Sa., 26.05.12

Gutes aus der Natur 02.12.2009 Krautige Heilmittel

Heilkräuter (Foto)
Gegen viele Leiden ist ein Kraut gewachsen. Man muss nur wissen welches. Bild: dpa

Von den news.de-Redakteurinnen K. Schlager und C. Arthen

Nicht bei jedem Schnupfen müssen gleich Medikamente her. Die Natur hat einige Heilmittel parat, die leicht daheim angewendet werden können. News.de verrät, gegen welche Leiden welches Kraut gewachsen ist.

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Birkensaft
Allergiker mögen der Birke zwar etwas skeptisch gegenüber stehen, doch der Baum liefert neben nervigen Pollen viel erfreuliches Material. Die Blätter haben besonders wassertreibende Wirkungen und einen relativ hohen Vitamin-C-Gehalt. Der Birkensaft wird somit zur Entwässerung und inneren Reinigung getrunken.

Holunder
Besonders in der Schniefnasen-Saison kann Holunder kleine Wunder bewirken. Die vielseitige Pflanze knausert nicht und stellt Blüten und Beeren zur Verfügung. Ihre Blüten treiben in Form von Tee so manchem Erkälteten den Schweiß auf die Stirn und das Fieber aus den Knochen. Grund: ätherische Öle, Pflanzenfarbstoffe sowie Gerb- und Schleimstoffe. Ist die Blütezeit vorbei, dann eignen sich die Beeren nicht nur für süße Leckereien und Saft. Die Früchte reinigen auch den Darm und helfen ebenfalls bei fiebrigen Erkältungen.

Ingwer
Wie gut, dass Ingwer so lecker schmeckt und so prima in viele Gerichte passt. So ist es ganz leicht, sich die scharfe Wurzel zunutze zu machen. Gebiete, auf denen man zur Ingwerwaffe greifen kann, sind Blähungen, Völlegefühl und Krämpfe. Aber auch Migräneanfälle und Erkältungen. Grund sind ätherische Öle und Scharfstoffe. Die vielseitig talentierte Pflanze hilft auch gegen Seekrankheit und Übelkeit, wofür sie von Matrosen schon seit Jahrhunderten sehr geschätzt wird.

Königskerze
Ein Helfer gegen Husten und Bronchitis ist die Königskerze, die majestätisch und kerzengerade bis zu drei Meter in die Höhe wachsen kann. Die Pflanze ist meist in Teemischungen enthalten, wobei ausschließlich die Blüten eingesetzt werden. Sie enthalten unter anderem Schleimstoffe und Saponine. Die Schleimstoffe schützen die Schleimhäute und lindern so die Reizung, die Saponine lösen den Erkältungsschleim und fördern so den Auswurf.

Kümmel
Kümmel wird beim Kochen nicht nur zum Würzen verwendet. Das hat einen handfesten medizinischen Hintergrund: Er soll die Verträglichkeit von blähenden Speisen wie Kohl oder frischem Brot verbessern. Man kann ihn auch als Tee trinken - dazu müssen die Früchte vor der Verwendung angestoßen oder zerdrückt werden, damit das ätherische Öl in das Wasser gelangen kann. Kümmelfrüchte wiederum helfen gegen Mundgeruch: Dazu genügt es, einige Früchte zu kauen.

Kürbissamen
Schon vor 15.000 Jahren sollen Steinzeitjäger Kürbissamen geknabbert haben. Gewissermaßen gegen den kleinen Hunger zwischendurch. Und die alten Indianerkulturen nutzten den Kürbis als Heilmittel: Man zerstampfte das Fruchtfleisch und mischte es mit Quellwasser. Den Brei legte man auf Verletzungen wie Brandwunden. Die Blätter wiederum wurden angefeuchtet, erwärmt und auf Prellungen und verstauchte Gliedmaßen gelegt. Heutzutage wird Kürbissamen vor allem bei Reizblase und Harninkontinenz empfohlen. Auch bei gutartiger Prostatavergrößerung sollen sie helfen - und gegen Bettnässen.

Mönchspfeffer
Präparate aus den Extrakten der Früchte des Mönchspfeffers sind vor allem in der Frauenheilkunde beliebt und werden bei Menstruationsstörungen, zum Beispiel bei verlängerter, sehr starker oder ausbleibender Monatsblutung, sowie beim prämenstruellem Syndrom eingesetzt. Allerdings haben die Früchte beim Mann eine leicht Lust dämpfende Wirkung, weshalb sie in den Männerklöstern gegessen wurden. Weil sie einen würzigen, leicht scharfen Geschmack haben, wurden sie auch als Pfefferersatz verwendet - daher der Name Mönchspfeffer.

Pfefferminze
Nicht nur im Kaugummi oder im Tee bringt Pfefferminze frischen Wind ins Leben. Sein scharf schmeckendes Öl wirkt auch positiv auf den Magen-Darm-Bereich und löst schmerzhafte Krämpfe. Die Galle bringen die Pfefferminzblätter mit ätherischen Ölen ebenfalls in Schwung.

Rosskastanie
Die Samen der Rosskastanie sind nicht nur ein bei Waldtieren beliebtes Futter oder eine gern gesehene herbstliche Dekoration. Sie werden auch für Heilzwecke genutzt - etwa bei schweren Beinen, nächtlichen Wadenkrämpfen und Juckreiz. Eine wichtige Rolle spielt dabei der Wirkstoff Aescin, der die geschädigten Gefäße abdichtet. So geht weniger Flüssigkeit aus den Venen in das Gewebe über, die Bildung von Ödemen wird vermindert, und bestehende Ödeme in den Beinen gehen zurück.

Schafgarbe
Bei den alten Griechen wurde die Schafgarbe noch zur Wundbehandlung eingesetzt, was ihr den Beinamen «Soldatenkraut» einbrachte. Neben der entzündungshemmenden Wirkung ist Schafgarbe aber auch bei schmerzhaften Menstruationsbeschwerden sowie bei Krämpfen eine gute Alternative zu Medikamenten. Als weiterer Bonus regt das Kraut den Appetit an. Aber vorsichtig: Bei empfindliche Menschen könnten allergische Reaktionen auftreten.

Weißdorn
Dieser Strauch bringt mit Blüten, Blättern und Früchten das Blut in Wallungen. Weißdorn ist mit seiner Durchblutung fördernden Wirkung bei vielen Herzbeschwerden gut einsetzbar. So etwa bei Herzmuskelschwäche, Druck- und Beklemmungsgefühlen und Herzinsuffizienz. Besonders beruhigend: Weißdorn hat keinerlei Nebenwirkungen und kann von jedem gefahrlos genutzt werden.

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Leserkommentare (1) Jetzt Kommentar zum Artikel schreiben
  • Mine
  • Kommentar 1
  • 05.12.2009 12:56
 

Holunder Blüten Sirup Gibt Kraft im Mieralwasser macht er müde wieder Munter im Sekt gleich zwei mal .

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