Frauen riskieren ihre Gesundheit, wenn sie deutlich mehr als einen halben Liter Limonade am Tag trinken: Das süße Getränk macht sie anfälliger für Nierenerkrankungen.
In einer US-Studie zeigten jene Teilnehmerinnen, die täglich mindestens zwei Dosen Limonade tranken, fast doppelt so häufig Zeichen von Nierenschäden wie andere Frauen. Bei Männern stellten die Forscher der Loyola Universität im Staat Illinois keinen derartigen Zusammenhang fest.
Bei jenen Frauen, die täglich mehr als einen halben Liter Limonade oder Cola tranken, enthielt der Urin auffällig häufig hohe Konzentrationen des Proteins Albumin. Da gesunde Nieren dieses Eiweiß herausfiltern, gelten hohe Albuminwerte als Hinweis auf Nierenprobleme.
Generell leiden etwa elf Prozent der Amerikaner an einer solchen Albuminurie. Bei der Untersuchung von rund 9400 repräsentativ ausgewählten Personen lag der Anteil bei den Limo-Trinkerinnen jedoch bei 17 Prozent, wie die Forscher im Online-Journal PLoS One berichten. Untersuchungsleiter David Shoham vermutet, dass der hohe Zuckergehalt der Getränke zu den Nierenproblemen beitragen könnte. Möglich wäre auch eine andere Erklärung: Erst kürzlich hatte eine Untersuchung in fast der Hälfte der untersuchten Limomarken Spuren von Quecksilber nachgewiesen.
Weshalb nur Frauen, nicht aber Männer mit erhöhten Werten auffielen, wissen die Forscher noch nicht. Ebensowenig ist ihnen klar, ob der zum Süßen der meisten US-Limonaden verwendete Maissirup für die Nierenschäden verantwortlich ist. Jedenfalls fanden die Mediziner an der Loyola University keine erhöhten Eiweißwerte bei Menschen, die mit Zuckerersatzstoffen gesüßte Diät-Limonaden trinken.
Unabhängig davon gilt der Rat an jeden, der Limonade trinkt: Mit der zuckerhaltigen Variante nimmt man deutlich mehr Kalorien zu sich, als die meisten Menschen annehmen. Wenn es süß sein soll, ist die Diät-Variante die bessere Alternative.
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