Ein Grund mehr, dem Baby die Brust zu geben: Frauen, die stillen, unterstützen ihre Gesundheit. Je länger sie ihr Kind an die Brust nehmen, desto stärker sinkt einer Studie zufolge das Risiko für Herz-Kreislauferkrankungen wie Infarkt oder Schlaganfall.
Das Stillen ist von besonderer Bedeutung für die Mutter-Kind-Beziehung, schützt den Säugling vor Allergien und Infektionskrankheiten und soll beim Nachwuchs sogar Übergewicht vorbeugen. Doch Muttermilch ist nicht nur die beste Form der Babyernährung. Das Stillen bekommt auch der Gesundheit der Mütter.
Eleanor Bimla Schwarz von der Universität Pittsburgh (US-Bundesstaat Pennsylvania) hat nun den Zusammenhang zwischen Stillen und Infarktrisiko unter die Lupe genommen. In einer Untersuchung verglich sie die Stillgewohnheiten von fast 140.000 Frauen mit dem Auftreten von Herzkreislauf-Erkrankungen während der folgenden 35 Jahre. «Herzerkrankungen sind bei Frauen die häufigste Todesursache», sagt sie. «Deshalb müssen wir wissen, wie wir uns schützen können.»
Das Ergebnis der Studie: Schon wenn die Mütter ihre Kinder nur einen Monat lang stillten, sank das Risiko für Diabetes, Bluthochdruck und hohe Cholesterinwerte. Taten sie dies über ein Jahr lang, so lag das Risiko für Herzerkrankungen und Schlaganfall um etwa zehn Prozent niedriger als bei jenen Frauen, die ihr Kind ausschließlich mit Fertignahrung fütterten, wie Schwarz im Fachblatt Obstetrics & Gynecology schreibt.
«Wir wissen seit Jahren, dass Stillen für die Gesundheit des Kindes wichtig ist», sagt die Forscherin. «Jetzt wissen wir, dass es auch gut für die Gesundheit der Mutter ist. Je länger die Mutter ihr Baby stillt, desto besser für beide.»
car/ruk