Jeder nach seinem Geschmack, aber Sex bitte immer mit Kondom. Genau darauf zielt die neue Staffel der «Mach’s mit»-Kampagne gegen Aids ab, die das Gesundheitsministerium und die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung jetzt gestartet haben.
Im Hintergrund knistert das Feuer im Kamin, auf dem flauschigen Teppich davor liegen verstreut Unterwäsche und andere Kleidungsstücke: Was auf den ersten Blick aussieht wie der Schnappschuss eines Liebespaares, ist in Wirklichkeit Teil einer neuen bundesweiten Kampagne zur Aidsprävention, die die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) in Berlin vorstellte.
Unter dem Motto «Liebesorte» werden auf verschiedenen Plakatmotiven Orte gezeigt, an denen Menschen Sex haben. Ziel ist es, besonders jüngere Menschen über die Gefahren von HIV und Aids sowie anderen sexuell übertragbaren Krankheiten zu informieren. Dabei steht der Schutz durch Kondome im Mittelpunkt. Die Aktion «Liebesorte» ist Teil der «Mach's mit»-Kampagnen der BZgA.
Das Besondere an der neuen Kampagne ist, dass die Protagonisten in den Bildern fehlen. So kann der Betrachter die Motive mit seinen Erfahrungen selbst ergänzen. Zudem spricht die Kampagne verschiedene Zielgruppen gleichermaßen an: Jugendliche und nicht-monogam lebende Erwachsene, Freier, aber auch Männer, die Sex mit Männern haben, und andere Gruppen. Die Aussage in diesen Situationen ist immer dieselbe: Aidsprävention durch die Benutzung von Kondomen. Denn nach wie vor sind Kondome der sicherste Weg, sich vor einer HIV-Ansteckung beim Sex zu schützen - eine HIV-Infektion ist nicht heilbar.
Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt (SPD) lobte die Aidsprävention: Die «mach's mit»-Kampagne habe maßgeblich dazu beigetragen, dass in Deutschland ein sehr hohes Bewusstsein über die Infektionsrisiken und den Schutz vor einer HIV-Infektion bestehe.
Laut einer repräsentativen Untersuchung der BZgA nutzten im Jahr 2007 etwa 63 Prozent der Befragten mit wechselnden Sexualpartnerinnen oder Sexualpartnern immer oder häufig Kondome. Dieser Anteil lag zu Beginn der Aidsaufklärung im Jahr 1988 noch bei 23 Prozent. Auch bei den Jüngeren wuchs das Bewusstsein für sicheren Sex: Bei den 16- bis 20-Jährigen mit Sexualkontakten nutzen inzwischen 66 Prozent immer oder häufig Kondome. 1988 waren es noch 34 Prozent.
Dass der Sex mit Kondomen nahezu sicher ist, belegt eine aktuelle Untersuchung der Stiftung Warentest. Die Tester nahmen 24.500 Kondome von 26 Marken unter die Lupe. Das Ergebnis: Nur fünf Kondome hatten ein Loch. Alle Produkte aus Latex erhielten die Note «gut». Ein «sehr gut» sei nicht vergeben worden, weil keine Verhütungsmethode einen hundertprozentigen Schutz biete.
Auch Kunststoffkondome für Latex-Allergiker schnitten im Test zufriedenstellend ab. Für diese Kondome gibt es noch keine Prüfnorm, daher vergaben die Warentester keine Note. Um eine Beschädigung zu verhindern, raten sie dazu, die Packung über die Aufreißhilfe parallel zum Rand zu öffnen. Vor dem Überstreifen sollte das Kondom nicht zum Prüfen ausgerollt werden.
Die Warentester weisen außerdem darauf hin, dass Kondome nur einen wirksamen Schutz bieten, wenn sie über den bereits erigierten Penis übergerollt und nicht übergezogen werden. Sie dürften außerdem nicht zu groß sein und nicht abrutschen können. Besonders jüngere Männer neigten dazu, in einen zu großen «Anzug» zu schlüpfen - und liefen dann Gefahr, das Kondom beim Sex zu verlieren.
Die «Liebesorte»-Motive sind jetzt bundesweit auf Plakatflächen zu sehen. 1993 wurde die erste «Mach’s mit»-Kampagne unter der Schirmherrschaft der Organisation «Gib Aids keine Chance» ins Leben gerufen. Die Kombination aus bunten Kondomen und frechen, oftmals wortspielerischen Sprüchen blieb vielen Menschen im Gedächtnis. Das Prinzip kommt an: Eine Umfrage hat ergeben, dass 90 Prozent der Deutschen sich gut an die Motive und Aussagen der Anzeigen erinnern können.
car/jek
Na wenn ich einige Orte sehe in der Fotostrecke , da kann es ja einem vergehen . Sauberkeit ist doch wirklich beim Sex mit das Wichtigste .Ne dreckige Cuch, na da würde es mir vergehen . Schutz ist zwar da durch das Kondom , aber 100% Schutz gibt es nicht
jetzt antwortenKommentar meldenHallo liebe Team also sich solch einer Kampagne noch zu widem ist beschämdend, ich finde das ihr falls ihr eue Redakteure nennt mal genauer recherchieren sollte. Es gibt im Momnet eine Aids Kampagne, die Ansprechender und zeitgerechter ist als Machs MIT. VERGISS AIDS NICHT heisst die BOTSCHAFT.www.vergissaidsnicht.de,diese Kampagne trifft doch den Nerv der/unserer Zeit , oder??
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