Was Pneumokokken sind, wissen die wenigsten. Dabei sterben jährlich 12.000 Menschen an den Folgen einer solchen Infektion. Mehr erfuhren news.de-User bei einer Telefonaktion - hier sind die Fragen und Antworten zum Nachlesen.
Was sind Pneumokokken und welche Krankheiten verursachen sie?
Dr. Alexander Lorscheidt: Pneumokokken sind Bakterien, die beim Menschen häufig den Nasen-Rachen-Raum besiedeln. Ist das Immunsystem geschwächt, können sie verschiedene schwere Erkrankungen hervorrufen. Sie sind die häufigste Ursache für Lungenentzündungen, sind aber in vielen Fällen auch verantwortlich für Hirnhaut- und Mittelohrentzündungen sowie – im ungünstigsten Fall – für Blutvergiftungen.
Wie gefährlich ist eine Erkrankung durch Pneumokokken?
Dr. Michael Albrecht: Experten gehen davon aus, dass in Deutschland trotz Antibiotika-Therapie jährlich etwa 12.000 Patienten an den Folgen einer Pneumokokken-Erkrankung sterben, der Großteil der Betroffenen ist über 60 Jahre alt. Jeder zweite Todesfall ereignet sich innerhalb von 48 Stunden. Damit es gar nicht erst dazu kommt, ist eine Impfung sinnvoll.
Wer ist besonders gefährdet?
Dr. Michael Feld: Besonders gefährdet sind Säuglinge und Kleinkinder zwischen 2 und 23 Monaten sowie ältere Menschen ab 60 Jahren. Für über 60-jährige bedeutet eine Infektion mit Pneumokokken viermal häufiger den Tod als für junge Erwachsene. Aber auch Menschen mit angeborenen oder erworbenen Immundefekten oder chronischen Krankheiten, wie zum Beispiel Asthma, chronischer Bronchitis, Diabetes, Rheuma oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen, sollten einer Pneumokokken-Erkrankung vorbeugen.
Welche Krankheitssymptome zeigen sich bei einer Pneumokokken-Infektion?
Dr. Lorscheidt: Zu den ersten Symptomen zählen häufig auffällig hohes Fieber und Schüttelfrost. Dem zunächst trockenen Husten folgt später eitriger Auswurf. Viele Patienten klagen auch über Schmerzen im Brustbereich. Ältere Menschen zeigen oft eine untypische Symptomatik begleitet von Herzrasen, einer gesteigerten Atemfrequenz sowie einer Austrocknung durch den Flüssigkeitsverlust.
Wie kann ich mich vor einer Pneumokokken-Infektion schützen?
Dr. Feld: Pneumokokken werden durch Tröpfcheninfektion übertragen, das heißt durch Husten, Niesen oder im Gespräch. Die wirkungsvollste Schutzmaßnahme gegen eine Infektion ist die Impfung. Es steht ein Impfstoff zur Verfügung, der vor den wichtigsten Pneumokokken-Typen schützen kann. Eine große Studie an über 65-Jährigen in Spanien hat gezeigt, dass durch eine Impfung fast 60 Prozent der tödlich verlaufenden Lungenentzündungen vorgebeugt werden kann.
Für wen wird die Impfung empfohlen?
Dr. Albrecht: Die Ständige Impfkommission (STIKO) am Robert Koch-Institut empfiehlt die Impfung gegen Pneumokokken-Erkrankungen für alle Menschen ab 60 Jahren, da die Leistungsfähigkeit des Immunsystems mit dem Alter abnimmt, für Säuglinge und Kleinkinder zwischen 2 und 23 Monaten sowie für Menschen jeden Alters mit erhöhter gesundheitlicher Gefährdung oder chronischen Erkrankungen.
Ist es sinnvoll, dass ich mich gegen die Grippe und gegen Lungenentzündungen durch Pneumokokken impfen lasse?
Dr. Lorscheidt: Ja, das ist sogar besonders sinnvoll, da eine Grippe und Pneumokokken-Bakterien sich gegenseitig den Weg bereiten können. Ist der Körper durch eine Grippe geschwächt, ist er anfälliger für Begleit-Infektionen, wie zum Beispiel eine durch Pneumokokken hervorgerufene Lungenentzündung. Hat der Körper andererseits gegen eine Lungenentzündung zu kämpfen, können Grippe-Viren viel einfacher eindringen und sich vermehren. Die jährliche Grippe-Impfung ist eine gute Gelegenheit, den Impfschutz gegen Pneumokokken überprüfen zu lassen. Aufgrund der Impfstoffeigenschaften steht einer gleichzeitigen Impfung nichts im Wege.
Wie lange hält der Impfschutz an?
Dr. Feld: Bei gesunden Menschen über 60 reicht die einmalige Impfung aus. Menschen, die an chronischen Erkrankungen wie Herz-Kreislauf-Krankheiten, Krankheiten der Atmungsorgane oder Diabetes leiden, sollten ihren Pneumokokken-Impfschutz dagegen alle fünf Jahre auffrischen lassen.
Zahlt meine Krankenkasse die Pneumokokken-Impfung?
Dr. Albrecht: Die Krankenkassen zahlen die Impfung für alle Gruppen, für die die STIKO eine Impfempfehlung ausspricht.
Am Telefon haben folgende Experten geantwortet: Dr. Alexander Lorscheidt, Facharzt für Innere Medizin und Allgemeinmedizin, Akademische Lehrpraxis der Universität zu Köln; Dr. Michael Albrecht; Facharzt für Allgemeinmedizin, Köln; Dr. Michael Feld; Facharzt für Allgemeinmedizin, Frechen-Königsdorf.
Ich heise Katharina Künzli und bin 64 Jahre ich möchte Sie fragen was man eine Knoche Jnfekzion der Artzt hat mir gesagt das ich antibiotika nehmen muss und Schmerztablete ich möchte Sie fragen ob Sie mir sagen können was das ganz genau ist und ob es heilbar ist den mit den so schtarken schmertzen ist es fast nicht mehr zum aushlten seien sie so gut und schreiben sie mir eine mail Vielen Dank Grüst Katharina.
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