der Zucker in den süßen Kurzen kann den Abbau von Alkohol verzögern. Gleiches gilt für süße Weine oder zuckrige Alcopops.
Die Devise heißt also: Lieber zu den reinen Destillaten wie etwa Wodka oder zu trockenen Weinen greifen. Außerdem: Lieber hochwertige Flaschen kaufen als Billigprodukte. Denn: In den minderwertigen Getränken entstehen bei der Gärung Fuselöle, mehrwertige Alkohole, die die Blutgefäße verengen und sich ganz schlecht abbauen lassen. Heftiges Schädelbrummen bleibt dann gar nicht aus. Auch führt die etwas teurere Flasche dazu, dass man vielleicht nicht ganz so viel in sich hinein schüttet und stattdessen in Maßen genießt.
Wen der Kater doch voll erwischt, sollte ja nicht der Versuchung erliegen, sich mit der Kuscheldecke aufs Sofa zu verkriechen. «Man muss so schnell wie möglich wieder hoch kommen und den Körper in Schwung bringen», sagt Lück. «Man muss ja nicht gleich ein Fitnessprogramm starten», so Lück. Aber ein strammer Spaziergang wirke Wunder. Sonst hat man von dem elenden Nachspiel der Feier noch lange etwas.
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