So bekämpfen Sie den Plagegeist im Kopf
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Von news.de-Redakteurin Claudia Arthen
Artikel vom 14.04.2010
Kopfschmerzen und Migräne sind eine Volksseuche. Doch niemand muss ihnen schutzlos ausgeliefert sein. News.de fragt Migräne- und Kopfschmerz-Spezialist Dr. Jan Brand, wie Patienten dem Albtraum Migräne begegnen können.
Herr Brand, welche Ursachen hat die Migräne nach dem heutigen Stand der Wissenschaft?
Brand: Zwillingsstudien haben gezeigt, dass die Krankheit in 80 Prozent der Fälle vererbt wird. Bei 20 Prozent kennt man die Ursachen derzeit noch nicht.
Nehmen Migräne-Erkrankungen zu?
Brand: Ja, das kann man beobachten. Die betroffenen Patienten werden noch dazu immer jünger. Zwölf Prozent der Migränekranken sind heute Kinder, die oft schon mit fünf Jahren ihre erste Migräneattacke haben. Früher ging es erst mit der Pubertät los.
Worauf führen Sie das zurück?
Brand: Die Krankheit muss natürlich genetisch schon angelegt sein. Durch die spezielle Lebensweise der heutigen Jugend wird das Ausbrechen aber begünstigt. Vor allem mediale Überreizung, Stress, mangelnde Bewegung und schlechte Ernährung können solche frühen Auslöser sein. Unser heutiger Lebensstil und unsere Umweltbedingungen können dazu führen, dass die Krankheit bei deutlich mehr Menschen ausbricht als früher.
Die Literatur berichtet von rund 100 verschiedenen Arten von Kopfschmerzen. Wie viele Arten von Migräne sind bekannt?
Brand: Drei. Migräne mit Aura – einhergehend mit Seh- und Sprachstörungen. Migräne ohne Aura – also ohne Sprach- und Sehstörungen, dafür ist der Patient lärm- und lichtempfindlich, klagt über Übelkeit. Und es gibt die chronische Migräne – Betroffene sind von ihr mehr als 15 Tage im Monat geplagt.
Wie kann man dem Albtraum Migräne entgegenwirken?
Brand: Die Zeit, die Sie sich für sich selbst nicht nehmen, die holt sich die Migräne. Oder anders gesagt: Wenn ich gut zu mir bin, ist auch die Migräne gut zu mir. Migräne ist nicht heilbar. Man kann ihr aber gezielt entgegenwirken. Wir in der Migräne- und Kopfschmerzklinik betrachten den Patienten ganzheitlich. Wir beziehen das gesamte Spektrum naturheilkundlicher Möglichkeiten in unsere Therapie mit ein, auch Akupunktur und Homöopathie, Massagen, Entspannungsübungen wie Muskelentspannung, die Umstellung der Ernährung, Stressmanagement, Verhaltenstherapie und dergleichen mehr. Und vor allem: Die Patienten müssen lernen, Nein zu sagen.
Können sich Patienten mit Migräne selbst behandeln?
Brand: Bei Patienten, die nur zwei- bis dreimal pro Jahr einen Migräne-Anfall haben, ist das völlig okay. Diese Patienten können sich mit Schmerzmitteln wie Acetylsalicylsäure, Paracetamol oder Ibuprofen selbst helfen. Sie sollten allerdings darauf achten, Monopräparate zu nehmen. Das sind Medikamente mit nur einem Wirkstoff. Kombinationspräparate enthalten oft Koffein, das suchtfördernd wirkt. Bei Patienten, die häufiger unter Migräne leiden, ist eine Eigenmedikation nicht sinnvoll, da häufig zu viele Schmerzmittel geschluckt werden. Der Patient merkt oft nicht, dass sich sein Konsum allmählich steigert. Am Ende dieses Teufelskreises steht ein Kopfschmerz, der durch die Medikamente ausgelöst wird.
Gibt es einen typischen Migräne-Charakter?
Brand: Auf jeden Fall. Menschen, die unter Migräne leiden, sind meist sehr pflichtbewusst, neigen zum Perfektionismus und können schlecht Nein sagen. Das müssen sie erst wieder lernen.
Wie können sie das lernen?
Brand: Ich empfehle eigentlich jedem Migräne-Patienten mit hohem Leidensfaktor eine Verhaltenstherapie - allein oder in einer Gruppe. Ich sage meinen Patienten oft: «Änderst du dich, ändert sich die Migräne». Jeder Migräne-Patient muss lernen, Verantwortung für sich zu übernehmen und besser auf seine Bedürfnisse zu hören. Die Zeit, die sich die Patienten nicht für sich nehmen, nimmt sich sonst die Migräne.
Die Ernährungsumstellung gilt als wichtiger Baustein in der Behandlung. Gibt es eine spezielle Migräne-Diät?
Brand: Nein. Wichtig ist aber eine ausgewogene Ernährung mit vollwertigen Nahrungsmitteln. Menschen mit Migräne sind in der Regel sehr leistungsorientiert und stehen oft unter Stress. Sie brauchen hochwertige und energiereiche Lebensmittel, um ihre Kraft zu erhalten und neue zu schöpfen. Wichtig ist es, viel zu trinken - möglichst drei Liter am Tag - und auf Süßigkeiten zu verzichten, denn Süßigkeiten sind Energieräuber.
Welche Entspannungsmethoden sind sinnvoll?
Brand: Am besten wissenschaftlich belegt ist die Wirksamkeit der Progressiven Muskeltiefenentspannung nach Jacobson, aber auch Yoga, autogenes Training oder Qigong, am besten jeden Tag zehn Minuten. Wenn dann noch drei Mal pro Woche Ausdauersport hinzukommt, ist das optimal.
Gibt es tatsächlich keine Heilung?
Brand: Normalerweise nicht. Aber es gibt Patienten, die von ihrer Migräne geheilt werden, die gelernt haben, den Plagegeist im Kopf auszuschalten. Das sind dann Menschen, die bereit sind, die richtigen Schlüsse aus der Krankheit zu ziehen und ihr Leben durchgreifend zu ändern. Das kann zum Beispiel bedeuten, den Beruf zu wechseln, neue Prioritäten zu setzen; manchmal sogar, eine schwierige Paar-Beziehung zu beenden.
Dr. Jan Brand ist Chefarzt der Migräne- und Kopfschmerzklinik Königstein im Taunus, der ersten Klinik, die sich auf Migräne-Patienten spezialisiert hat.
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Nja also bei mir geht sie leider nicht weg!, bekomme ständing neue medikamente die im endefekt doch nix bringen habe von a-z alles an ärzten durch und fast auch alle medikamente die helfen sollen auch akkupunktur oder heilmedikation etc. !Seit ich 9 jahre alt bin [nun bin ich 23] plagt dieser unausstehlich schmerz mich und ich bin immer eingeschränkt irgendwie, zur zeit kommt noch dazu das ich auch keine arbeit finde, wer stellt schon jemanden mit 1-2 x wöchentlich mig. anfälle ein?! das isst alles sehr unschön! Habt ihr eine arbeitsstelle gut bekommen?....
jetzt antwortenKommentar meldenDie Migräne geht wegwegwegwegwegwegweg..... Mit der dafür einst weltberühmten "Méthode Coue" - Autosuggestion in besonders feiner Qualität. Außerdem geht sie weg durch manuelle Gelenk- und Wirbelkorrektur, und zwar sofort, wie die Dorn-Therapeuten regelmäßig berichten. Die Probe aufs Exempel kostet wenig und ist in bedien Fällen einfach zu machen. Guten ERfolg! Franz Josef Neffe
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