Mo., 13.02.12

Erkältungszeit Fahrplan durch die verschniefte Saison

Artikel vom 06.10.2009

Verstopfte Nasen, Kratzen im Hals und anhaltender Husten. Herbstzeit ist Grippe- und Erkältungszeit. News.de gibt Tipps, wie man durch die verschniefte Saison kommt und klärt die wichtigsten Fragen zu Herbsterkrankungen.

Der Unterschied zwischen Erkältung, saisonaler Grippe und Schweinegrippe

Nicht bei jedem Schnupfen handelt es sich gleich um die klassische saisonale Influenza oder gar die Schweinegrippe. Manchmal ist es einfach nur eine Erkältung.

Erkältungen gehören weltweit zu den häufigsten Erkrankungen. Schätzungen zufolge ist jeder Erwachsene zwei bis fünf Mal im Jahr betroffen. Meistens beginnt eine Erkältung eher schleppend, die Symptome setzen über mehrere Tage ein. Ein Kratzen im Hals und ein Schnupfen sind der Anfang, dann folgt Husten und unter Umständen auch Fieber.

Bei der saisonalen Grippe oder Influenza, die laut Robert-Koch-Institut (RKI) jährlich rund 10 bis 20 Prozent der Bevölkerung betrifft, ist dagegen ein sehr starker und plötzlicher Krankheitsbeginn typisch. Innerhalb weniger Stunden treten hohes Fieber, starke Kopf- und Gliederschmerzen sowie ein trockener Husten auf. Die Symptome der Schweinegrippe sind denen der saisonalen Grippe sehr ähnlich. Einige Betroffene berichteten zudem von Übelkeit, Erbrechen und Durchfall.

Beginn der Grippesaison

Dem RKI zufolge treten die ersten Fälle der klassischen Wintergrippe meist ab Oktober auf. In diesem Jahr könnte die Schweinegrippe die saisonale Influenza allerdings in gewissem Maß verdrängen, wie Institutssprecherin Susanne Glasmacher erklärt. Erfahrungen aus der aktuellen Grippesaison auf der Südhalbkugel legten nahe, dass auch hier mit einer zunehmenden Verbreitung des neuen H1N1-Virus zu rechnen ist. Noch sei die Situation mit täglich 100 bis 300 neuen Fällen aber relativ stabil. Seit Ende April sind dem RKI knapp 20.000 Schweinegrippe-Erkrankungen gemeldet worden.

Risikogruppen

Ältere Menschen ab 60 Jahre und chronisch Kranke wie etwa Asthmapatienten leiden bei der saisonalen Influenza erfahrungsgemäß häufiger unter schweren Krankheitsverläufen. Möglich ist, dass sie zum Beispiel eine lebensgefährliche Lungenentzündung bekommen. Laut RKI sterben in jedem Winter zwischen 8000 und 11.000 Menschen in Deutschland an der saisonalen Influenza.

Bei der neuen Grippe scheinen dagegen auch Jüngere stärker gefährdet. Bei vielen zuvor gesunden jungen Personen sind demnach bereits schwere Verläufe aufgetreten.

Ansteckungsort Türklinke

Erkältungs- und Grippeviren werden überwiegend durch Tröpfchen übertragen, die beim Sprechen, Niesen oder Husten entstehen. Gelangen die Tröpfchen über eine geringe Distanz auf die Schleimhäute von Personen, wird eine Infektion ausgelöst.

Möglich ist eine Ansteckung laut RKI auch über Oberflächen wie Türklinken oder Lichtschalter, die mit virushaltigen Sekreten verunreinigt sind. Dabei gelangen die Viren über die Hand in Mund, Nase oder Augen. Die Zeit zwischen Ansteckung und Ausbruch der Erkrankung liegt bei der saisonalen und neuen Influenza bei ein bis vier Tagen.

Der Sinn der Grippeimpfungen

Das RKI rät vor allem Risikogruppen, sich gegen die klassische Wintergrippe impfen zu lassen. Als Impftermin wird die Zeit bis November empfohlen. Da der Grippeschutz für die normale Grippe nicht auch für die Schweinegrippe gilt, sollten sich laut Glasmacher gerade Menschen mit Grunderkrankungen auch rechtzeitig gegen den neuen H1N1-Erreger impfen lassen. Dieser Impfstoff soll ab Ende Oktober auf dem Markt sein.

Hygiene ist der beste Schutz

Bereits mit Hilfe einiger simpler Hygieneregeln kann das Ansteckungsrisiko deutlich gesenkt werden. Dazu zählt etwa, das Anhusten oder Anniesen von Personen zu vermeiden, häufiges Lüften, Papier- statt Stofftaschentücher zu benutzen und sich vor allem immer wieder gründlich die Hände zu waschen.

Verhalten im Krankheitsfall

Patienten mit Symptomen, die für eine Grippe sprechen, sollten sich in ärztliche Behandlung begeben, rät die Internistin und Lungenfachärztin Ulrike Henschel. Auf dem Weg zur Praxis sollte laut RKI dabei enger Kontakt zu anderen Menschen vermieden werden. Empfohlen wird auch, in den Ärmel zu husten oder zu niesen.

Bei einer Erkältung gilt dagegen, laut Henschel, vor allem, die Selbstheilungskräfte des Körpers zu stärken. «Dazu sollten die Betroffenen ihrem Körper mehr Ruhe gönnen als sonst, bei Fieber im Bett bleiben, nicht rauchen und ausreichend trinken - am besten Wasser oder ungesüßte Kräutertees», erklärt sie. Nach einer überstandenen Erkältung sollte das Immunsystem dann mit vitaminreicher Ernährung sowie ausreichend Schlaf und Bewegung an der frischen Luft wieder gestärkt werden, um einer erneuten Infektion vorzubeugen.

kat/mas/news.de/ap
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Leserkommentare (1)
  • Kommentar: 1
  • 06.10.2009 22:03
von
Mine

Ich habe mich einmal gegen Grippe Impfen lassen die Folge war ich bekam die Grippe nie wieder Impfen .

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