Von news.de-Redakteurin Katharina Peter
Eben noch friedlich geschlummert und schon stecken die Füße in den Laufschuhen. Wer sich zum Frühsport aufrafft, sollte diesen genau planen, damit das morgendliche Schwitzen auch effektiv ist. Übrigens: Frühsport ist nicht für jeden empfehlenswert.
Der große Vorteil des Frühsports sei, meint Professor Ingo Froböse, von der Deutschen Sporthochschule Köln, dass man kurz nach dem Aufstehen noch nicht die alltäglichen Lasten auf seinen Schultern trägt. «So kann man besonders frisch in den Tag starten», sagt der Sportmediziner. Damit es mit dem energiereichen Start so richtig klappt, müssten aber einige Regeln beherzigt werden.
Frühsportler sollten sich von der Vorstellung verabschieden, durch Bewegung nach dem Aufstehen besonders gut abnehmen können. Das Missverständnis: Viele glauben, Frühsport nagt sofort an den Fettpolstern, weil die Zuckerreserven über Nacht aufgebraucht wurden und der Nachschub noch fehlt. «Ein Märchen», sagt Froböse. Denn: «Fette verbrennen nur im Fegefeuer der Kohlenhydrate.» Zudem können untrainierte Anfänger ihre Fette gar nicht sofort verbrennen. «Fettverbrennungsprozesse müssen erarbeitet werden», stellt der Sportmediziner klar.
Deshalb sei es wichtig, vor dem Laufen ausreichend Kohlenhydrate im Körper zu haben. Mit leerem Magen sollte niemand losrennen. Nicht nur, dass die Energiezufuhr zu gering sein könnte. Auch die inneren Organe würden bei der ungewohnten Anstrengung gereizt, die durch fehlende Nahrung verstärkt wird. «Der Magen wird dann ganz sensibel», erklärt der Experte. Und auch das Gehirn könne durch Sport vor dem Frühstück unterversorgt sein, sodass Schwindel und Wahrnehmungsstörungen auftreten. Das ist vor allem der Fall, wenn die Flüssigkeitsspeicher leer sind.
Am besten sei, für den morgendlichen Sport und anschließendes Entspannen sowie das Frühstück etwa zwei bis zweieinhalb Stunden einzuplanen. Wer hetzt und den Frühsport noch schnell vor der Arbeit erledigt, sei auf dem falschen Weg.
Etwa 20 Minuten vor dem Frühsport sollte man ein großes Glas lauwarmes Wasser trinken. Am besten ohne Kohlensäure. «Wasser sollte grundsätzlich nicht aus dem Kühlschrank kommen», warnt Froböse. Bei Zimmertemperatur ist es wesentlich besser verträglich. Wer zum Wasser noch eine Banane isst, tut seinem Körper etwas Gutes. «Die ist wenig belastend und energetisch sinnvoll», begründet Froböse seine Wahl.
Ein weiterer Grund, nicht direkt vom Bett in die Laufschuhe zu schlüpfen: Die Muskulatur liegt morgens noch im Koma und braucht etwas Zeit, um in Gang zu kommen. Es ist zudem sinnvoll, es auf den ersten Metern ganz langsam angehen zu lassen.
Nach dem Lauf braucht es noch ein Weilchen, um wieder runterzukommen. Froböse empfiehlt dafür 30 bis 45 Minuten, in die Dehn- und Entspannungsübungen genauso gehören wie eine entspannte Dusche. Am Ende dieser Phase sollten sich Frühsportler gemütlich eine Tasse Kaffee und ein kohlenydratreiches Frühstück - etwa eine Schale Müsli mit Obst - zu Gemüte führen.
Doch nicht jede Sportart eignet sich, um morgens aktiv zu werden. «Von Spielen würde ich abraten», sagt Froböse. Ein Tennismatch, ein Punktespiel mit der Fußballmannschaft oder eine Runde auf dem Golfplatz sind einfach zu emotional. Die Niederlagen trägt man den ganzen Tag mit sich herum. Kraftsport, der den Blutdruck schnell nach oben treibt, ist für den Tagesauftakt ebenfalls ungeeignet. Ideal sind hingegen Ausdauersportarten wie Joggen oder Walken.
Wer jedoch zu viel will und es beim Frühsport übertreibt, kann sich von dem belebenden Effekt gleich wieder verabschieden. Nach frühem Auspowern braucht der Körper den ganzen Tag, um sich wieder zu erholen. Also lieber nur moderaten Sport betreiben. «Eine subjektive Unterforderung ist das richtige Maß», so Froböse. Ob das nun aber eine halbe oder eine ganze Stunde dauert, das sei ganz individuell und hänge davon ab, wie früh man sich aus den Federn erhebt.
Entgegen dem eigenen Naturell und Biorhythmus sollte sich jedoch niemand zum Frühsport zwingen. Was für Frühaufsteher - sogenannte Lerchen, die voller Tatendrang beim ersten Sonnenstrahl aus dem Bett springen - gut sein kann, muss für Nachteulen und verschlafene Morgenmuffel nicht die ideale Lösung sein. «Es muss auch Spaß machen, sonst hält man nicht lange durch», sagt Froböse. Eulen seien deshalb mit abendlichen Sport viel besser beraten. Aber da heißt es ausprobieren.
ham/news.de
na, so einfach ist es ja wohl nicht. das kann durchaus herz und kreislaufprobleme beinhalten. Ohne einen Frühstück- snack geht es ja wohl überhaupt nicht. Sie schaden eher ihrem Körper als das sie dabei fit werden, wenn sie solche körperlichen leistungen ohne gesunde nahrung durchführen; es sei denn sie sind Nachtesser, was ja auch ungesund ist. besuchen sie mich auch unter http://mfk24.stemtechbiz.de
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