Wir fasten uns ran

Sieben Woche ohne Süßigkeiten

Nicht mal eine Torte zum Geburtstag?

Von news.de-Redakteurin Mara Schneider

Popcorn im Kino, ein Schokoriegel zwischendurch, abends noch ein Eis. Ich bin eine bekennende Naschkatze. Warum habe ich also zugestimmt, sieben Wochen auf jegliches Naschwerk zu verzichten?

Als in der Redaktion beschlossen wurde, dass wir uns alle – jeder auf seine Weise – an der Aktion «7 Wochen Ohne» beteiligen, dachte ich noch «Prima, da machst Du mit». Und worauf verzichten? Natürlich auf etwas, das einem wirklich schwer fällt. So wie die Aufgabe eines großen Lasters. Die Suche fiel mir nicht schwer. Ich rauche nicht, trinke selten. Mein Laster sind die Süßigkeiten, in jeglicher Form. Mindestens einmal am Tag überkommt er mich, dieser Flash, dieser Drang nach Schokolade, nach einem Eis, einer kleinen Tüte Chips. Nervennahrung eben.

Und nun? Nun stehe ich vor der großen Herausforderung, sieben Wochen lang auf diesen Balsam für die Seele zu verzichten. Und nach und nach wird mir immer klarer, worauf ich mich da eigentlich eingelassen habe. Sieben Wochen. Das sind rund anderthalb Monate. 49 Tage. 1176 Stunden. 70.560 Minuten. 4.233.600 Sekunden.

Zurzeit stellen sich mir dabei vor allem zwei Fragen. Wie definiere ich eigentlich für mich selbst das Wort «Süßigkeiten»? Bleibt es bei den Klassikern Eis, Schokolade und Chips? Was ist mit Nutella, darf ich mir das in den nächsten sieben Wochen weiterhin aufs Frühstücksbrot schmieren? Wie sieht es mit Schokocroissants, Pfannkuchen oder einem Stückchen Kuchen aus?

Wenn ich all das ausklammere, mache ich es mir natürlich ganz schön einfach. Denn dann gehe ich in der Mittagspause nicht in den Supermarkt, um mich mit Schokolade einzudecken, sondern eben zum Bäcker, und suche mir dort irgendwas aus, was möglichst süß ist.

Setze ich jedoch auch diese kleinen Alltagssünden auf meine siebenwöchige Verbotsliste, stellt sich mir die zweite große Frage: Was ist mit meiner Geburtstagstorte? Denn dummerweise fällt mein jährliches Jubiläum genau in diese Fastenzeit. Noch ein Punkt, den ich vorab nicht bedacht habe. Und schon jetzt habe ich deswegen entrüstete Proteste aus der Familie zu hören bekommen. Wo ich auch von meinem Vorhaben erzähle: Unverständnis.

Selbst meine beste Freundin ist diesmal keine große Hilfe. Denn als ich ihr anbot, dann eben an meinem Geburtstag keinen Kuchen zu essen, sondern dafür umso mehr Alkohol zu trinken, schüttelte sie nur traurig den Kopf. Sie wird nämlich sieben Wochen lang genau darauf verzichten.


mik
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Leserkommentare (1)
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  • Kommentar: 1
  • 24.02.2009 14:07
von

Wieso auf etwas verzichten ? Wenn man alles im normalen Bereich macht und nicht übertreibt , da braucht man nicht zu verzichten . Es kommt irgendwann eine Situation , da muß man verzichten , wegen der eigenen Gesunderhaltung .Also mache ich jetzt alles im normalen Bereich .Nach den sieben Wochen wird wohl wieder zugeschlagen auf was man verzichtet hat ?Da bringt doch ein Verzicht nichts ,so sehe ich dies .

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