Von news.de-Redakteurin Katharina Schlager
Jede Krankheit entsteht, weil es ein Ungleichgewicht der Mineralstoffe in Zellen gibt. Das lässt sich ausgleichen, meinte Wilhelm Heinrich Schüßler, der im 19. Jahrhundert lebte. Das Ergebnis seiner Theorie: die Schüßlersalze.
Mit den Salzen lassen sich Krankheiten durch einen Ausgleich des Gleichgewichts behandeln, in dem die Speicher in den Zellen aufgefüllt werden. Schüßler hat zwölf Mineralstoffe identifiziert, die im Körper kräftig mitmischen. Seine Anhänger haben das Repertoire später um zwölf Ergänzungssalze erweitert. «Aber die sind auch nur zur Ergänzung gedacht», erklärt Heilpraktiker und Buchautor Günther H. Heepen. Mit den zwölf Basissalzen komme man normalerweise aus.
Die Schüßler-Salze werden nach der homöopathischen Methode aufbereitet und besonders fein in ihre Moleküle zerteilt. Wird das Salz so stark zerkleinert, dann kann es von der Zelle besser aufgenommen werden. Somit können sie dann auch im Körper regulierend eingreifen, erklärt Heepen.
Die Salze werden in Form von Tabletten auf Milchzuckerbasis eingenommen. Diese werden nicht geschluckt. Stattdessen lässt man sie im Mund ganz langsam zergehen. Denn über die Mundschleimhaut werden die Moleküle am schnellsten aufgenommen.
Die Praxis gab Schüßlers Theorie schon zu Lebzeiten recht. «Schüßler hat damals mit der Methode viele Infektionskrankheiten geheilt», sagt Heepen. Die Schulmedizin hatte zu der Zeit Krankheiten wie etwa Keuchhusten noch keine Antibiotika entgegenzusetzen. «Heute würde aber niemand mehr solch schwere Krankheiten nur mit Schüßler-Salzen behandeln», rät Heepen ab. «Das wäre unverantwortlich.»
Kombinieren statt einzeln behandeln
Während Schüßler noch Krankheitsbilder isoliert mit immer nur einem Salz bekämpft hat, setzt Heepen in seiner Praxis auf Kombinationen. «Ein Patient hat oft nicht nur Kopfschmerzen», begründet Heepen den Therapieansatz. «Meist steckt da mehr hinter, wie etwa Verspannungen oder Zahnbeschwerden.»
Um die richtige Salzmischung zu bestimmen, werden zwei Diagnosen gestellt. Die eine geht von den Beschwerden aus, die bestimmten Salzen zugeordnet sind. So hilft etwa das Salz Nummer Eins (Calcium fluoratum) bei Osteoporose oder bei Kindern gegen Karies. Die Nummer Drei (Ferrum phosphoricum) ist dagegen das klassische Entzündungsmittel und kann bei Magenschmerzen eingesetzt werden. Bei Sodbrennen greift man dagegen zur Nummer Neun (Natrium phosphoricum). Die Diagnose können auch Laien ganz unkompliziert mit Hilfe einer Liste zu Hause stellen.
Die zweite Diagnoseform, die sogenannte Antlitzdiagnose, sollte man dagegen einem geübten Fachmann überlassen. Das Prinzip hinter dieser Methode ist, dass Mineralstoffmangel im Gesicht seine Spuren hinterlässt. Etwa durch eine käsige Hautfarbe oder dunkelblaue Schatten in den inneren Augenwinkeln. Am besten sei, die beiden Diagnosen zu verbinden, findet Heepen.
Eine Gefahr der Überdosierung besteht nicht. «Da müsste jemand schon eine komplette Packung lutschen», sagt Heepen. Selbst dann wären es nicht die Salze, die unangenehm auffallen, sondern die Trägersubstanz der Tabletten: der abführend wirkende Milchzucker. Die Menge an Milchzucker ist bei einer üblichen Therapie übrigens selbst bei Menschen mit Laktoseintoleranz meist unproblematisch. Sollten die Tabletten nicht vertragen werden, gibt es die Salze auch in Form von Kügelchen auf Glukosebasis und in einer Alkohollösung als Tropfen.
Die Vorteile der Behandlungsmethode: Sie ist übersichtlich, lässt sich einfach auch von Laien anwenden, hat keine Nebenwirkungen und ist auch in der Schwangerschaft, wenn viele andere Medikamente tabu sind, ohne Risiken anwendbar.
Das einzige Risiko besteht darin, dass sich ein Patient beim Griff zur falschen Nummer in Sicherheit wiegen könnte und seine Krankheit gar nicht behandelt wird. Deshalb rät Heepen auch in seinen Büchern immer wieder dringend dazu, bei ernsten Krankheiten oder anhaltenden Beschwerden auch einen Arzt oder Heilpraktiker hinzuzuziehen. Die Schüßler-Salze sollten dann nur unterstützend angewendet werden. «Wichtig ist, dass Patienten ihre Grenzen und die der Salze kennen», betont der Heilpraktiker.
Natürlich stoße auch er mit seiner Lieblingsheilmethode immer wieder an Grenzen. «Einen Wirbel kann man nicht mit Salzen wieder einrenken», erklärt er. Dann müsse man Hand anlegen und zu anderen Methode greifen. «Aber die Schmerzen lassen sich begleitend mit Salzen lindern.»
Stoßtherapie - und es hat sich ausgeschnupft
Heepen selbst ist von den Schüßler-Salzen aus eigener Erfahrung überzeugt. «Ich war früher ein richtiges Schnupfenkind», erzählt er. Nichts habe geholfen – auch zahlreiche Operationen nicht. Bis er die Schüßler-Salze ausprobierte. «Heute läuft nur noch selten die Nase.» Und wenn, dann mache er eine Stoßtherapie und nimmt alle zehn Minuten eine Tablette der Nummer Acht. Nach zwei Stunden habe es sich dann bereits ausgeschnupft.
In der Schulmedizin werden die Schüßler-Salze, genau wie auch die Homöopathie, immer wieder kritisiert. Ihre Wirkung sei nicht wissenschaftlich erwiesen. Auch sei es sehr fraglich, dass so kleine Dosen von Mineralsalzen eine angeblich so große Wirkung haben. Von Placebo-Effekt ist immer wieder die Rede. Ärgerlich, findet Heepen. «Ich verstehe nicht, warum die Schulmedizin sich das nicht vorstellen kann. Es ist doch etwa auch bei Hormonen bewiesen, dass kleinste Mengen große Auswirkungen auf den Körper haben können», wundert sich Heepen.
Trotz seiner langen Erfahrung mit den Salzen werde aber auch er in seiner Praxis durch die durchschlagende Wirkung bei einigen Patienten immer wieder überrascht und kann sich gar nicht vorstellen, dass etwa starke Schmerzen derart schnell verschwinden können. «Man erlebt da immer wieder kleine Wunder», sagt er.
ham/reu/news.de
Ich habe bisher wie meine zwei Vorredner gedacht. Bis ich selbst krank wurde und mir die Schulmedizin nicht helfen konnte. Die Wirksamkeit von Homöopathie, Bioresonanz und Akupunkter wurde schon längst nachgewiesen. Es ist erwiesen worden, dass sich in unserem Körper elektrische Energie befindet, welche u.a. jede einzelne Zelle nutzt um ihre ordnungsgemäße Funktion zu erfüllen. Durch allen voran vor allem Impfungen und sonstige schulmedizinische Präparate kann sich diese elektrische Frequenz verändern. Die Schulmedizin leugnet es wegen dem Absatzmarkt der Pharmaprodukte.
jetzt antwortenKommentar meldenIch wundere mich immer wieder, wie solche Werbung verpackt als News gepostet wird. Homöopathie hat bisher nie ihre stoffliche Wirksamkeit in anerkannten Testmethoden beweisen können. Es wurden zwar Plazebowirkungen beobachtet, aber das ist auch alles. Wenn man über Arzneimittel schreibt, sollte man sich über grundsätzliche Beurteilungskriterien und Methoden wie z.b. entsprechende Doppel-Blind Versuchsanordnungen informieren. Alles andere ist schlichtweg mittelalterliches mythisches Denken und hat nichts aber auch gar nichts mit einem modernen Weltbild zu tun. Nachlesen: Wikipedia!
jetzt antwortenKommentar meldenHomöopathie war ist und wir immer hübscher, in Psychomüll verpackter Betrug sein. Armes Land, das dagegen nichts getan wird.
jetzt antwortenKommentar melden