Das Tabu der geprügelten Männer
Wollen Sie wissen, wie es bei dem Thema weitergeht?Wir informieren Sie gerne kostenlos.
Von news.de-Redakteurin Katharina Peter
Artikel vom 02.04.2009Wer von häuslicher Gewalt spricht, der meint Gewalt gegen Frauen. Der Mann als Opfer ist ein Tabuthema. Dabei ist der Nudelholz schwingende Hausdrachen legendär. Geprügelte Männer werden dennoch von Freunden oder Behörden nicht ernst genommen.
Dunkelzifferschätzungen gehen davon aus, dass Männer genauso oft von ihren Partnerinnen geschlagen werden, wie es umgekehrt der Fall ist. Doch: «Das Bild vom Mann als Opfer gibt es einfach nicht», sagt Soziologe Ludger Jungnitz. Das einzige, was in den Köpfen existiere, sei ein Zerrbild des männlichen Gewalttäters.
Dabei haben die meisten Männer in ihrem Leben Gewalt erfahren. Als Täter oder Opfer. Gewalt durch Eltern. Gewalt durch andere Männer. Gewalt durch Gleichaltrige. Aber auch – und das wollen viele nicht wahr haben – durch Frauen. «Gewalt gegen Männer ist so normal, dass diese Konfliktform als Gewalt einfach nicht wahrgenommen wird», sagt Jungnitz.
Der Soziologe hat an der Pilotstudie «Gewalt gegen Männer» vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend mitgearbeitet. Die Pilotstudie von 2004 ist bisher die einzige Untersuchung in Deutschland zu diesem Thema.
266 zufällig ausgewählte Männer wurde mit Fragebögen befragt. Zusätzlich wurden Interviews geführt. Die Ergebnisse seien aufgrund der geringen Zahl der Befragten nicht repräsentativ für ganz Deutschland, aber dennoch aussagekräftig, so Jungnitz. So hätten viel mehr Männer unter häuslicher Gewalt gelitten als erwartet. «Drei Männern waren sogar extremen Misshandlungen ausgesetzt», erzählt der Soziologe.
Auch andere Befragte gaben an, Gewalt erfahren zu haben. «Die Fälle waren zum Teil sehr heftig», so Jungnitz. Besonders der Bericht über eine Vergewaltigung hätten ihn sehr mitgenommen. «Man weiß theoretisch, dass es das gibt, aber vorstellen kann man sich das nicht, bis man mit einem Fall konfrontiert wird.»
Er sei überrascht gewesen, wie offen über die oft sehr schmerzlichen Erfahrungen gesprochen wurde. Jungnitz: «Es ist einfach nicht angesagt, die Hilflosigkeit einzugestehen.» Das gelte erst recht, wenn die Gewalt von Frauen ausgehe und es sich um sexuelle Gewalt handle.
Zum Thema
Thema verfolgen »
Artikel kommentieren
Fast jede vierte Frau in Deutschland erlebt Gewalt durch ihren Partner. Dabei gibt es oft früh mehr ...
Nirgends laufen Frauen häufiger Gefahr, Opfer eines Gewaltdelikts zu werden als zu Hause - ganz gleich, in mehr ...
Vielleicht komisch: Alles ist voll weiblicher Hormone ! Das Wasser, das Bier, die Kindererziehung, die Emanzipation, die Schule, die Rechtsprechung, die Zukunft. Je sozialer wir werden, desto mehr sagen die Frauen. Etwas schieflastig. Die 1.er Abiturientinnen plappern den Lehrern nach und bekommen Studienplätze, an denen sie versagen. Auch ohne Kinder. GENDER ist falsch ! Persönliches Glück wichtig ! Karriere geil ? Aber Glück ist anders. Da sollten die Frauen sich definieren. QUOTE ist nötig...zum Mann-werden ?
jetzt antwortenKommentar meldenWie immer wird das Pferd von hinten aufgezäumt. Wenn die Frau weint, anklagt,ist immer der Mann der einzig Schuldige, brutal, das Schwein. Was davor war, interessiert keinen. Die Frau weint, also ist der Mann schuld. Das ist häufig so, leider, aber nicht immer. Meine Mutter z.B. hat meinen Vater verbal so gereizt, dass er aufgerastet ist. Darf nicht, klar. Aber etwas Verständnis der Frauen für die "Psyche" der Männer ! Psyche hat die Frau, der Mann ist primitiv...also häufig das erwartete Ergebnis ! Macht durch Ohnmacht...
jetzt antwortenKommentar meldenEs wurde eigentlich alles gesagt; Gender Mainstream: die Jagd auf Männer und deren Psyche, verbale und psychologische Gewalt, die mich in der Scheune oder in der Firma schlfen ließ um nicht zurückzuschlagen....
jetzt antwortenKommentar meldenAlexander aus Erle, der suchte ´ne Perle. Da traf er Renate, die konnte Karate: Seitdem steht der nur noch auf Kerle !!!
jetzt antwortenKommentar meldenAuch Erniedrigung ist Gewalt. Verweigerung ist Zwang. Zwang zum Fremdgehen - nur deshalb funktioniert dieses Gewerbe.
jetzt antwortenKommentar meldenIch habe selbst Gewalterfahrungen durch Frauen erleben müssen. Und weiß, warum Männer lieber schweigen. Ich bin als Lügner, Spinner, Memme bezeichnet wurden- von Frauen. Und das waren noch harmlosen Beschimpfungen. Christine Haderthauer: ...,dass dennoch der Fokus auf die Betreuung weiblicher Opfer gerichtet ist. Gerade im häuslichen Bereich hat die Gewalt an Frauen durch Männer ein weitaus höheres Ausmaß. Besonders bei den Gewalterfahrungen von Frauen handelt es sich in aller Regel um schwerwiegendste Übergriffe. ** http://www.abgeordnetenwatch.de/frage-512-11219--f263483.html#q263483
jetzt antwortenKommentar meldenIch habe selbst Gewalterfahrungen durch Frauen erleben müssen. Und weiß, warum Männer lieber schweigen. Ich bin als Lügner, Spinner, Memme bezeichnet wurden- von Frauen. Und das waren noch harmlosen Beschimpfungen. Christine Haderthauer: ...,dass dennoch der Fokus auf die Betreuung weiblicher Opfer gerichtet ist. Gerade im häuslichen Bereich hat die Gewalt an Frauen durch Männer ein weitaus höheres Ausmaß. Besonders bei den Gewalterfahrungen von Frauen handelt es sich in aller Regel um schwerwiegendste Übergriffe. ** http://www.abgeordnetenwatch.de/frage-512-11219--f263483.html#q263483
jetzt antwortenKommentar melden