Migräne mit Gedanken stoppen
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Von Nina C. Zimmermann
Artikel vom 30.03.2009
Es klingt ein bisschen nach Uri Geller: Allein mit der Kraft der Gedanken sollen Patienten beim Biofeedback den Schmerz besiegen oder Stresssymptome lindern. Hokuspokus ist diese Methode aber keineswegs.
Für Menschen mit chronischen Rückenbeschwerden oder Migräne kann Biofeedback eine sinnvolle Alternative zu herkömmlichen Behandlungen sein. Aber auch Bluthochdruck, Angststörungen oder Inkontinenz lassen sich durch die bewusste Steuerung des Körpers besser in den Griff kriegen. Mit Hilfe des Computers sollen Patienten dabei lernen, in der Regel unbewusst ablaufende Prozesse im Körper zu beeinflussen.
«Biofeedback ist eine sehr elegante Methode, das vegetative Nervensystem zur Entspannung zu bringen», sagt Uwe Meier, Vorsitzender des Berufsverbandes Deutscher Neurologen in Krefeld. Dazu wird der Patient über verschiedene Sensoren mit einem Computer verbunden. Diese messen zum Beispiel die Muskelspannung, den Hautleitwiderstand, die Atemtiefe oder den Pulsschlag. Das Stressniveau wird entweder optisch am Bildschirm oder akustisch durch einen Ton dargestellt. «Mit Hilfe mentaler Techniken lassen sich die Messwerte beeinflussen, ähnlich wie beim autogenen Training oder bei der Meditation», erklärt der Mediziner.
Das Gute daran für Patienten sei, dass sie die für sie bis dahin unsichtbaren Prozesse wahrnehmen können, sagt Jörg Heuser, Präsident der Deutschen Biofeedback-Gesellschaft (DGBfb) in Frankfurt am Main. Zusammenhänge zwischen Körper und Psyche werden sichtbar, weil sie auf messbaren Daten beruhen. Den Erfolg belegen verschiedene psychophysiologische Studien. «Biofeedback ist besser untersucht als vieles andere in der alternativen Medizin», betont Heuser.
Wie die Methode funktioniert, lässt sich am Beispiel eines Bluthochdruckpatienten veranschaulichen. Für den Betroffenen ist es wichtig, Blutdruckspitzen zu vermeiden und seinen Blutdruck möglichst niedrig zu halten. Mit Hilfe eines Sensors und des Computers kann der Patient sehen, wie hoch der Wert gerade ist und ob er steigt oder sinkt. «Er kann ausprobieren, welche Entspannungstechnik für ihn geeignet ist, um den Blutdruck zu senken», erklärt Heuser.
In der Regel lässt sich die Methode innerhalb von zehn Sitzungen erlernen. «Das Ziel ist am Ende, die Techniken im Alltag anwenden zu können: zu wissen, wie man es macht und die Visualisierung am Computer nicht mehr zu brauchen», sagt Meier. Er räumt aber ein, dass es eine aufwendige Methode ist, die eine gute Anleitung durch einen Verhaltenstherapeuten oder Neurologen erfordert. Der Patient müsse es wirklich wollen - nur dann ließen sich ähnlich gute Effekte wie durch Medikamente erzielen. Wichtig sei außerdem, Stress im Alltag abzubauen, um lang anhaltenden Erfolg zu haben.
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Émile Coué (1857-1926) hat mit weltweitem Erfolg gezeigt, dass man mit der Kraft des Denkens auf alles Einfluss hat, nicht nur auf Migräne. So erfolgreich war er, dass ihn in den 1910/20ern jährlich zehntausende Hilfesuchende aus aller Welt in Nancy aufsuchten. Da aus seinen öffentlichen Sitzungen keine Misserfolge und nur die erstaunlichsten Erfolge berichtet wurden, wurde der Zustrom immer größer. Durch ihn wurde AUTOSUGGESTION von einem unbekannten med. Terminus zur weltbekannten Selbsthilfe. Erstaunlich, dass dieses Vorbild so unbekannt gehalten wird. Mit herzl.Gruß Franz Josef Neffe
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