Gibt es die rein platonische Freundschaft zwischen Männern und Frauen oder funken Gefühle und Sex tatsächlich immer dazwischen? Die Frage wurde rund 2000 Deutschen gestellt. Die Mehrheit war der Meinung: Ja, Freundschaft ist möglich.
«Großartig, eine Frau als Freund. Ich glaube, du bist die erste attraktive Frau in meinem Leben, mit der ich nicht schlafen will», sagt Harry zu Sally. Kinogänger kennen das Zitat und wissen, dass Meg Ryan und Billy Crystal, die als Harry und Sally Ende der 1980er Jahre nur Freunde sein wollten, am Ende doch in der Kiste landen.
Genauso ergeht es Patrick Dempsey und Michelle Monaghan in Verliebt in die Braut, der im vergangenen Jahr in den Kinos lief und der uns die Geschichte von Tom erzählt, der just in dem Augenblick seine wahren Gefühle für seine beste Freundin Hannah entdeckt, als diese heiraten möchte. Dummerweise ist der Auserwählte nicht Tom - zunächst.
Die Frage, die Hollywood in romantische Leinwandkomödien packt, wurde nun auch 1998 Deutschen ab 14 Jahren von der GfK Marktforschung im Auftrag des Portals Gesundheitpro.de gestellt. Das Ergebnis: Zwei Drittel der Befragten glauben, dass Frauen und Männer beste Freunde sein können.
Frauen ist eine gleichgeschlechtliche Freundschaft aber wichtiger: Rund 54 Prozent von ihnen gaben an, sich nur mit einer Frau wirklich austauschen zu können. Mehr als 60 Prozent der Männer erklärten dagegen, genauso gut mit einer Frau befreundet sein zu können.
Für ältere Menschen spielt das Geschlecht weniger eine Rolle als für junge: Fast zwei Drittel der Befragten ab 70 Jahren können demnach ebenso gut mit Männern wie mit Frauen befreundet sein, wohingegen mehr als 70 Prozent der Jugendlichen im Alter von 14 bis 19 Jahren großen Wert auf gleichgeschlechtliche Freunde legen.
Offen bleibt bei der Umfrage, ob es im wahren Leben zwischen Mann und Frau nur beim freundschaftlichen Gespräch bleibt oder ob der Funke dann doch überspringt - so wie im Kino bei Harry und Sally, wo sie ihm nach seiner gigantischen Liebeserklärung um den Hals fällt.
car/kat