Gefährliche Ader-Aussackung
Wollen Sie wissen, wie es bei dem Thema weitergeht?Wir informieren Sie gerne kostenlos.
Die Künstlerin Jeanne-Claude ist an einem Aneurysma gestorben, einer aufgerissenen Arterie. Der Hintergrund erklärt, wie es dazu kommt und was diese Krankheit bedeutet.
Ein Aneurysma ist eine mit Blut gefüllte sackartige Ausstülpung einer Arterie, die plötzlich aufreißen kann. Die meisten Aussackungen bilden sich an der Hauptschlagader (Aorta), der Herzwand oder im Gehirn. Eine derartige Fehlbildung kann angeboren sein. Sie kann aber auch auf eine Entzündung von Arterien, eine schwere Infektionskrankheit oder eine Arteriosklerose (Gefäßverkalkung) folgen.
Ein Herzinfarkt kann später zu einem Aneurysma (griechisch: Erweiterung) in der Herzwand und damit zu einer Herzschwäche bis zum plötzlichen Herztod führen. Platzt ein Aneurysma, droht der Mensch innerhalb von Minuten zu verbluten. Beim Platzen eines meist angeborenen Aneurysmas einer Hirnarterie kann es zum plötzlichen Hirntod kommen. Vorboten sind unter anderem stärkste Kopfschmerzen und Erbrechen.
Die Aussackung der Arterien entwickelt sich häufig völlig symptomlos und wird nur zufällig entdeckt. Je nachdem wo das Aneurysma sitzt, kann es aber eine Reihe von Symptomen wie Atemnot, Husten, Bauch- oder Rückenschmerzen, Schluckbeschwerden und Durchblutungsstörungen des Gehirns oder der Arme auslösen. Kleinere Aneurysmen werden gewöhnlich vom Arzt ohne direkten Eingriff beobachtet. Eine Operation ist oft mit hohem Risiko behaftet.
bla/che/news.de/dpa