Sa., 26.05.12

Umweltbundesamt 21.10.2009 Angst vor Nano

Nano (Foto)
Nanotechnologie gilt als große Hoffnung der Medizin. Nun befürchtet man, dass die Partikel auch klein genug sein könnten, um sich unkontrolliert im Körper auszubreiten. Bild: istockphoto

Nanotechnologie als Gefahr für Leib und Leben? Das Umweltbundesamt warnt vor Gesundheitsrisiken, die aus dem industriellen Einsatz von Nanotechnologie in Nahrungsmitteln, Kleidungsstücken, Kosmetika und anderen Produkten resultieren können.

Jahrelang galt die Nanotechnologie als Allheilmittel, nicht zuletzt für die Wirtschaft. Aufgrund der mikroskopisch kleinen Teilchen sollte Sonnencreme besser schützen, Nahrung länger halten oder Kleidung weniger schnell müffeln. Und die deutsche Spitzenforschung sich international auszeichnen. Jetzt warnt das Umweltbundesamt (UBA) vor Gesundheitsgefahren.

So berichtet die Süddeutsche Zeitung vorab unter Berufung auf eine noch unveröffentlichte Untersuchung der Behörde, das Umweltbundesamt empfehle, Produkte mit den kleinen Partikeln so lange zu vermeiden, wie ihre Wirkungen in der Umwelt und auf die menschliche Gesundheit noch weitgehend unbekannt sind.

Grund für die Warnung ist die Befürchtung, dass manche der mit dem bloßen Auge nicht sichtbaren Partikel bis tief in die Lunge vordringen und dort Entzündungen auslösen könnten. Im Tierversuch seien die Teilchen bis in den Kern von Körperzellen gewandert und hätten dort die Erbinformation geschädigt. Zudem gebe es Hinweise, dass Nanoröhrchen aus Kohlenstoff bei Tieren Erkrankungen auslösen können, die den von Asbestfasern verursachten ähnlich sind.

In der Studie fordert das Amt nun eine Kennzeichnungspflicht und ein Melderegister für Produkte, die Nanopartikel enthalten. Davon wären mehr als 800 Unternehmen in Deutschland betroffen, die in der Nanotechnologie tätig sind.

Die Nanotechnologie wird eingesetzt, um etwa in Textilien das Wachstum von Bakterien zu hemmen und damit üblen Geruch zu verhindern, auf Schokoriegeln die Bildung eines Grauschleiers zu unterdrücken oder in Sonnencremes ultraviolette Strahlen abzuhalten.

fme/sgo/news.de/ddp
Leserkommentare (2) Jetzt Kommentar zum Artikel schreiben
  • ansibeba
  • Kommentar 2
  • 22.10.2009 09:03
 

Könnte es sein, das F. William Engdahl recht hat und die Nanopartikel auch im sogenannten Schweinegrippeimpfstoff drin sind? - Spricht der Arzt zum Patienten "Das kann ja (H)Eiter werden!"

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  • ragnaroekr
  • Kommentar 1
  • 21.10.2009 16:29
 

Deutschland deine Experten. Der Grad der Verblödung dieser Einrichtung ist bestimmt nicht im Nanobereich angesiedelt. Nicht alles was man sieht ist ungefährlich. Da bahnt sich eine neue Kampagne der Besserwisser an, eine durchaus sichtbare Gefahr. Zu wünschen sind Experten, die nun im Pikobereich Gefahren sehen. Übrigens ist im Pikometerbereich ein Angström messbar. Warum beginnt die Angsthetze des Amtes schon im Nanobereich?

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