Das eigene Risiko kennen
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Offiziell leben in Deutschland sieben Millionen Menschen mit der Diagnose Diabetes. Experten gehen aber von einer hohen Dunkelziffer aus. Woran man das Diabetesrisiko erkennt, erklären Experten bei einer kostenlosen Telefonaktion von News.de.
Wir stellen also fest, auch in Zeiten der Schweinegrippe gibt es Leute, mit wirklichen gesundheitlichen Problemen.
Während sich ein Typ-1-Diabetes durch deutliche Warnzeichen bemerkbar macht, fehlen diese beim Typ-2-Diabetes häufig ganz oder treten nur ganz subtil in Erscheinung. Die Folge: Die Erkrankung bleibt viel zu oft unerkannt. Ein unbehandelter Diabetes kann schwere gesundheitliche Folgen haben. Umso wichtiger ist es, das eigene Risiko zu kennen, um einer Erkrankung vorzubeugen oder sie schnell behandeln zu lassen.
Zu den wichtigsten Warnsignalen gehören häufiges Wasserlassen, Durst, Gewichtsverlust, Müdigkeit, Bauchschmerzen und wiederkehrende Infekte: Mit diesen Warnzeichen macht sich ein Typ-1-Diabetes akut bemerkbar. Die Autoimmunerkrankung, bei der körpereigene Antikörper die insulinproduzierenden Zellen der Bauchspeicheldrüse zerstören, tritt meist im Kindes- oder Jugendalter und unabhängig vom Lebenswandel auf. Der Zuckerstoffwechsel der Betroffenen gerät aus der Bahn und sie müssen mit Insulin behandelt werden.
Auch beim Typ-2-Diabetes entgleist der Blutzuckerspiegel. Die Gründe sind aber andere: Bewegungsmangel, falsche Ernährung und Übergewicht begünstigen die Entstehung. Und besonders tückisch: Die Erkrankung kann jahrelang ohne Symptome verlaufen und wird daher häufig erst spät erkannt.
Dabei könnte eine Erkrankung oft sogar verhindert werden, so Dr. Eva-Maria Fach, Vorsitzende des Bundesverbands niedergelassener Diabetologen: «Wird ein hohes Diabetesrisiko rechtzeitig erkannt, kann die Entstehung der Krankheit bei einem erheblichen Teil der Patienten verhindert oder zumindest hinausgezögert werden.» Denn ein Typ-2-Diabetes ist keine Lappalie, sondern kann ernste Folgen haben: Amputationen, Erblindungen oder schwere Herz-Kreislauf-Erkrankungen.
Verhindern oder hinauszögern lässt sich eine Erkrankung nur, wenn die Betroffenen ihre Ernährung konsequent umstellen und sich regelmäßig mehr bewegen. Mit einer gesunden Lebensweise lässt sich das Diabetesrisiko um bis zu 90 Prozent senken.
Fragen, die sich viele stellen, könnten sein: Mein Vater leidet an einem Typ-2-Diabetes, ich selbst bin schlank und bewege mich regelmäßig – habe ich trotzdem ein erhöhtes Diabetesrisiko? Können auch Kinder an einem Typ-2-Diabetes erkranken? Ich bin bereits an einem Typ-2-Diabetes erkrankt. Was kann ich tun, um schwere Folgeerkrankungen zu verhindern?
Diese und alle weiteren Fragen zum Thema Diabetesrisiko beantworten Experten des Bundesverbands niedergelassener Diabetologen anlässlich des Welt-Diabetes-Tags am Lesertelefon. Mit dabei sind Dr. Michael Simonsohn aus Frankfurt am Main, Dr. Nikolaus Scheper aus Marl, Dr. Joachim Thiel aus Herten, Dr. Heinz Rüßmann aus Dinslaken und Dr. Mahmoud Sultan aus Berlin. Die Experten sind am Donnerstag, 12. November, von 10 bis 17 Uhr gebührenfrei unter der Rufnummer (08 00) 090 92 90 zu erreichen.
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