Von Julia Rothhaas
Die Luft ist trocken, die Bewegungsfreiheit eingeschränkt und manchmal kommt auch noch ein Jetlag hinzu. Lange Flüge sind selten ein Vergnüngen. Doch mit den richtigen Tipps können Reisende dennoch erholt ankommen.
Egal, ob beruflich unterwegs oder auf dem Weg in den Urlaub: So richtig zerknittert mag niemand am Zielort ankommen. Gerade lange Flugreisen beanspruchen nicht nur die Geduld der Passagiere, sondern auch den Körper und den Kreislauf. Doch wer ein paar einfache Verhaltensregeln an Bord beachtet, der steigt sichtlich erholter aus dem Flieger.
Die Haut macht über den Wolken quasi einen Ausflug in die Wüste: Die Luftfeuchtigkeit an Bord ist niedrig, die Luft dadurch äußerst trocken. Da schreit die Haut förmlich nach Wasser - von innen wie von außen. Schon auf einem Flug nach New York verliert der Körper etwa einen Liter Flüssigkeit. Der beste Schutz vor dem Austrocknen: regelmäßig trinken. Doch statt Rotwein und Bier sollten Reisende lieber zu Wasser und Fruchtsäften greifen. Und dies in regelmäßigen Abständen während der gesamten Flugzeit.
Äußerlich spenden Cremes dem Gesicht genug Feuchtigkeit, die Augenpartie verlangt nach kühlenden Fluids oder beruhigenden Gels. Kontaktlinsenträger sollten die Haftschalen besser vor dem Abflug herausnehmen. Brennen die Augen trotzdem, helfen Tropfen, die die Augen künstlich befeuchten.
Neben der Trockenheit an Bord macht vielen die Enge zu schaffen. Nicht nur große Menschen jammern über die eingeschränkte Beinfreiheit im Flugzeug. Und die wenigsten möchten oder können sich ein Ticket in der Ersten Klasse mit den ultimativen High-Tech-Sitzen leisten. In der Economy-Class haben diejenigen etwas mehr Platz, die sich einen Sitz an den Notausgängen organisiert haben. Für ein Nickerchen eignet sich ein Fensterplatz, doch am Gang hat der Passagier nicht nur die Möglichkeit, ab und zu aufzustehen, sondern er kann auch die Beine in den Gang strecken.
Doch egal, welcher Platz ergattert wird: Auf langen Flügen sollte man sich regelmäßig bewegen und den Gang entlang sparzieren. Ein wenig Knöchelkreisen oder Fußspitzen anheben kann bereits einer Thrombose vorbeugen. Anregungen für weitere Übungen finden sich meist in den Bordmagazinen der Fluggesellschaften. Wer für Blutstauungen und Gerinnsel anfällig ist, der kommt wohl kaum um Kompressionsstrümpfe herum - auch, wenn es wahrlich Angenehmeres gibt.
Apropos Bequemlichkeit: Reisekleidung sollte nicht kneifen oder zu eng sein. Damit man im winterlichen Abflugort nicht friert und am sommerlichen Ziel nicht sofort ins Schwitzen gerät, empfiehlt es sich, mehrere Schichten Kleidung übereinander zu tragen. Darüber hinaus schwanken die Temperaturen bei Tag- und Nachtflügen in der Kabine. Der Lagen-Look kann auch hier helfen.
Der gemeine Jetlag kann Reisenden die ersten Urlaubstage mit Schlafproblemen oder Verdauungsstörungen vermiesen. Daher sollten Reisende schon in der Luft versuchen, Körper und Geist auf die Zeitumstellung vorzubereiten. Die Uhr umstellen und dann versuchen, den Schlaf dem Rhythmus vor Ort anzupassen, kann helfen.
Wer durchschlafen möchte, der sollte das Bordpersonal rechtzeitig informieren, damit er nicht zu den Mahlzeiten geweckt wird. Doch auch das Wachbleiben kann seine Vorteile haben: Schlafprobleme in der ersten Nacht am Urlaubsziel sind somit passé. Nach der Landung sollte man während des Tages dem Schlafdrang nicht nachgeben.
Damit Reisende einigermaßen erfrischt nach vielen Stunden aus dem Flieger steigen können, sollten diese Dinge im Handgepäck nicht fehlen: Zahnpasta und Zahnbürste, Mini-Deodorant, Creme und Make-up sowie ein Kamm und ein erfrischender Duft. Natürlich in der passenden Reisegröße, damit es bei den Kontrollen am Flughafen keine Probleme gibt. Dann steht einem strahlenden Urlaubsbeginn nichts mehr im Wege.
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