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So essen Sie sich jung und gesund (Bild 1/11)
Granatapfel (Foto)
Foto: ddp
16.03.2009

Frauen rät Hademar Bankhofer, einen reifen Granatapfel pro Tag zu essen. Das Obst sei eine Faltenbremse. Es enthalte viele pflanzliche Hormone und könne daher insbesondere in den Wechseljahren helfen.

Hademar Bankhofer im Interview

Mr. Gesundheit hofft auf ein Comeback

Von news.de-Redakteurin Claudia Arthen

Hademar Bankhofer war Gesundheitsexperte für das ARD-Frühstücksfernsehen. Im Sommer 2008 verschwand er vom Bildschirm. Jetzt hat er ein Buch geschrieben. Mit news.de sprach er über Intrigen, Jungmacher und Unterhaltungsmedizin.

news.de: Viele halten Sie für einen studierten Mediziner. Dabei haben Sie als rasender Reporter bei einer Lokalzeitung angefangen – ein ziemlich ungesunder Job, oder?

Bankhofer: Das kann man wohl sagen. Ich habe als junger Journalist viele Ernährungssünden begangen: Ich aß Wurstbrote, trank statt Wasser zuckerreiche Getränke aus dem Automaten, die damals ganz neu auf dem Markt waren. Da hat man Geld eingeworfen, und dann kam ein Getränk eiskalt aus diesem Kasten – das war damals eine Sensation. Ich bewegte mich wenig, brauste lieber mit meinen Motorroller von Termin zu Termin. Ich hatte ein Doppelkinn und wog 80 Kilo. Und eines Tages brach ich zusammen und wurde in eine Klinik gebracht, wo man mir fünf Nierensteine entfernte. Das war eine sehr schmerzvolle Erfahrung. Ich war erst 23 Jahre alt und kam mir vor wie 100.

news.de: Im April werden Sie 68, was man Ihnen nicht ansieht. Welches sind denn Ihre ganz persönlichen Jungmacher?

Bankhofer: Vor allem Bewegung. Ich mache sehr viel Gymnastik, jeden Morgen. Das bin ich mir schuldig und meiner Umwelt. Denn ich bin als Gesundheitsexperte nur glaubhaft, so lange ich selbst fit bin. Außerdem bin ich ein leidenschaftlicher Radfahrer, schwimme sehr viel und mache im Winter Langlauf. Ich bin eisern, was meine Ernährung angeht. Das heißt, ich nehme spätabends keine Kohlenhydrate mehr zu mir, esse Sojaprodukte, viel Fisch und Gemüse und halte mich an die Regel: Frühstücke wie ein Kaiser, esse zu Mittag wie ein Bürger und abends wie ein Bettler.

news.de: Nun quillt der Büchermarkt derzeit über vor Gesundheitsratgebern. Wieso sollte man ihr neues Buch Hademar Bankhofer hat gerade ein neues Buch veröffentlicht: Ihre Gesundheit liegt mir am Herzen. Es ist im Südwest-Verlag erschienen.kaufen?

Bankhofer: In dem Buch finden Sie ein Foto. Es zeigt mich mit dem Dichter und Schriftsteller Friedrich Torberg, der in Wien gelebt hat und bekannt wurde durch seinen Roman Der Schüler Gerber und seine Anekdotensammlung Tante Jolesch. Ich hatte als junger Journalist Gelegenheit, Torberg kennenzulernen. Er sagte damals zu mir: ‹Junger Mann, wenn Sie eine Botschaft haben und Sie wollen Sie einem breiten Publikum weitergeben, dann tun Sie dies unterhaltsam, leichtfüßig und nicht mit dem erhobenen Zeigefinger. Dann wird man Ihnen gerne zuhören.› Diesen Satz habe ich mir zu Herzen genommen, als ich später damit begann, als erster im deutschsprachigen Raum Themen der Gesundheit salopp und leicht verständlich weiterzugeben, ob im Fernsehen oder beim Schreiben meiner Bücher. Die Leute wollen keine schwere Fachliteratur, sie wollen auf leicht lesbare Weise lernen, was sie für ihre Gesundheit tun können.

news.de: Kritiker werfen Ihnen aber vor, allzu salopp zu sein und vor Laien nicht als Medizinjournalist, sondern als Wissenschaftler und Arzt aufzutreten.

Bankhofer: Ich kann diese Kritiker sogar verstehen - die Professoren, die hinter ihren Büchern und Studien sitzen, mich im Fernsehen sehen und denken: Mein Gott, was der für Sachen sagt. Denn wenn es sein muss, lasse ich auch mal ein kompliziertes Detail aus, das die breite Öffentlichkeit eh nicht verstehen kann. Ein Mediziner, mit dem ich zusammen arbeite, hat das einmal so ausgedrückt: Es gibt in der Musik die E- und die U-Musik, also die ernste Musik und die Unterhaltungsmusik. Und in der Medizin gibt es die U-Medizin. Die hat der Bankhofer erfunden.

news.de: Die breite Öffentlichkeit in Deutschland kennt Sie als Gesundheitsexperte aus dem ARD-Frühstücksfernsehen. Dort treten Sie aber seit dem Sommer 2008 nicht mehr auf, weil sich der WDR als Produzent von Ihnen getrennt hat.

Bankhofer: Das war eine Intrige.

news.de: Dass Sie rausgeworfen wurden?

Bankhofer: Ja, und diese Intrige war drei Jahre vorbereitet worden - von Medizinjournalisten, von Wissenschaftlern, und es dürften auch ein oder zwei Pharmaunternehmen beteiligt gewesen sein.

news.de: Das klingt, als wären Sie sehr verbittert.

Bankhofer: Ja, denn es war eine so wunderschöne Zeit – schließlich waren es zwölf Jahre. Umso mehr hat es mich getroffen, dass der WDR mich vorverurteilt hat.

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Leserkommentare (1)
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  • Kommentar: 1
  • 29.03.2009 00:35
von

Einfach klar logisch, ich habe als Fernseh-Verweigerer noch nie von dem Herrn gehört, muß aber sagen, daß seine einfachen Botschaften extrem viel Geld im "Gesundheitsunwesen" einsparen helfen würden, wenn Sie nur zur Hälfte befolgt werden würden. Merke: Um gesund zu bleiben, braucht man keine (Schul-)Medizin, sondern gesunde Ernährung (und Bewegung), ist man erkrankt und gerät in die "Fänge" der Schulmedizin, wird man langfristig noch kranker und eine "Cash-Cow" für die Pharmaindustrie - das betrifft ganz klar zahlreiche Krankheiten wie Krebs, Herz-Kreislauf-Gelenkerkrankungen etc.

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