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Prominente und die Diagnose (Bild 1/ 8)
Christina Applegate (Foto)
Foto: ap
13.07.2009

Im Sommer 2008 wurde bei Christina Applegate Brustkrebs festgestellt. Da schon ihre Mutter an Brustkrebs erkrankt war, entschloss sich die Schauspielerin für eine prophylaktische beidseitige Mastektomie, obwohl nur eine Brust betroffen war. Nach der Amputation gab sie im August 2008 bekannt, dass sie vollständig vom Krebs geheilt sei.

Mammographie

So läuft die Untersuchung ab

Etwa jede zehnte Frau in Deutschland erkrankt an Brustkrebs. Um diese Krebsform möglichst frühzeitig zu entdecken, wurde das Mammographie-Screening eingeführt. News.de erklärt, für wen es gedacht ist und wie es abläuft.

Als Mammographie bezeichnet man in der Medizin eine Röntgenuntersuchung der Brust. Sie dient der Früherkennung von Brustkrebs (Mammakarzinom). Schon kleine Tumore, die sich in einem frühen Stadium befinden und noch nicht als Verhärtungen oder Knoten ertastbar sind, können mit Hilfe dieser radiologischen Untersuchung erkannt werden.

Die Mammographie ist seit dem Jahr 2004 Teil des gesetzlichen Krebsfrüherkennungsprogramms. Sie wurde stufenweise eingeführt und wird seit Ende 2008 flächendeckend als Reihenuntersuchung für Frauen im Alter von 50 bis 69 Jahren in Deutschland angeboten. Die Kosten - 70 bis 100 Euro je nach Region -  werden von den Krankenkassen übernommen. Die Teilnahme an den Untersuchungen im Zwei-Jahres-Rhythmus ist freiwillig. Anders als bei sonstigen Früherkennungsuntersuchungen erfolgt jedoch eine Einladung an alle Frauen der betreffenden Altersgruppe in das Zentrum an ihrem Wohnort oder der nächst größeren Stadt.

Die Mammographie wird auch bei verdächtigen Tastbefunden an der Brust durchgeführt oder in dem Fall, dass eine Frau zur Risikogruppe für eine Brustkrebserkrankung gehört. Dazu zählen Frauen, in deren Familie bereits Fälle von Brustkrebs vorkamen.

Zwei Techniken werden angewendet: die analoge und die digitale Mammographie. Standardverfahren ist die analoge Mammographie, bei der ein klassisches Röntgenbild angefertigt wird, während die digitale Mamographie noch verhältnismäßig neu ist. Dabei werden die aufgenommenen Bilder elektronisch auf einem Computer gespeichert und auf einem Bildschirm angesehen. Die Methoden gelten als gleichwertig.

Jede Brust muss für die Untersuchung zwischen zwei Plexiglasscheiben gelegt und kurzzeitig zusammengedrückt werden. Dieser sekundenlange Druck kann unangenehm werden, manche Frauen verspüren dabei Schmerzen. Aber; Je flacher Die Brust zusammengedrückt wird, umso geringer ist die notwendige Strahlendosis und desto aussagekräftiger ist das Mammogramm.

Ein geeigneter Zeitpunkt, um eine Mammographie durchführen zu lassen, ist etwa zehn Tage nach Beginn der Regelblutung. Die Brust ist in dieser Zeit am entspanntesten, da sie am wenigsten Flüssigkeit enthält. Falls ein verdächtiger Befund Anlass zur Mammographie ist, sollte sie allerdings so schnell wie möglich erfolgen und nicht hinausgezögert werden.

Die Röntgenaufnahmen werden von mindesten zwei besonders geschulten Ärzten unabhängig voneinander beurteilt. Bei unauffälligen Aufnahmen erhalten die Frauen eine Mitteilung und werden in zwei Jahren wiederholt eingeladen.

Sind auf den Aufnahmen Auffälligkeiten entdeckt worden, die einer weiteren Abklärung bedürfen, werden die Frauen erneut eingeladen und in einem ärztlichen Gespräch über die anstehenden Zusatzuntersuchungen aufgeklärt. Nicht immer bedeuten Auffälligkeiten Krebs.
 

Quellen und Infos: Krebsinformationsdienst, Nationales Netzwerk Frauen und Gesundheit. Wo Mammographien angeboten werden, erfahren Frauen hier: www.mammo-programm.de.

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car/kat/news.de
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