Von news.de-Redakteurin Claudia Arthen
Regelmäßig wandern macht nicht nur Spaß, sondern ist auch noch gesund und hält den Kopf frei. Und jetzt im Herbst ist die beste Zeit, um damit anzufangen. News.de nennt viele gute Gründe, die Wanderstiefel zu schnüren.
1. Wandern schützt das Herz:
«Die schonende Bewegung weiß vor allem das Herz zu schätzen», sagt Dr. Hans-Ulrich Rauchfuß, Präsident des Deutschen Wanderverbandes und von Beruf Arzt und Apotheker. Leichte Anstiege zwischen ebenen Strecken tun ihm besonders gut. Das Herz schlägt regelmäßiger und pumpt mehr Blut mit Sauerstoff durch den Organismus. Die Fließeigenschaften des Blutes werden verbessert. So wird Blutgerinnseln vorgebeugt. Das Herz spart Millionen Schläge im Jahr, arbeitet ökonomischer und lebt länger.
2. Wandern senkt den Blutdruck:
Wie bei jedem regelmäßigen Ausdauertraining wird der Blutdruck durch ausgiebiges Wandern harmonisiert. Sowohl Ruhe- als auch Belastungsblutdruck sprechen positiv darauf an.
3. Wandern reguliert den Blutfettspiegel:
Der Cholesterinspiegel wird ebenfalls gesenkt, das «böse» Cholesterin, das LDL (Low Density Lipoprotein) verringert sich, das «gute» HDL-Cholesterin (High Density Lipoprotein) wird angehoben. «Dadurch wird das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen geringer», sagt Rauchfuß.
4. Wandern kräftigt die Lunge:
Durch die verstärkte Atmung wird die Lunge bis in den letzten Winkel mit frischer Luft versorgt und beim Ausatmen entlüftet. Die Kapazität und das Leistungsvermögen erhöhen sich. Durch die vermehrte Sauerstoffzufuhr werden alle Organe besser versorgt und so das Herz entlastet.
5. Wandern stärkt Knochen und Gelnke:
Dieser Effekt ist laut Rauchfuß besonders für Frauen wichtig. Regelmäßiges Wandern kräftigt nämlich die Muskulatur und verstärkt die Durchblutung. Gelenke, Sehnen und Bänder werden positiv belastet und besser versorgt. Der Aufbauprozess der Knochen wird durch regelmäßiges Wandern gefördert, der Abbau von Knochenmasse gebremst. Das schützt vor Osteoporose (Knochenschwund).
6. Wandern regt den gesamten Stoffwechsel an:
Und das macht sich auch an der Haut bemerkbar. Durch die unterschiedlichen Temperaturen, Wind und Wetter wird sie widerstandsfähiger, rosiger und besser durchblutet. Wandern regt zudem die Verdauung an und dämpft den Appetit. So hält es nicht nur fit, sondern auch schlank.
7. Wandern stärkt die Abwehrkraft:
«Regelmäßiges Wandern - und zwar zu jeder Jahreszeit - macht widerstandsfähiger gegen alle möglichen Krankheitskeime», erklärt der Mediziner. Zum Beispiel gegen Erkältungsviren. Wichtig ist allerdings, so Rauchfuß, dass das Wandern Freude bereitet und nicht in Stress ausartet, denn der wiederum ist schädlich für Ihr Immunsystem.
8. Wandern hält geistig fit:
Darüber hinaus sorgt das Wandern auch für geistige Fitness: durch die gesteigerte Durchblutung des Gehirns wird die Konzentrations- und Leistungsfähigkeit verbessert. Vor allem wer zu depressiven Verstimmungen neigt, sollte sich zu regelmäßigen Wandertouren durchringen. Denn im Gehirn werden vermehrt Glückshormone, sogenannte Endorphine, ausgeschüttet, die wiederum die Ausschüttung anderer wichtiger Hormone nach sich ziehen
9. Wandern baut Stress ab:
Laut einer Studie fühlen sich 76 Prozent der befragten Wanderer nach einer Tour körperlich entspannter. 66 Prozent gaben an, seelisch ausgeglichener zu sein. Wandern ist demnach ein Stresskiller, da es, wie jeder Ausdauersport, die Ausschüttung von Stresshormonen reduziert. Studien haben außerdem gezeigt, dass es ausreicht, ein Bild einer Landschaft zu betrachten oder aus dem Fenster zu schauen, um Puls, Blutdruck und Muskeltonus zu senken sowie die Ausschüttung von Stresshormonen zu reduzieren. In der freien Natur verstärkt sich dieser Effekt noch.
10. Wandern sorgt für einen guten Schlaf:
Wandern beschert dem Wanderer eine erholsame Nachtruhe; nach einem fordernden Wandertag gibt es keine Probleme mit dem Ein- und Durchschlafen und es verzögert den Alterungsprozess.