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Fit trotz Völlerei und Rausch (Bild 1/7)
Festtagsessen (Foto)
Foto: ddp
25.12.2009

Mhm - lecker. Beim Festtagsbraten wird mal so richtig zugeschlagen. Auch wenn sich der Gaumen freut - Leber und Hüfte bereitet der Schmaus ein wenig Stress.

Folgenschweres Feiern

Kugelrund und verkatert

Von news.de-Redakteurin Katharina Schlager

Völlerei und Rausch - von Weihnachten bis Neujahr wird der Körper schweren Strapazen ausgesetzt. Man muss das neue Jahr aber nicht mit einem unangenehmen Kater und der Festtagsgans auf den Hüften beginnen.

Lester Maul (Was ist das?)

Bis man all diese Regeln verinnerlicht hat, sind die Feiertage vorüber. Dabei ist es im Grunde ganz einfach. Essen so lange es schmeckt. Und was den Alkohol betrifft: Nicht zu viel aber vor allem nicht zu wenig.

Nicht nur, dass der Weihnachtsstress an den Nerven zerrt, auch den vielen Familienfeiern, bei denen jeder dem anderen mit viel Essen und Leckereien etwas Gutes tun möchte, wird der Körper außergewöhnlichen Strapatzen ausgesetzt. Und dann lauert da ja noch das feuchtfröhliche Feiern am Silvesterabend. Wie man sich dennoch durch den Feiermarathon wurschtelt, verrät News.de

Damit am Ende der Feiertage der Gürtel am prallgefüllten Bauch keinen gequetschten roten Streifen hinterlässt und die Völlerei noch Genuss bleibt, rät Dr. Stephan Lück dazu sich im Vorfeld einen Plan zu machen, wann welches Essen dran ist. «Dann kann man auch Pausen schon im Vorfeld eintakten», so der Ernährungsexperte. Denn um die Festessen kommt man nicht drumherum. Da kann man noch so sehr die «schlanke Linie» vorschieben.

Sind die Schlemmereien aber erledigt, tut der Familie ein gemeinsamer Ausflug und ein bisschen schmale Kost gut. «Man muss ja nicht gleich Fasten», so Lück. Aber die Lebensmittelzufuhr sollte sich an einem solchen Tag nur auf das Nötigste beschränken. Dazu gehören viel Wasser, ein bisschen Obst und Gemüse und ein bisschen Kohlenhydrate, damit das Gehirn versorgt ist. Bei so einem Entlastungstag kommt auch die Leber mal wieder zum Verschnaufen.

Das größte Weihnachtsproblem: Zu viel Zucker, zu viel Fett, zu viel Alkohol. Das liegt nicht nur am Festtagsbraten, sondern auch an dem zahlreichen Naschwerk für zwischendurch, wie Plätzchen, Pralinen oder die Marzipankartoffeln auf dem bunten Teller, die sich schnell nebenher wegschnabulieren lassen. «Das sind enorme Kalorienbomben, die ich mir da so reinpfeifen kann», so Lück. Da ist man ganz, ganz schnell weit über dem Energiehaushalt, den man eigentlich verbrauchen kann.

Keine Panik vor Kalorienüberfluss

Wer die Wahl hat und sollte eher zu Nussplätzchen greifen. Die sind zwar auch nicht gerade fettarm, aber, das Fett ist zumindest hochwertig, so Lück. Auch Trockenfrüchte, wie Feigen, sind eine gute Alternative zum schweren Mürbeteigplätzchen.

Die hohe Kalorienzahl über die Festtage sei aber kein Anlass zur Panik, beruhigt Lück. Denn selbst wer man an einem Tag völlig über die Stränge schlägt, muss nicht befürchten, dass Hüpfgold auf Ewig mit sich herum tragen zu müssen. «Wenn man nur über die Weihnachtstag so viel Kalorien zu sich nimmt, dann nimmt man davon keine zwei oder drei Kilo zu», so Lück. «Pro Kilogramm Körperfett müsste man etwa 7000 Kalorien zusätzlich futtern. Das muss man erstmal schaffen. Da müsste man schon den Gänsebraten alleine essen und am besten vorher noch fritieren.»

Von Vermeidungsstrategien, wie am Tag des Festbratens das Frühstück einfach wegzulassen, oder auf das Mittagsessen komplett zu verzichten, rät Lück ab. Wenn man nichts isst, dann bekommt das Gehirn keine Nährstoffe, dann kommt es zum Heißhunger und zu unkontrolliertem Spachteln. «Dann habe ich keine Chance mehr, kontrolliert und bewusst auszuwählen, wie viel ich von was esse.»

Auch wenn man als Gast nur bedingt kontrollieren kann, was auf dem Teller landet, so lohnt es sich doch zumindest beim Inhalt des Glases Vernunft walten lassen. Wer etwa viel Wasser zur Schlemmerei trinkt, füllt seinen Magen und hilft dem Körper beim Abbauen und Verdauen. Und: Wer beim Gemüse doppelt zuschlägt, der giert vielleicht nicht mehr nach der zweiten Portion Klöße und Gänsekeule.

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